Region: Germany
Health

Beendigung der Corona-Pandemie durch technische Begegnungserfassung (Corona-Tracker)

Petition is directed to
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
26 Supporters 26 in Germany
The petition was withdrawn by the petitioner
  1. Launched 17/10/2020
  2. Collection finished
  3. Submitted
  4. Dialogue
  5. Failed

Worum gehts?

Deutschland steckt mitten in der zweiten Corona-Welle und noch immer nutzen nicht genügend Menschen die Corona-Warn-App. Die Politik wirbt nicht mehr dafür, und viele Menschen haben einfach kein passendes Smartphone.

Bei steigenden Infektionszahlen werden die Gesundheitsämter die manuelle Kontaktverfolgung schon bald nicht mehr leisten können.

Die Situation könnte – wie bei vielen unseren Nachbarn – außer Kontrolle geraten. Wir müssen JETZT die technischen Möglichkeiten voll ausnutzen und ALLEN Menschen die Möglichkeit geben daran teilzunehmen.

Setzen auch Sie sich dafür ein, dass wir mit einer kleinen technischen Lösung nicht nur die Infektionszahlen in Schach halten sondern schon bald wieder ohne Einschränkungen leben können.

Forderung

Die Unterzeichner dieser Petition fordern die Bundesregierung auf, der Corona-Pandemie durch eine technische Begegnungserfassung ein zügiges Ende zu bereiten.

Dazu wird gefordert, dass die Regierung z.B. mit den Herstellern von Fitness-Trackern zusammenarbeitet und ein kostengünstiges Gerät so anpassen lässt, dass der Code der Corona-Warn-App darauf lauffähig ist.

Die so entstehenden „Corona-Tracker“ sollen der Bevölkerung kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Ziel ist es, ALLEN Bürgerinnen und Bürgern ergänzend zur Smartphone-App die Möglichkeit zu geben, mit technischen, untereinander kompatiblen Systemen (App, Corona-Tracker etc.) ihre potenziell infektionsrelevanten Begegnungen digital erfassen zu können.

Eine Ausweitung der Technik auf den gesamten europäischen Raum ist erstrebenswert, um auch auf Reisen die Begegnungserfassung nicht zu unterbrechen.

Reason

Solange kein wirksamer und sicherer Impfstoff zur Verfügung steht, kann der Pandemie nur durch Kontaktvermeidung, AHA+L-Maßnahmen (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske + Lüften) sowie beharrliche Kontaktverfolgung bei Infizierten durch die Gesundheitsämter begegnet werden. Weitere Eingriffe in die Freiheit der Menschen und die Wirtschaft bis hin zu neuerlichen Lockdowns sind nicht ausgeschlossen.

Die heute praktizierte manuelle Kontaktverfolgung durch die Gesundheitsämter wird jedoch mit steigenden Infektionszahlen schon bald schwierig bis unmöglich werden.

Das Pandemiegeschehen kann dann, wie in vielen Nachbarstaaten bereits zu sehen ist, völlig außer Kontrolle geraten. Stünde jedoch allen eine digitale Erfassung von potenziell infektionsrelevanten Begegnungen zur Verfügung, so könnten Infektionsketten sehr schnell durch präzise und zielgenaue Quarantänemaßnahmen ausgetrocknet werden. Flächendeckende Lockdowns ließen sich damit wirkungsvoll verhindern.

Leider ist zu erwarten, dass sich nicht alle Bürger beteiligen werden. Allerdings ist zu beachten, dass schon heute die Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter trotz unermüdlichem Einsatz nicht sonderlich gut ist bzw. nicht gut sein kann.

Die Probleme sind, dass

  1. sich die meisten Infizierten wohl nicht an alle Begegnungen der letzten zwei Wochen erinnern können
  2. viele Kontakte mit völlig unbekannten Personen stattgefunden haben (z.B. im ÖPNV oder an der Wursttheke)
  3. viele Angaben auf den Restaurantzetteln schlicht falsch sind.

Insofern ist zu erwarten, dass die Kombination aus Corona-Warn-App und Corona-Tracker schon bei einer Nutzung von 50-60% (geschätzt) der Bevölkerung bessere Ergebnisse liefert, als die heutige Nachverfolgung durch die Gesundheitsämter. Dem digitalen Verfahren ist es darüber hinaus auch völlig egal, wie viele Kontaktketten gleichzeitig nachzuverfolgen sind, das System behält in jedem Einzelfall seine volle Leistungsfähigkeit und bricht nicht wie die Gesundheitsämter ab einer kritischen Anzahl zusammen.

