28 Unterschriften
Sammlung beendet
Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
Pflegefamilien übernehmen eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Sie geben Kindern, die nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können, ein stabiles Zuhause, oft über viele Jahre hinweg.
In der Praxis entstehen jedoch beim Übergang ins Erwachsenenleben erhebliche rechtliche Unsicherheiten – insbesondere beim Anspruch auf Kindergeld.
Wenn ein Pflegekind volljährig wird und erste Schritte in die Selbstständigkeit unternimmt, kann der Kindergeldanspruch rückwirkend aberkannt werden, wenn das Kind nicht mehr im Haushalt der Pflegefamilie lebt. Dies kann zu hohen Rückforderungen führen – selbst dann, wenn Pflegeeltern das Kindergeld vollständig an das Pflegekind weitergeleitet haben.
Die Folgen können gravierend sein: Rückforderungen von mehreren tausend Euro werden häufig durch Einbehaltung des laufenden Kindergeldes verrechnet. Dadurch sind auch andere Kinder in der Familie betroffen.
Viele Pflegeeltern handeln in solchen Situationen im Vertrauen auf die Beratung durch Behörden oder soziale Träger. Dennoch tragen sie am Ende allein das finanzielle Risiko
Begründung
Deshalb fordere ich:
- Klare und verpflichtende Beratung für Pflegefamilien über den Kindergeldanspruch beim Auszug volljähriger Pflegekinder
- Sozialverträgliche Regelungen bei Rückforderungen, wenn Pflegeeltern nachweislich keinen finanziellen Vorteil hatten
- Eine bessere rechtliche Absicherung von Pflegefamilien beim Übergang von Pflegekindern in die Selbstständigkeit
Pflegefamilien leisten einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft. Sie dürfen in solchen Situationen nicht allein gelassen werden.
Diese Petition soll dazu beitragen, auf eine bestehende Lücke im System aufmerksam zu machen und Pflegefamilien künftig besser zu schützen.
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Angaben zur Petition
Petition gestartet:
05.03.2026
Sammlung endet:
04.09.2026
Region:
Deutschland
Kategorie:
Bürgerrechte