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Bild zur Petition mit dem Thema: Das Café Konnex muss bleiben! Das Café Konnex muss bleiben!
  • Von: Soziokultureller Verein Memmingen e.V.
  • An: Stadt Memmingen
  • Region: Memmingen mehr
    Kategorie: Soziales mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
    Sprache: Deutsch
  • Sammlung beendet
  • 332 Unterstützende
    111 in Memmingen
    Sammlung abgeschlossen

Das Café Konnex muss bleiben!

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Vor kurzem haben wir die Kündigung unserer Vereinsräume von der Kulturwerkstatt Memmingen e.V. bekommen. Die Räume hat unser Verein (Soziokultureller Verein Memmingen e.V.) seit April 2016 angemietet. Es gab keinerlei ernstzunehmende Versuche uns die Kündigung zu erklären, oder Gründe hierfür aufzuzeigen. Dies wollen wir so nicht hinnehmen!

Das Café Konnex steht für ein Zusammensein ohne Ausgrenzung, Diskriminierung und Profitstreben. Das ist leider keine Selbstverständlichkeit, es gibt nicht viele solcher Orte. Die Kombination aus den unterschiedlichsten kulturellen und politischen Aktivitäten, die hier im letzten Jahr stattfanden, ist das was das Konnex einzigartig macht. Das geben wir nicht so einfach auf. Wir werden alle politischen und rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen um innerhalb des Komplexes „Kulturwerkstatt“ weiter zu arbeiten.

Wir gehen hier nicht so einfach raus. Das Konnex ist gut wie es ist und soll so bleiben

Deshalb: Unterzeichnet diese Petition, wendet euch an den Kulturwerkstatt e.V. und den Stadtrat. Kommt am Freitag vorbei, habt Spaß und beteiligt euch an unseren Aktionen.

Wir halten euch auf dem Laufenden, Infos findet ihr auf unserer Facebook Seite „Café Konnex“.

Begründung:

