Region: Germany

Brillen und Zahnspangen: Vollwertige Kassenversorgung statt hoher Eigenkosten

Petition is addressed to:
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

24 Signatures

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24 from 30,000 for quorum in Germany Germany

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  1. Launched 25/07/2026
  2. Time remaining > 4 months
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Petition addressed to: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Wir fordern den Deutschen Bundestag auf, die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung für medizinisch notwendige Sehhilfen und kieferorthopädische Behandlungen deutlich zu verbessern.

  • Für Kinder und Jugendliche soll eine vollständige, alltagstaugliche Grundversorgung übernommen werden. Dazu gehören bei Brillen neben den medizinisch notwendigen Gläsern auch ein robustes Standardgestell, bruchsicheres Material sowie eine einfache Entspiegelung und Hartbeschichtung.
  • Bei medizinisch notwendigen Zahnspangen soll die genehmigte Regelversorgung vollständig und ohne Vorfinanzierung durch die Eltern bezahlt werden. Notwendige Maßnahmen zur Stabilisierung des Behandlungsergebnisses sollen ebenfalls Teil der Kassenleistung sein.
  • Erwachsene sollen bei einer ärztlich festgestellten Fehlsichtigkeit einen verbindlichen und regelmäßig angepassten Zuschuss zu einer medizinisch notwendigen Standardbrille erhalten. Menschen mit geringem Einkommen sollen besonders berücksichtigt werden.

Rein kosmetische Sonderwünsche, Designerfassungen oder Luxusleistungen sollen weiterhin selbst bezahlt werden können. Gutes Sehen und eine medizinisch notwendige Behandlung von Zahn- und Kieferfehlstellungen dürfen jedoch nicht vom Einkommen abhängen.

Reason

Gutes Sehen und eine medizinisch notwendige Behandlung von Zahn- und Kieferfehlstellungen sind keine Luxusleistungen. Sie beeinflussen Bildung, Arbeit, Sicherheit, Kommunikation und gesellschaftliche Teilhabe. Trotzdem enthält die gesetzliche Versorgung deutliche Lücken. Kinder und Jugendliche haben zwar grundsätzlich Anspruch auf Sehhilfen, die Kosten eines Brillengestells sind nach § 33 SGB V jedoch ausdrücklich ausgeschlossen. Erwachsene erhalten eine Sehhilfe normalerweise nur bei sehr starker Fehlsichtigkeit, schwerer Sehbeeinträchtigung oder bestimmten therapeutischen Indikationen. Eine gewöhnliche, aber dennoch zwingend benötigte Brille muss daher meist vollständig selbst bezahlt werden.

Auch bei Zahnspangen besteht nicht grundsätzlich eine vollständige Kostenfreiheit. Bei einer genehmigten kieferorthopädischen Behandlung müssen Familien zunächst 20 Prozent der Kosten vorfinanzieren. Dieser Anteil wird erst nach einem erfolgreichen Abschluss der Behandlung zurückgezahlt. Behandlungen unterhalb der festgelegten Schweregrade sowie zahlreiche Zusatz- und Stabilisierungsleistungen können vollständig privat zu bezahlen sein. Für Familien mit mehreren Kindern, Menschen mit geringem Einkommen und Personen mit regelmäßig wechselnder Sehstärke können daraus erhebliche finanzielle Belastungen entstehen. Gleichzeitig lassen sich weder Fehlsichtigkeit noch medizinisch relevante Zahn- und Kieferfehlstellungen durch eine bewusste Lebensführung einfach vermeiden. Ich halte es deshalb für falsch, dass eine notwendige und alltagstaugliche Grundversorgung vom Einkommen abhängt. Die gesetzliche Krankenversicherung sollte keine Designerfassungen oder rein kosmetischen Behandlungen finanzieren. Sie muss aber sicherstellen, dass medizinisch notwendige Sehhilfen und kieferorthopädische Behandlungen für alle Menschen tatsächlich zugänglich sind.

Deshalb fordere ich eine transparente und finanzierbare Standardversorgung: vollständige Übernahme einer alltagstauglichen Kinderbrille, ein angemessener Zuschuss zu medizinisch notwendigen Sehhilfen für Erwachsene, keine Vorfinanzierung genehmigter Zahnspangenbehandlungen sowie eine bessere Absicherung medizinisch begründeter Grenzfälle und notwendiger Stabilisierungsmaßnahmen.

Thank you so much for your support, Daniel Fenzl, Grattersdorf
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Petition details

Petition started: 07/25/2026
Collection ends: 01/24/2027
Region: Germany
Topic: Health

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News

  • Es gibt einen wichtigen neuen Zwischenstand:

    Mein Anliegen zur besseren Kostenübernahme bei medizinisch notwendigen Brillen und kieferorthopädischen Behandlungen ist inzwischen beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages eingegangen.

    Ich habe dazu eine offizielle Eingangsbestätigung mit Aktenzeichen erhalten. Das bedeutet noch keine Entscheidung und auch keine Unterstützung durch den Bundestag – aber das Anliegen ist damit nun formal im parlamentarischen Verfahren erfasst und soll weiter bearbeitet werden.

