Wir setzen uns dafür ein und fordern, dass der geflüchtete Cherif Camara ein Aufenthaltsrecht in Deutschland bekommt. Wir unterstützen den für Cherif Camara eingereichten Härtefallantrag bei der Härtefallkommission des Landes Baden-Württemberg und bitten die Härtefallkommission und den Landesinnenminister um eine für Cherif positive Entscheidung. Wer wie Cherif unter Lebensgefahr und der Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Sicherheit nach Deutschland geflohen ist, sich bemüht hier Fuß zu fassen, das heißt: deutsch zu lernen und bereits zu sprechen, sich um seine Arbeit und seine Kollegen und Freunde zu bemühen und alles einsetzt, um ein eigenständiges, menschenwürdiges Leben führen zu können, darf nicht abgeschoben werden.

Bleiberecht für Cherif Camara!

Begründung

Cherif, ein 34Jähriger Flüchtling

Als sich seine persönliche Situation und Lebensumstände in Gambia zuspitzten und er um Leib und Leben fürchten musste, floh er und stellte im September 2014 einen Asylantrag in Deutschland. Trotz des laufenden Asylverfahrens und des voraussichtlich negativen Entscheids setzte Cherif von Anfang an, alles daran, sich eine eigene Existenz aufbauen zu dürfen. Seit Anbeginn seines Aufenthaltes hier in Deutschland verfolgte er sein großes Ziel, ein selbstbestimmtes, unabhängiges Leben zu führen.

Bereits im August 2015 begann er zu arbeiten und im November gleichen Jahres zog Cherif in eine eigene kleine Wohnung und ist seither nicht mehr auf staatliche Unterstützung angewiesen. Im Gegenteil, er ist stolz darauf, dem Land, das ihm und seinen Schicksalsgenossen so großzügige Hilfe zuteilwerden ließ, etwas zurückgeben zu können.

Schon kurz nach seiner Ankunft in Bad Wurzach begann Cherif sich in das soziale Miteinander einzubringen: Während des Aufenthalts in der Containerunterkunft für Asylsuchende in Bad Wurzach half er den Ehrenamtlichen des Helferkreises Treffpunkt Asyl e.V. ein friedliches und von gegenseitiger Hilfe geprägtes Miteinander zu gestalten. Er beteiligte sich auch an verschiedenen ehrenamtlichen Projekten, z.B. ging er ins Altenheim und half dort aus, gab in einer Realschule einen Trommelworkshop oder besuchte Schulklassen, wo er den Schülern zugewandt und offen Rede und Antwort über das Flüchtlingsdasein stand.

Da ihm aufgrund seiner Herkunft und der damit einhergehender ungünstigeren Bleibeperspektive der Zugang zu professionellen, staatlicherseits angebotenen Sprach- und Integrationskursen verwehrt war, nahm er an ehrenamtlich initiierten Sprachkursen mit Erfolg teil.

Durch seine eigenen Bemühungen knüpfte er schnell Kontakte in Bad Wurzach und brachte sich, wo er eine Gelegenheit fand, in die Gesellschaft ein. Nach nunmehr dreieinhalb Jahren hat Cherif in Bad Wurzach fußgefasst, ein neues Zuhause, viele Freunde und eine Zukunft gefunden. Er lebt mittlerweile mit seiner deutschen Partnerin in einer gemeinsamen Wohnung und möchte sich hier weiter eine Existenz in Sicherheit und Frieden aufbauen. Seit Mai 2017 ist Cherif auch im Besitz seines deutschen Pkw-Führerscheins, auf den er auch sehr stolz ist. Durch die Ablehnung seines Asylantrags wird nun, alles, was Cherif sich hart erarbeitet hat zunichtegemacht.

Daher fordern wir: Bleiberecht für Cherif Camara!

Wir appellieren deshalb an alle Menschen guten Willens, diesen jungen Menschen durch ihre Unterschrift unter diese Online-Petition zu unterstützen! Helfen Sie mit, dass Cherif die Chance auf das, was wir in Deutschland eigentlich als selbstverständliches Anrecht für uns in Anspruch nehmen, nämlich ein sicheres, friedliches Leben in unserem Land bekommt und nicht in ein nach wie vor politisch instabiles, von Korruption und teilweise ungesühnter Selbstjustiz geprägtes Land zurückgezwungen wird, wo er, aufgrund von Diskriminierung, vorherrschenden kriminellen Machenschaften und fehlenden rechtsstaatlichen Strukturen um Leib und Leben bangen muss.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Murielle Willburger aus Bad Wurzach
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Neuigkeiten

Pro

Wie wichtig es ist sich für Menschlichkeit einzusetzen. Menschlichkeit endet nicht an meiner Haustüre, endet nicht an meiner Ortsgrenze und schon gar nicht an einer Ländergrenze. Menschlichkeit endet leider zu oft im Herzen. Ich wünsche sowohl Herr Camara als auch Frau Willburger alles Gute für die Zukunft und das sie sich nie von der fehlenden Menschlichkeit Einzelner von ihrem Weg abbringen lassen werden. Viel Glück!

Contra

Wirtschaftsmigranten aufzunehmen ändert nichts an den Zuständen in deren Heimatländern und viele andere bekommen diese Chance nicht. Und das ist auch gut so. Diese Länder sind wegen ihren Einwohnern und ihrer Kultur, Politik, sowie Arbeitsmoral im desaströsen Zustand. Migranten aus diesen Ländern aufzunehmen bringt deren Probleme zu uns.