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Bild zur Petition mit dem Thema: Appell: Charta 2017 - Zu den Vorkommnissen auf der Frankfurter Buchmesse 2017 Appell: Charta 2017 - Zu den Vorkommnissen auf der Frankfurter Buchmesse 2017
  • Von: Susanne Dagen mehr
  • An: Börsenverein des Deutschen Buchhandels
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Kultur mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Sammlung beendet
  • 7.820 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Petitionen, bei denen der Empfänger der Petition nicht ermächtigt ist in der Sache des Petitionsanliegens zu entscheiden, werden nicht öffentlich gelistet und die Unterstützer werden darauf hingewiesen.

Für den Empfänger der Petition ist die Meinungsfreiheit ein hohes Gut. Der Börsenverein hat sich bewusst dafür entschieden den Verlagen Antaios, Manuscripum/TUMULT Stände anzubieten. Der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, Alexander Skipis, hat sich explizit von den Angriffen auf die Stände distanziert und spricht sich aktiv für die Meinungsfreiheit aus.

Appell: Charta 2017 - Zu den Vorkommnissen auf der Frankfurter Buchmesse 2017

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Die Vorkommnisse auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse machen deutlich, wie widersprüchlich es in unserem Land zugeht: wie unter dem Begriff der Toleranz Intoleranz gelebt, wie zum scheinbaren Schutz der Demokratie die Meinungsfreiheit ausgehöhlt wird. Wenn ein Branchen-Dachverband wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der Buchhandlungen und Verlage vereint, darüber befindet, was als Meinung innerhalb des Gesinnungskorridors akzeptiert wird und was nicht, wenn gar zu »aktiver Auseinandersetzung« mit missliebigen Verlagen unter Nennung ihrer Standnummer aufgerufen wird und diese dann im »Kampf gegen Rechts« beschädigt und ausgeräumt werden – dann ist unsere Gesellschaft nicht mehr weit von einer Gesinnungsdiktatur entfernt. Die Vorkommnisse auf der Frankfurter Buchmesse, auf der Stände von Verlagen, deren programmatische Ausrichtung der Börsenverein vorab als nicht gutzuheißendes »Gedankengut« deklarierte, zerstört wurden, passen nicht zu einer offenen und toleranten Gesellschaft und sind eines freien Geisteslebens unwürdig. Die Erstunterzeichner der Charta 2017 wehren sich entschieden gegen jede ideologische Einflussnahme, mit der die Freiheit der Kunst beschnitten wird. Wehret den Anfängen – für gelebte Meinungsfreiheit, für ein demokratisches Miteinander, für respektvolle Auseinandersetzungen!

Begründung:

Nach den Vorkommnissen auf der Frankfurter Buchmesse (Zerstörung und Diebstahl der Bestände von den Ständen der Verlage Antaios, Manuscriptum/TUMULT) scheint es uns längst an der Zeit, gemeinsam ein Zeichen für das hohe Gut der Meinungsfreiheit zu setzen. Wir haben Buchhändler, Autoren und Publizisten gebeten, bei dieser Charta als Erstunterzeichner öffentlich aufzutreten. Unterzeichnen nun auch Sie!

Erstunterzeichner: Amoghli, Parviz, Autor Baranj, Robert, Buchhändler Bernig, Jörg, Autor Beisswenger, Kai, Autor Bormann, Michael, Buchhändler Dagen, Susanne, Buchhändlerin Drieselmann, Kristina, Stasimuseum Berlin Drieselmann, Jörg, Stasimuseum Berlin Drechsler, Wolfgang, Publizist Friedrich, Jörg, Autor Gerlich, Siegfried, Autor Gruber, Bettina, Autorin Hennig, Sebastian, Publizist Hoercher, Jan, Kritiker Klonovsky, Michael, Autor Krause, Axel, Maler und Grafiker Kulke, Ulli, Publizist Lengsfeld, Vera, Publizistin Letsch, Roger, Publizist Maaz, Hans-Joachim, Publizist Matussek, Matthias, Publizist Meschnig, Alexander, Publizist Mohr, Volker, Autor Rachowski, Utz, Autor Schacht, Ulrich, Autor Schwilk, Heimo, Publizist Stephan, Cora, Autorin Straub, Eberhard, Autor Tellkamp, Uwe, Autor Vahlefeld, Markus, Autor Wawrzinek, Bert, Antiquar Wendt, Alexander, Autor

Quellen: www.boersenverein.de/1378506/?t=newsletter_tnl www.freitag.de/autoren/der-freitag/es-ist-nicht-ansteckend www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=69440 www.welt.de/kultur/literarischewelt/article169656233/Es-ist-das-Worst-Case-Szenario-einer-Buchmesse.html

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Dresden, 16.10.2017 (aktiv bis 15.04.2018)


Neuigkeiten

nach juristischer Auslegung ist der Begriff Raub nicht haltbar, ersetzt durch den Begriff Diebstahl Neue Begründung: Nach den Vorkommnissen auf der Frankfurter Buchmesse (Zerstörung und Raub Diebstahl der Bestände von den Ständen der Verlage Antaios, ...

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Debatte zur Petition

PRO: Demokratie und Rechtsstaatlichkeit als wichtigste Staatsstrukturprinzipien des Grundgesetzes sind zur Zeit in großer Gefahr. Dies betrifft besonders die Meinungsfreiheit. Sie gehört zur "Luftröhre der Demokratie" (so der frühere Verfassungsrichter Hoffmann-Riem ...

PRO: In einer echten Demokratie muss jeder alles sagen können! Es gibt kein Recht auf „nicht beleidigt sein zu können“. Wenn ich mit einer Äußerung nicht einverstanden bin, dann kann ich mir diese anhören und gegebenenfalls widersprechen. Die Meinung eines ...

CONTRA: Auf der Bühne in Frankfurt stand auch ein gewisser Mario Alexander Müller, der nach meiner Recherche mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sein soll. https://www.mz-web.de/halle-saale/hausfriedensbruch-uni-halle-erstattet-strafanzeige-gegen-identitaere-24875680 ...

CONTRA: Auf dem Buchmesse-Stand war u.a. Dr. Caroline Sommerfeld auf der Bühne, die in ihrem Artikel 'Klassenfahrt mit Soros' bei der neurechten 'Sezession' Schülerbesuche im KZ Auschwitz kritisiert. Sie wundert sich, dass der ungarische Holocaust-Überlebende ...

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