Sehr geehrter Herr Senator Grote,

das Problem ist seit langem bekannt: Fuhlsbüttel wird mehr und mehr ein „Kundenparkplatz“ des Hamburger Flughafens. In den letzten Jahren hat sich diese Situation weiter verschärft. Aktuell sind nach eigenen Zählungen z. B. in der Etzestraße mehr als 50% der Parkplätze durch Langzeit Parker des Flughafens blockiert und stehen den Anwohnern nicht mehr zur Verfügung.

Wir fordern Sie, Herr Grote, auf, den Landesbetrieb Verkehr bzw. die zuständigen Ausschüsse anzuweisen, östlich der Alsterkrugchaussee, insbesondere im Dreieck Alsterkrugchaussee – Ratsmühlendamm – Erdkampsweg, eine Bewohnerparkzone einzurichten. Damit wir zuhause wieder einen Parkplatz finden.

Reason

Der Flughafen Hamburg konnte seine Passagierzahlen seit 2013 jedes Jahr um rund 1 Mio. Menschen erhöhen (www.hamburg-airport.de). Die zahlenmäßige Entwicklung der Stellplätze am Flughafen folgte dieser Entwicklung jedoch nicht (Bürgerschaftsdrucksache 21/3644 vom 22.3.2016).

Das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die „seit langem bekannte“ (Andy Grote in der BILD Hamburg 2008) Parkraumnot im Bereich Fuhlsbüttel: Die Anzahl der für die Anwohner zur Verfügung stehenden Parkplätze sinkt kontinuierlich. Weiter befördert wird diese Situation durch entsprechende „Tipps“ im Internet (www.killerwal.com).

Nach eigenen Zählungen (Beispiel: Etzestraße Okt. 2017) stehen mittlerweile, unabhängig von Wochentag und Uhrzeit, weniger als 50% der Parkplätze für die Anwohner zur Verfügung. Alle anderen sind durch Fahrzeuge mit Hamburg-fremden Kennzeichen besetzt.

Das Ergebnis ist ein akuter Parkraummangel, den die StVO als eine Situation definiert, in der „... die Bewohner des städtischen Quartiers regelmäßig keine ausreichende Möglichkeit haben, in ortsüblich fußläufig zumutbarer Entfernung von ihrer Wohnung einen Stellplatz für ihr Kraftfahrzeug zu finden.“ (VwV-StVO zu §45 Abs. 1 bis 1e)

Diverse Bürgereingaben zur Parkraumsituation an den Regionalausschuss Langenhorn – Fuhlsbüttel – Alsterdorf – Groß Borstel blieben bisher ohne Erfolg.

Der Landesbetrieb Verkehr, Abteilung Verkehrs-Management, kennt diese Situation, vermutet einen erheblichen Parkraummangel, kann aber nach eigenen Angaben ressourcenbedingt keine weiteren Schritte einleiten, um hier Abhilfe zu schaffen (schriftliche Stellungnahme an einen Bürger vom 25.9.2017).

Das örtliche Polizeikommissariat 34 findet die Begründungen für eine entsprechende Bürgereingabe ebenfalls nachvollziehbar und zutreffend (Mail der Abteilung Prävention und Verkehr des PK 34 vom 6.11.2017).

In der Sitzung des Regionalausschusses am 13.11.2017 wurde über alle Fraktionen hinweg einstimmig beschlossen, über den Weg der Bezirksversammlung den Senat aufzufordern, hier für Abhilfe zu sorgen.

Bitte unterstützen Sie aktiv diesen Beschluss.

Thank you for your support, Enno Dietrich from Hamburg
Question to the initiator

News

  • Liebe Freunde des Bewohnerparkens in Fuhlsbüttel,

    nun geht es los, die ersten Schilder stehen.

    Ich wünsche allen einen parkentspannten Sommer und verabschiede mich nun endgültig von allen Unterstützern, Freunden, Mitstreitern...

    Enno Dietrich

  • Liebe Freunde des Bewohnerparkens in Fuhlsbüttel,

    wir haben es geschafft: Das Hamburger Abendblatt meldet heute die Einrichtung aller 5 Bewohnerparkzonen rund um Fuhlsbüttel per 17. Juni 2019. Der Text des Artikels findet sich als PDF in der Anlage.

    Es war ein langer Weg vom Start der Petition im November 2017 bis zur Einrichtung der Bewohnerparkzonen im Juni 2019. 18 Monate Geduld, Dranbleiben und eine Unmenge von Gesprächen haben letztendlich zum Erfolg geführt.

    Ich danke an dieser Stelle allen Unterstützern der Petition, aber auch denen in den diversen Behörden, den berichtenden Medien und vor allem der Plattform www.openpetition.de. Ohne diese unabhängige und gemeinnützige Plattform hätten wir unser Anliegen nicht durchgebracht.... weiter

  • Liebe Freunde des Bewohnerparkens in Fuhlsbüttel,

    gerade angesichts der aktuellen Feriensituation wächst offenbar die Ungeduld und Unsicherheit: Mich erreichen zunehmend Fragen wie "Was ist denn nun?"

    Als Zwischenmeldung gibt es zu berichten:

    Die letztendliche Zustimmung der Behördenleitung lag auf der kürzlich vergangenen Versammlung im Gemeindehaus der Marienkirche noch nicht vor. Sie scheint aber sicher zu sein. Die Realisierung der Bewohnerparkzonen rechtzeitig zu den Bezirkswahlen und deutlich vor den Sommerferien haben sich offenbar alle fest vorgenommen. Noch im Juni sollen die Schilder stehen.

    Im Einzelnen ist tatsächlich viel geschehen:

    Der LBV (Landesbetrieb Verkehr) hat für eine vollständige Digitalisierung der Abwicklung... weiter

pro

Wir wären sehr dankbar für das Anwohnerparken. In unserer Straße Am Hasenberge parken neben Anwohnern und Besuchern: 1. Mitarbeiter der JVA 2. Besucher der JVA 3. Pendler, die mit der S-Bahn weiter in die Stadt fahren 4. Dauerparker, die vom Flughafen aus in den Urlaub starten. Letzteres hat massiv zugenommen und stört uns am meisten. Da kommen Familien und andere teils spät nachts oder morgens sehr früh an, laden ihr Gepäck in ein bestelltes Taxi um und lassen uns ihr Auto für eine bis drei Wochen vor unserer Haustür stehen.

contra

Ich wohne seit Jahrzehnten ins Fuhlsbüttel und ich kenne das Problem mit den Urlaubsparkern. Ich kenne aber noch vielmehr das generelle Problem mit dem Parken, rund um den Markt. Es gibt nur eingeschränkt Parkplätze und nun soll ich auch noch dafür bezahlen, dass ich in der Nähe meines Wohnortes parke. Ich muss während der Marktzeit den Heschredder oder den Ratsmühlen-damm nutzen. Was machen meine Besucher, die länger als 3 Stunden bleiben. Hat mal jemand versucht auf der LBV Seite informationen zu bekommen. ich bin da im Nirvana gelandet, Herr Dietrich, alles nicht zuende gedacht.