Region: Kassel

Bekämpfung invasiver gebietsfremder Arten, insbesondere des Waschbären

Petition richtet sich an
Stadtverordnetenversammlung Kassel

1.713 Unterschriften

Sammlung beendet

1.713 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet Juni 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Stadtverordnetenversammlung Kassel

Unter Berufung auf Artikel 16 der Verfassung des Landes Hessen bitten wir die Stadtverordnetenversammlung Kassel, folgendes zu erörtern und zu beschließen:
1. Die Stadt Kassel setzt die EU-Verordnungen zur Bekämpfung invasiver gebietsfremder Arten um. Dafür dezimiert sie deren Populationen, insbesondere des Waschbären, so stark, dass diese nicht mehr die menschliche Gesundheit, die einheimische gebietseigene Biologische Vielfalt sowie Gebäude und andere Sachen schädigen. Die Stadt Kassel ergreift dafür insbesondere folgende systematische, dauerhafte und langfristige Maßnahmen:

  • Anwendung des Handbuchs des Bundesamts für Naturschutz über die Bekämpfung gebietsfremder Arten,
  • enge Zusammenarbeit mit dem Forstamt Wolfhagen sowie den Jagdpächterinnen und Jagdpächtern: Abschussprämien, Bejagung sowie Fang mit Fallen und Tötung der gefangenen Tiere von September bis Februar,
  • Anwendung geburtenregulierender Medikamente,
  • kostenlose Montage von Anti-Kletter-Manschetten an Regenfallrohren, größeren   (Obst-)Bäumen sowie ggfls. unter Vogelnestern in Ortsteilen mit großer Waschbär-Population,
  • kostenlose Schwerkraftschlösser für alle Mülltonnen in Ortsteilen, in denen Waschbären Mülltonnen als Futterquelle nutzen,
  • Leerung von öffentlichen Mülltonnen so häufig, dass diese nicht mehr als Futterquelle dienen,
  • intensive Aufklärung der Bevölkerung über die negativen Wirkung von Waschbär usw.,
  • Meldeportal für Sichtungen des Waschbären auf www.kassel.de,
  • Dokumentation und Auswertung der Maßnahmen.

2. Die Stadt Kassel stellt ausreichende personelle und finanzielle Ressourcen bereit, auch durch die Einwerbung von Fördergeldern und den Verkauf der Pelze und von Waschbär-Wurst (Hygiene-Maßnahmen beachten!).

Begründung

Stichworte zur Begründung:

  • Waschbär mit staatlicher Genehmigung am Edersee ausgesetzt; deshalb haben Behörden auch Verantwortung, diesen zu bekämpfen.
  • Vom Waschbär geht hohe Seuchengefahr für Mensch, Hund und Katze aus: Waschbär-Spulwurm, Parvoviren, Salmonellen, Staupe (neueste wissenschaftliche Erkenntnisse).
  • Waschbär richtet große Schäden an Gebäuden und anderen Sachen an.
  • Bisher nur sporadisch Appell an und Beratung von Bürgerinnen und Bürger, Waschbär zu bekämpfen,
  • Mitgliedsländer sind verpflichtet, EU-Verordnungen umzusetzen.

Quellen:

  • Viering, K. 2025: Waschbären in Deutschland. Putzig, aber unerwünscht. -- Spektrum der Wissenschaft, 2.25, Heidelberg: 42--48
  • Schmiedel, D., E.-G. Wilhelm, S. Nehring, C. Scheibner, M. Roth und S. Winter 2015: Management-Handbuch zum Umgang mit gebietsfremden Arten in Deutschland. Band 1. Pilze, Niedere Pflanzen und Gefäßpflanzen. Ergebnisse des F+E-Vorhabens (FKZ 3513 86 0200). -- Naturschutz und Biologische Vielfalt, 141 (1), Bonn-Bad Godesberg: 709 Seiten.
  • Scheibner, C., M. Roth, S. Nehring, D. Schmiedel, E.-G. Wilhelm und S. Winter 2015: Management-Handbuch zum Umgang mit gebietsfremden Arten in Deutschland. Band 2. Wirbellose Tiere und Wirbeltiere. Ergebnisse des F+E-Vorhabens (FKZ 3513 86 0200). -- Naturschutz und Biologische Vielfalt 141 (2), Bonn-Bad Godesberg: 626 Seiten

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 20.06.2025
Sammlung endet: 19.12.2025
Region: Kassel
Kategorie: Umwelt

Neuigkeiten

  • Liebe Petentinnen und Petenten,

    es gibt erfreulicherweise sehr viele Kommentare zu unserer Petition
    fuer die Bekaempfung invasiver gebietsfremder Arten, insbesondere des Waschbaeren.
    Leider uebersteigt es die Arbeitskapazitaeten unserer Organisationen,
    auf diese Kommentare im Einzelnen einzugehen.