Wenn das System von der Bevölkerung gut angenommen wird, könnte das Infektionsrisiko innerhalb weniger Wochen auf ein Ausmaß reduziert werden, das von weiten Teilen der Bevölkerung als akzeptables Restrisiko eingestuft werden könnte, eventuell sogar ohne AHA+L-Maßnahmen. Ein Leben ohne Pandemieeinschränkungen wäre dann sogar noch vor der Verfügbarkeit eines Impfstoffs wieder möglich.

Aktueller Stand und Umsetzungsaufwand

Die Einführung der geforderten Corona-Tracker ist weit weniger aufwendig, als gemeinhin angenommen, da heute schon sehr viel erreicht ist. Alle wesentlichen Voraussetzungen sowohl bezüglich der Technik als auch der gesellschaftlichen Akzeptanz liegen jetzt schon vor.

Als Funktionsbasis für den Corona-Tracker könnte der Code der Corona-Warn-App herangezogen werden. Nach einer kontroversen öffentlichen Diskussion ist mittlerweile hinreichend belegt, dass die App keinerlei persönliche Daten nutzt und Begegnungen nur anhand zufälliger IDs lokal speichert.

Die Sicherheitsbedenken in der Bevölkerung sind weitestgehend ausgeräumt, und die drohende Gefahr weiterer Einschränkungen und Lockdowns angesichts exponentiell steigender Infektionszahlen sowie dem unsäglichen und datenschutzkritischen Ausfüllen von Kontaktdatenlisten zu jeder Gelegenheit sprechen ebenfalls für zunehmende Akzeptanz.

Problematisch ist dennoch, dass die App auf den meisten älteren Geräten nicht lauffähig ist und nennenswerte Teile der Bevölkerung keine Smartphones besitzen (zahlreiche Senioren, Vorschul-/Grundschulkinder bis hin in die niedrigen Klassen der weiterführenden Schulen) oder sich gemeinsam ein Smartphone teilen.

Die hierdurch von der App ausgeschlossenen Menschen können mit einem Corona-Tracker erreicht werden.

Günstige Fitness-Tracker sind am Markt erhältlich und kosten im Discounter oft nicht mehr als 20 EUR. Sie bieten bereits die technisch erforderlichen Grundvoraussetzungen wie Bluetooth zur Begegnungsidentifikation oder WLAN für den Abruf der aktuellen Infektions-IDs.

Nach Abzug von Umsatzsteuer sowie Handels- und Logistikmargen dürfte ein Tracker für rund 10 EUR zzgl. Anpassungsentwicklungskosten zu haben sein. Bei einem geschätzten erforderlichen Umfang von maximal 60 Mio. Stück liegt der Gesamtaufwand für den Staat bei unter 1 Mrd. EUR und damit sehr deutlich unter den zu erwartenden Schäden neuerlicher Lockdowns, Insolvenzen oder Arbeitsplatzverlusten.

Akzeptanz in der Bevölkerung

Um die Akzeptanz in der Bevölkerung weiter zu steigern, könnten App und Tracker um eine Ampel-Anzeige ergänzt werden, die nur der Nutzer selbst aktivieren kann:

  • grün: System ist aktiv, wird korrekt am Körper getragen, keine unsicheren Kontakte bekannt
  • gelb: System zu kurz aktiv oder Datenerfassung kürzer als 10 Tage
  • rot: Quarantänepflicht wegen Infektion oder Kontakt mit Infizierten
  • blinkend: problematischer Kontakt gemeldet, Zeit um in Quarantäne überzugehen

Wer eines der technische System

Thank you for your support, Dr. Norbert Fecher from Laufach
Question to the initiator

News

Viele Menschen können die Corona-Warn-App nicht nutzen, weil sie kein Smartphone haben oder weil ihr Smartphone zu alt ist. Mit dem Corona-Tracker wird das möglich. Zusammen mit den rund 20 Mio. App-Nutzern lassen sich zügig die benötigten rund 45 Mio. Nutzer in das System bringen, um die Kontaktnachverfolgung komplett digital und praktisch in Echtzeit durchführen zu können. Sofort wäre die digitale Lösung besser als die manuelle durch die Gesundheitsämter. Das Virus hätte dann kaum noch eine Chance den R-Wert über 1 zu halten.

Schöne Utopie, aber absolut praxisuntauglich. Smartwatches benötigen fast immer auch ein damit gekoppeltes Smartphone oder sind selbst eine Art Smartphone, denn nur so lassen sich Daten darauf über das Internet aktualisieren. D.h. man kann auch mit einer Smartwatch nicht auf ein Smartphone verzichten. Abgesehen davon ist es unmöglich, davon für Deutschland mehrere 10 Millionen zu kaufen. So viele kann kein Hersteller der Welt in vertretbare Zeit produzieren. Nochmal abgesehen davon ist das Tracking selbst ineffektiv und produziert viele Fehlalarme, aber übersieht gleichzeitig kritische Fälle.

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