Abschlussbericht (PDF)Ich bin der Meinung, dass die momentane Situation der Benotung im Sportunterricht fragwürdig ist, da sie einzelne Gruppen klar favorisiert und andere deutlich vernachlässigt. Ein kräftiger, 1,50m großer Junge kann zum Beispiel beim Hochsprung keine 1 oder 15 bekommen. Ich teile jedoch die Auffassung, dass jeder die Chance haben sollte, wie dies auch in anderen Fächern ist, eine sehr gute Note zu erreichen. Dies ist im Sportunterricht nicht gewährleistet und somit fordere ich eine Prüfung des Sachverhaltes. Zudem halte ich nicht viel von der "Benotung nach Liste", welche vom Ministerium anscheinend vorgegeben ist, denn diese ist realitätsfern und nicht individuell. Zumindest sollte man diese Art von Benotung bis einschließlich zur 6. Klasse überdacht werden, da die Entwicklung von Jungen und Mädchen bis dato gleich ist. Warum werden dennoch, zum Beispiel beim Stabweitwurf, so große Unterschiede gemacht? Ich bin Schüler der gymnasialen Oberstufe und rede somit aus Erfahrung.Was möchten Sie mit Ihrer Bitte / Beschwerde erreichen?Eine Prüfung der Benotung im Sportunterricht, ob diese überhaupt gerecht ist und eventuell eine individuellere Benotung.Gegen wen, insbesondere welche Behörde / Institution richtet sich Ihre Beschwerde?Diese Beschwerde richtet sich vor allem an das Schulministerium des Bundeslandes Rheinland-Pfalz.Muss nach Ihrer Vorstellung ein Gesetz / eine Vorschrift geändert / ergänzt werden? Wenn ja, welche(s)?Es sollten die dazugehörige Gesetze im Schulgesetz geändert werden.Bitte geben Sie eine kurze Begründung für Ihre Bitte / BeschwerdeDie Benotung im Sportunterricht betrachte ich als ungerecht!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Tim Sprengart aus

Neuigkeiten

  • Der Petent begehrte mit seiner Eingabe eine gerechtere Benotung im Sportunterricht.

    Die Ermittlungen hatten ergeben, dass nach Auskunft des Ministeriums für Bildung,
    Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur die Zeugnisn ote im Fach Sport grundsätzlich
    das Ergebnis einer pädagogischen Gesamtbeurteilung aus motorischen, sozialen und
    kognitiven Komponenten darstellt. Von zentraler Bed eutung für das Fach Sport sei die
    motorische Dimension; diese umfasse sowohl punktuel le Leistungen, die jeweils den
    aktuellen Leistungsstand der Schülerin bzw. des Sch ülers (Lernergebnis) abbilden, als
    auch ergänzende Leistungen, die in einem längeren Z eitraum (Lernprozess) erbracht
    werden. Der Lehrplan Sport enthalte dazu entspreche nde Hinweise.

    Nach Auskunft des Ministeriums gehören zu den punkt uellen Leistungen Weiten, Zeiten,
    Höhen z. B. bei Leichtathletik und Schwimmen, Beweg ungsqualität z. B. beim Geräte-
    turnen und Gymnastik, aber auch Spielerfolg, Effizi enz und Kreativität. Ergänzende
    Leistungen würden sich auf Aspekte wie die sportlic he Vielseitigkeit, die Lernfähigkeit in
    Bezug auf neue Fertigkeiten und die Steigerung der individuellen sportlichen Leistung
    beziehen. Zur sozialen Dimension zählen nach Auskun ft des Ministeriums Kooperations-
    fähigkeit und Kooperationsbereitschaft, Hilfsbereit schaft, Zuverlässigkeit, Selbständigkeit
    (z. B. beim Auf-/Abbau von Geräten), Integration sc hwächerer Schülerinnen und Schü-
    ler, Anerkennung von herausragenden Leistungen, Fai rness im Spiel sowie Fähigkeit
    und Bereitschaft zur gewaltfreien Konfliktlösung. D ie kognitive Dimension umfasse u. a.
    die Kenntnisse von Sportregeln und von Organisation sformen des Sports, die Bereit-
    schaft zu deren Anwendung in der unterrichtlichen w ie außerunterrichtlichen Sportpraxis
    und auch die Fähigkeit zur Beschreibung von Bewegun gen. Das Ministerium weist
    darauf hin, dass die Beurteilungskriterien und dere n Gewichtung der Lerngruppe of-
    fenzulegen sind. Jede Zeugnisnote im Unterrichtsfac h Sport habe diese Gesichtspunk-
    te der punktuellen und der ergänzenden sportlichen Leistungen sowie der sozialen und
    kognitiven Dimension einzubeziehen. Die Kriterien f ür die Erfassung der punktuellen
    Leistungen lege die Fachkonferenz unter Berücksicht igung der schulischen Rahmen-
    bedingungen fest. Hierzu hätten Leistungstabellen, die in der Handreichung zum Lehr-
    plan niedergelegt sind, orientierenden Charakter un d würden eine individuelle Beno-
    tung erlauben. Vor diesem Hintergrund wird nach Auf fassung des Ministeriums deut-
    lich, dass sich die Beurteilung nicht ausschließlic h an Leistungsnormen orientiert, son-
    dern eine Vielzahl weiterer Faktoren in die Beurtei lung einbezogen werden. Dazu zäh-
    le auch die individuelle Lernvoraussetzung.
    Zusammenfassend lässt sich nach Ansicht des Ministe riums feststellen, dass, wie von
    dem Petenten angeregt, die genannten Leistungskrite rien eine individuelle Benotung mit
    zahlreichen Optionen für jede Schülerin bzw. jeden Schüler erlauben. Jede Schülerin
    bzw. jeder Schüler könne unter diesen Voraussetzung en auch eine sehr gute Note er-
    reichen.
    Die Eingabe wurde als öffentliche Petition behandel t; die Mitzeichnungsfrist endete am
    29. Juli 2015. Die Petition hatte 18 Mitzeichnungen .

    Der Petitionsausschuss des Landtags Rheinland-Pfalz hat in seiner nicht-öffentlichen
    Sitzung am 29.09.2015 beschlossen, die Eingabe einv ernehmlich zu erledigen.Begründung (pdf)

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.