    Dies koennte sich aber bei unserer Informationsveranstaltung ergeben:

    Waschbaeren in Kassel. Die wissenschaftliche Beleuchtung eines Problems

    Am 30.06.2026 um 19 Uhr im Bürgerraum Wehlheiden, Kohlenstr. 16, 34121 Kassel

    Referenten:

    Dr. Dorian Dörge (sowie Dr. Norbert Peter und Prof. Dr. Sven Klimpel),
    Goethe-Universität Frankfurt am Main:
    Forschungsprojekt zur Krankheitsübertragung von Parasiten bei Waschbaeren
    (ZOWIAC -- Zoonotische und Wildtierökologische Auswirkungen Invasiver Carnivoren)

    Alexander Michel (Geschaeftsfuehrer Landesjagdverband Hessen e.V.):
    Neuere Erkenntnisse im Umgang mit Waschbären bei der Bejagung

    Dr. Jochen Wulfhorst (ZeBiViKS e.V.)
    Waschbaeren als Bedrohung und Vernichtung der einheimischen Tierwelt

    Veranstalter:

    ZeBiViKS e.V. -- Zentrum für biologische Vielfalt im Kasseler Becken und Umgebung
    e.V.,
    Bürgerinitiative Pro Habichtswald,
    BUND, Kreisverband Kassel

    Freundliche Gruesse und bleiben Sie gesund!

    Jochen Wulfhorst

    Petition fuer die Bekaempfung invasiver gebietsfremder Arten,
    insbesondere des Waschbaeren

    Kassel, den 18. Juni 2026

    Hinweis: Keine Umlaute wegen des Konflikts zwischen den Zeichensaetzen
    utf-8 und ISO-8859-1

  • Liebe Petentinnen und Petenten,

    vielen Dank fuer die Unterstuetzung mit Ihrer Unterschrift.

    Im April und Juni 2026 haben wir weitere Unterschriften unter unsere
    Petition fuer die Bekaempfung invasiver gebietsfremder Arten,
    insbesondere des Waschbaeren eingereicht.
    Insgesamt gibt es nun in Papierform und in elektronischer Form 1971 Unterschriften.
    Trotz dieser beeindruckend hohen Zahl hat uns die Vorsteherin der
    Stadtverordnetenversammlung erneut mitgeteilt, dass die "Zulaessigkeit" unserer
    Eingabe weiterhin geprueft werde.

    Wir haben sie deshalb um vollstaendigen Sachstandsbericht gebeten,
    insbesondere um die Klaerung folgender Frage:

    Das Petitionsrecht des Artikels 17 des Grundgesetzes gehoert zu den
    unveraeusserlichen Grundrechten.
    Inwieweit kann es unzulaessig sein, dieses Grundrecht wahrzunehmen?

    Weitere Neuigkeiten zum Inhalt unserre Petition folgen in den naechsten Tagen.

    Freundliche Gruesse und bleiben Sie gesund!

    Jochen Wulfhorst

    Petition fuer die Bekaempfung invasiver gebietsfremder Arten,
    insbesondere des Waschbaeren

    Kassel, den 16. Juni 2026

    Hinweis: Keine Umlaute wegen des Konflikts zwischen den Zeichensaetzen
    utf-8 und ISO-8859-1

  • Liebe Petentinnen und Petenten,

    vielen Dank fuer die Unterstuetzung mit Ihrer Unterschrift.
    Wir hatten im September die Petition mit 1121 Unterschriften bei der
    Stadtverordnetenversammlung eingereicht.
    In der Eingangsbestaetigung wurde auch mitgeteilt, dass
    "die rechtliche Zulaessigkeit ueberprueft" werde.
    Wir lassen uns von dieser abschreckenden Mitteilung nicht beeintraechtigen.

    Die naechsten Schritte:

    1. Die Petition wird dem zustaendigen Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung
    vorgelegt.

    2. Wir werden zu dessen oeffentlicher Sitzung mit dem Tagungsordnungspunkt
    "Petition fuer die Bekämpfung invasiver gebietsfremder Arten,
    insbesondere des Waschbären" eingeladen.

    3. Wir haben fuenf Minuten Redezeit, um die Petition vorzustellen.

    4. Der Ausschuss diskutiert und entscheidet, ob er die Petition annimmt oder nicht.

    5. Diese Entscheidung wird der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt.

    6. Die Stadtverordnetenversammlung entscheidet, ob sie die Petition annimmt oder nicht.

    Erfreulicherweise haben noch viele weitere die Petition unterschrieben,
    nachdem wir diese eingereicht hatten.
    Diese Unterschriften werden wir demnaechst ebenfalls einreichen.

    Freundliche Gruesse und bleiben Sie gesund!

    Jochen Wulfhorst

    Petition fuer die Bekämpfung invasiver gebietsfremder Arten, insbesondere des Waschbären

    Kassel, den 12. Okt. 2025

Nach einer EU-Verordnung (Nr. 1143/2014, umgesetzt 2017 im Bundesnaturschutz- und Bundesjagdgesetz) zum Schutz heimischer Tier- und Pflanzenarten, sind staatliche Akteure aufgefordert, invasive Arten zu bekämpfen, bzw. die Schäden durch solche zu minimieren.

Wie wäre es damit, das Sterilisationsprojekt nicht mehr weiter bürokratisch zu behindern? Endlich gibt es eine tierschützende Initiative zur Regelung der Population. Schon bremsen Jagdbefürworter sie aus. Dabei hätten die auch schon jahrelang Farbe bekennen können.

Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

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