In Kooperation mit dem Kulturwerkstatt Memmingen e.V. starteten wir Anfang April 2016 das Projekt Café Konnex in deren Räumlichkeiten. Mit Diskussionsrunden und Gesprächsabenden immer Freitags im Café Konnex haben wir eine Plattform für soziokulturelle Gruppen/Initiativen und Einzelpersonen geschaffen. In einer Stadt wie Memmingen mangelt es weder an Kneipen, Bars oder Clubs noch an gewöhnlichen Cafés oder Restaurants. Allerdings fehlte lange Zeit ein Projekt, das Kultur und vor allem die alternative Kultur, über Profit stellt. In vielen Einrichtungen, die sich der Kultur verschrieben haben, geht es letztlich nur darum, den höchstmöglichen Gewinn zu erwirtschaften. Nicht aber im Café Konnex. Hier geht es darum, so vielen Menschen wie möglich einen Raum zu geben, sich zu entfalten. Wie das funktioniert? Der Soziokulturelle Verein Memmingen e.V., der das Café Konnex betreibt, ist eine sogenannte Non-Profit-Organisation, was bedeutet, dass es nicht das Ziel des Vereins ist, sich an den Projekten zu bereichern, sondern Bürgern und Bürgerinnen dieser Stadt einen Raum/Rahmen zu bieten, der ohne Mieten oder Eintrittsgelder zur Verfügung steht. Dadurch erhalten auch andere Vereine die Chance das Café Konnex zu nutzen um beispielsweise Vorträge, Filmabende, Ausstellungen oder andere Veranstaltungen zu organisieren, ohne unter finanziellem Druck von Mietzahlungen zu stehen. Dieses Konzept ist in Memmingen einzigartig und darf nicht sterben. Durch das offene Café jeden Freitag von 18:00 – 00:00 Uhr bietet der Soziokulturelle Verein Memmingen e.V. die Möglichkeit für Treffen, Austausch oder ein paar Stunden in netter Gesellschaft. Mit dem Café Konnex wurde ein Ort geschaffen, an dem jeder Mensch willkommen ist – und dies unabhängig von Religion, Aufenthaltsstatus, sozialer Herkunft und Einkommen. Allen wird die Chance gegeben, am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilzunehmen. Wir stehen für ein Zusammensein ohne Diskriminierung oder Ausgrenzung. Warum Wird das Café Konnex in Memmingen dringend benötigt? Wir stehen für eine weltoffene und solidarische Gesellschaft, die erst noch wachsen muss. Dazu ist es notwendig allen Menschen und insbesondere jungen Menschen näher zu bringen, dass Politik auch Partizipation bedeutet, dass es auch oder eben gerade in einer Demokratie notwendig ist kritische Stimmen zu erheben. Es ist hervorzuheben, dass Jugendkultur und politische Partizipation diesbezüglich nicht einen unbedacht aggressiven Aktionismus und gewaltvollen Protest meinen, sondern das Vertreten eines politischen Denkens, das eine gleichberechtigte und menschenwürdige Behandlung aller Menschen in der Gesellschaft mit einbezieht. Es geht demnach darum, Aufklärung zu leisten und Informationen über die politische Situation lokal und weltweit an die Hand zu geben um ein »Politisches Bewusstsein« und ein »Über-den-Tellerrand-schauen« schon bei jungen Menschen zu fördern. Weiterführend ist zu sagen, dass Politik schon immer ein integrativer Bestandteil von Kunst und Kultur war. In diesen Bereichen ist es möglich, politische Themen, Problematiken und Missstände auf eine ganz besondere Weise zu bearbeiten, aufzuzeigen und zu kritisieren. Nach wie vor würden wir unsere Energien gerne in das Projekt Kulturwerkstatt stecken. Die Angebotsvielfalt, die durch das Konstrukt Kulturwerkstatt möglich ist liegt uns am Herzen. Unser Konzept basiert auf der Inklusion aller weltoffenen Bürger und Bürgerinnen. Daher wollen wir auch kulturelle Veranstaltungen, die Menschen jeden Alters und jeder Couleur ansprechen. Leider wird uns das durch den momentanen Vorstand des Kulturwerkstatt Memmingen e.V. sehr schwer gemacht. Was haben wir neben dem Café bisher gemacht? Neben der einwöchigen Ausstellung »Asyl ist Menschenrecht« zu der wir alle Schulen aus Memmingen und Umgebung eingeladen haben, gab es auch immer wieder kleinere Ausstellungen wie beispielsweise die aktuelle Bilderwand zu Afghanistan im Café. Desweiteren gab es einige Vortragsabende, Workshops (unter anderem zu den Themenkomplexen sexuelle Gleichberechtigung und Rechtspopulismus), Leseabende, Filmvorführungen (u.A. in Kooperation mit dem Frauenhaus Memmingen) und Konzerte. Welche Kooperationen haben wir aufgebaut? In unseren Aktivitäten legen wir auch großen Wert auf die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren. Es bestehen Kooperationen mit der Caritas Asylsozialberatung, dem Verein Mitanand e.V. und anderen regionalen Projekten. In der konkreten Planung sind gemeinsame Projekte mit dem Landestheater Schwaben und seiner Initiative »Heimat der Träume«, sowie dem Bernhard Striegel-Gymnasium im Rahmen des Q Projekts zum Themenkomplex unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Insgesamt wurden und werden unsere Angebote sehr gut angenommen.

Wir hoffen unsere Ausführungen untermalen sowohl die Notwendigkeit als auch Förderungswürdigkeit unseres Projektes und wünschen uns eine transparente und konstruktive Kommunikation mit allen verantwortlichen Stellen. Das Café Konnex muss bleiben!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Ottobeuren, 10.02.2017 (aktiv bis 09.05.2017)


Debatte zur Petition

PRO: Meiner Meinung nach ist es extrem wichtig Engagement für ein gutes Zusammensein zu zeigen. Wir gelten als Ja-Sager, nur immer der Herde hinterherlaufen. Hier wird pro und contra debattiert. Weiter so!

Noch kein CONTRA Argument.
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Petitionsverlauf

Woher kamen Unterstützer

Unterstützer Betroffenheit