Region: Bavaria
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Bayern: Rückerstattung der Kita- &Krippengebühren sowie Hortgebühren & Kosten für Tagesmütter #Corona

Petition is directed to
Bayerischer Landtag & Staatskanzlei
10.224 Supporters
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  1. Launched 15/03/2020
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Doppelbelastung der Eltern durch Arbeit & Kinderbetreuung - angesichts aktueller Geschehnisse und der Corona-Pandemie voll verständlich.

Nicht verständlich: volle Betreuungskosten für einen Betreuungsplatz, den es praktisch nicht gibt. Beitragszahlungen für die geplanten 5 Wochen werden nicht zurückerstattet.

Hier muss der Staat handeln und unterstützen. Weiterhin Gehälter für Erzieher/Pädagogen - aber nicht finanziert durch die Eltern!

Reason

Vorab möchte ich nochmal etwas richtig stellen:

Es ist mir ein Anliegen, für ALLE die bestmögliche Lösung zu finden. Jeder Erzieher soll weiterhin das Gehalt bekommen wie sonst auch, aber das kann nicht funktionieren, wenn so viele Eltern unentgeltlich oder für weniger Geld zuhause bleiben - bei vollen Betreuungskosten.

Natürlich gibt es das Landeserziehungsgeld und einigen stehen auch die 100€ vom Staat zu (uns leider nicht), dennoch haben wir nie die 250€ Landeserziehungsgeld für unseren Kitabeitrag von über 300€ genutzt, da wir tatsächlich mehr als nur das Kindergeld von 204€ im Monat für unseren Sohn brauchen (& angemerkt: er lebt nicht in Saus & Braus). Es geht uns wie so vielen Eltern: weniger Verdienst, weil viele weniger arbeiten (müssen) bei vollen Betreuungskosten.

Ich möchte mit dieser Petition nicht gegen Erzieher schießen, sondern es muss eine ganzheitliche Lösung für ALLE gefunden werden und da können nur Gemeinden, Träger und die Staatsregierung helfen. Kein Erzieher soll weniger Gehalt erhalten müssen, aber es sollte auch nicht in der Pflicht der Eltern liegen,das zu regeln oder dafür zuständig zu sein.

Update zu meiner unten beschriebenen Situation: Ab morgen, 25.3., gehe ich in die Kurzarbeit, weil es durch die Betreuung nicht anders geht, und das bei laufenden und vollen Kosten - so wie es zahlreiche Eltern gerade irgendwie haben und hinbekommen müssen!

Kurz zu mir und meiner Situation: Ich bin beschäftigt in einer Anwaltskanzlei und zum Großteil für das Rechnungs- und Mahnwesen zuständig, was wie in so ziemlich allen Berufen viel Konzentration verlangt.

Homeoffice ist nicht möglich. Ich muss meinen Sohn (2! Jahre) mit in die Kanzlei nehmen, darf meine Aufsichtspflicht nicht verletzen und muss so normal wie möglich weiterarbeiten. Ich betreue ihn selbst, sollte dies aber in der Kanzlei nicht möglich sein, dann muss ich meine Kindkranktage nehmen, bekomme weniger Gehalt und bezahle dennoch für 5(!) Wochen einen Betreuungsplatz, den es praktisch nicht gibt.

Alternativ könnte ich Urlaub nehmen, den ich aber nicht mehr habe, da die Krippe in den Sommerferien drei Wochen geschlossen hat und ich den Urlaub dafür brauche. Von unbezahltem Urlaub brauch ich gar nicht erst anfangen. Es ist der Irrsinn an sich. Entweder man bekommt es irgendwie geregelt oder bekommt weniger Gehalt bei vollen Betreuungskosten. Das funktioniert nicht!

Und so wie mir wird es dem Großteil aller berufstätigen Eltern gehen, da eine Betreuung durch Oma und Opa nicht ratsam ist (verständlicherweise, da sie als Risikogruppe gelten).

Thank you for your support, Monique Gläser from Hausen
Question to the initiator

News

Mit dem Abschluss eines Vertrages zur Kinderbetreuung wird ein Schuldverhältnis begründet. Eltern erbringen eine Leistung und erhalten derzeit keine Gegenleistung. Die Förderung der Kita-Gebühren deckt nicht die Aufwendungen, sondern kürzt diese lediglich. Damit ist noch keine Gegenleistung erbracht! Es liegt trotz staatlicher Anordnung keine Unmöglichkeit vor, es gäbe hier die Ersatzleistung (Entfall der Schließtage, Notfallbetreuung etc.).

Die unten aufgeführen Contra-Argumente sind zum Teil nicht korrekt, je nach Platz (Krippe / Kindergarten) und Träger sind Gebühren sehr hoch und werden bisher sehr individuell weiter verlangt: unser Beispiel derzeit ( 2 Kinder) €630 für einen Teilzeitplatz in der Krippe plus €80 Essensgeld , weil die Einrichtung eine eigene Köchin hat. Wareneinsatz sei sehr gering. Dazu der Kindergarten mit €221,- = €931 Kosten pro Monat, die weiterhin abgebucht werden. Die Gemeinde und die Träger sind bisher zu keiner Entlastung bereit, die kleine private Krippe kann das finanziell nicht leisten

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