    Parallel dazu habe ich in den vergangenen Wochen zahlreiche Fachverbände, Patientenvertretungen und Institutionen des Gesundheitswesens kontaktiert.

    Mehrere Rückmeldungen zeigen inzwischen ein ähnliches Bild:
    Grundlegende Verbesserungen der Leistungsansprüche können nicht von einzelnen Krankenkassen, Fachverbänden oder dem G-BA allein vorgenommen werden. Für eine echte Ausweitung der gesetzlichen Leistungen ist letztlich der Gesetzgeber zuständig.

    Genau deshalb ist der Eingang beim Petitionsausschuss für mich ein wichtiger Schritt.

    Die Petition selbst steht aktuell bei 23 Unterschriften. Das ist noch wenig, aber jede zusätzliche Unterstützung erhöht die Sichtbarkeit und das politische Gewicht des Anliegens.

    Mir geht es weiterhin nicht um Luxusleistungen, Designerbrillen oder rein kosmetische Behandlungen. Es geht um eine medizinisch notwendige, alltagstaugliche und sozial ausgewogene Grundversorgung.

    Vielen Dank an alle, die bisher unterschrieben, geteilt oder das Thema weitergetragen haben.

    Bitte unterstützt die Petition weiterhin und teilt sie, wenn ihr die Forderung nachvollziehen könnt.

  • In den vergangenen Tagen habe ich zahlreiche Sozial-, Familien- und Fachverbände sowie Institutionen des Gesundheitswesens angeschrieben und um eine fachliche Einordnung meiner Petition gebeten.
    Inzwischen liegen mehrere konkrete Rückmeldungen vor – und sie zeigen vor allem eines: Die Frage nach einer besseren und sozial ausgewogeneren Versorgung mit medizinisch notwendigen Brillen und kieferorthopädischen Behandlungen ist keineswegs abwegig.
    Die Geschäftsstelle des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten teilte mir mit, dass Hinweise zu solchen systemischen Fragen für die politische Arbeit bedeutsam seien und meine Vorschläge für die weitere politische Arbeit aufgenommen würden. Eine aktive Unterstützung einzelner Petitionen ist der Stelle aus rechtlichen Gründen allerdings nicht möglich.
    Auch der Berufsverband der Augenärztinnen und Augenärzte Deutschlands hat ausführlich geantwortet und die bestehende Rechts- und Versorgungslage erläutert. Eine organisierte Unterstützung fremder Initiativen gehört zwar nicht zur Verbandsarbeit, gleichzeitig wurde das Thema ausdrücklich als wichtig bezeichnet.
    Der Verbraucherzentrale Bundesverband erklärte, dass er sich grundsätzlich für einen verlässlichen Zugang zu notwendigen Gesundheitsleistungen, möglichst geringe Eigenanteile bei medizinisch notwendigen Leistungen und Hilfsmitteln sowie transparente Informationen über Kosten und Leistungsansprüche einsetzt. Auch dort werden einzelne Petitionen jedoch grundsätzlich nicht aktiv unterstützt.
    Besonders wichtig für den weiteren Weg waren die Rückmeldungen der Patientenvertretung beim Gemeinsamen Bundesausschuss und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.
    Beide Stellen haben klargestellt, dass grundlegende Leistungsansprüche für Sehhilfen gesetzlich geregelt sind und weder der G-BA noch die KBV diese eigenständig ausweiten können. Für eine grundlegende Verbesserung der Leistungsansprüche ist daher vor allem der Gesetzgeber zuständig.
    Genau dort werde ich nun weiter ansetzen.
    Als nächstes sollen gezielt Mitglieder des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages und weitere gesundheitspolitische Entscheidungsträger mit dem Anliegen konfrontiert werden.
    Mir ist dabei weiterhin wichtig: Es geht nicht um Designerbrillen, kosmetische Sonderwünsche oder Luxusleistungen. Es geht um eine zeitgemäße, medizinisch sinnvolle und alltagstaugliche Grundversorgung – insbesondere für Kinder und Familien.
    Vielen Dank an alle, die die Petition bisher unterstützen, weitergeben oder sich an der Diskussion beteiligen.
    Jede zusätzliche Unterschrift hilft dabei, dem Anliegen mehr Gewicht zu geben.
    Bitte teilt die Petition weiter, wenn ihr die Forderung unterstützt.

Why people sign

Die Kosten werden nach und nach immer mehr.

Als Vater finde ich es nicht gerecht, dass eine alltagstaugliche Brille oder eine medizinisch notwendige kieferorthopädische Behandlung für Familien zu einer erheblichen finanziellen Belastung werden kann. Gutes Sehen und eine gesunde Entwicklung dürfen nicht vom Einkommen abhängen. Deshalb unterstütze ich diese Petition und fordere eine zeitgemäße, verlässliche Kassenversorgung statt hoher Eigenkosten.

Weil ich eine große Tochter habe welche eventuell bald eine Zahnspange benötigen würde.

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