• Von: Nicht öffentlich
  • An: Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags
  • Region: Deutschland mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 63 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Bundesstraßen - Streichung des vierstreifigen Ausbaus der B 12 zwischen Buchloe und Kempten aus dem BVWP 2030

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Mit der Petition wird die Streichung des vierstreifigen Ausbaus der Bundesstraße 12 zwischen Buchloe und Kempten aus dem Bundesverkehrswegeplan 2030 gefordert.

Begründung:

Beim Teilprojekt B012-G010-BY-T02-BY für den BundesVerkehrsWegePlan 2030 handelt es sich um die Erweiterung der Bundesstraße 12 zwischen Kaufbeuren und Buchloe auf 4 Spuren. Laut den Daten des Projektinformationssystems PRINS handelt es sich um 15,8 Kilometer für die Gesamtprojektkosten von 75 Millionen Euro prognostiziert werden. Vor 10 Jahren – im Jahr 2006 – wurden im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung -Voruntersuchungen für den „2+1“-Ausbau der Bundesstraße B 12 zwischen Kempten und Buchloe in Auftrag gegeben. Anlass für diesen Ausbau der zweispurigen B-12 waren die bessere Anbindung des Allgäus an die Ballungsräume Augsburg und München, die stärkere Verkehrsbelastung (1970: 5600 Fahrzeuge pro Tag > 2010: 15275 Kfz/Tag) und die Beseitigung von Unfallschwerpunkten. Im Sommer 2011 - also vor 5 Jahren - wurde der langersehnte "2+1"-Ausbau des Bauabschnitts zwischen Buchloe und Kaufbeuren abgeschlossen. Mit diesem Ausbau kam man dem Ausbauziel (bessere Anbindung des Allgäus an die Metropolregionen Augsburg und München, Beseitigung von Unfallschwerpunkten, usw.) näher. Kaum sind 5 Jahre vergangen , wird mit den gleichen Argumenten wie damals der 4-spurige Ausbau gefordert. Als neue Pro-Ausbau-Argumente werden angeführt: A) "In den Überholabschnitten können zwar die LKWs überholt werden, jedoch ist der Autofahrer am Ende der Überholmöglichkeit gezwungen, weiter den LKW-Kolonnen zu folgen." - Diese Erkenntnis hat allen Beteiligten hoffentlich schon vor den Planungen zum "2+1"-Ausbau vorgelegen. Es handelt sich um einen altbekannten Verkehrssachverhalt. B) "Aggressive Überholvorgänge am Beginn und Ende der Dreistreifigkeit beeinträchtigen die Verkehrssicherheit erheblich." - Die Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit ist ein subjektiver Faktor. Um die Verkehrssicherheit objektiv beurteilen zu können, ist es ratsam, die Unfallstatistik auf dieser Strecke zu betrachten. Und da sieht es nicht ganz so katastrophal aus: Laut dem Leiter des staatlichen Straßenbauamts Kempten ist die B 12 kein Unfallschwerpunkt.In einem Zeitungsartikel werden einige Fakten genannt: "Zuletzt ereigneten sich auf der B12 durchschnittlich um die 190 Unfälle im Jahr, rund ein Drittel davon waren Wildunfälle. Zwischen 2011 und 2015 kamen elf Menschen ums Leben, 72 wurden schwer verletzt. Setzt man das in Relation zu den knapp 17.000 Fahrzeugen täglich, ergibt das - so heißt es bei der Polizei - unter den Landstraßen im Allgäu einen Platz im Mittelfeld." Die Unfallzahlen und der Vergleich mit anderen Straßen ist folglich kein zwingendes Argument für einen 4-spurigen Ausbau. Angesichts des erfolgreichen Abschlusses des "2+1"-Ausbaus der B 12 im Jahr 2011 ist die Forderung nach einem 4-spurigen Ausbau übertrieben und verkehrstechnisch verzichtbar

15.07.2016 (aktiv bis 08.09.2016)


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