Am 30.6.2015 legte die Stadtverwaltung Delitzsch unter Vorsitz des Oberbürgermeisters Manfred Wilde dem Stadtrat eine Beschlußvorlage vor, welche das sogenannte Stadtentwicklungskonzept (INSEK) Fachteil "Brachen" legitimieren sollte. Zu unser aller Erstaunen fand sich neben alten DDR-Ruinen und herrenlosen Gebäuden auch unser städtisches Freibad wieder. Die Verwaltung gibt an, Zitat: Das Elberitzbad ist im jetzigen Zustand nicht mehr ökonomisch nutzbar. Es ist durch die Schadensbilder unattraktiv und technisch nicht mehr zeitgemäß. Es besteht eine erhöhte Unfallgefahr... Zitat Ende.

Parallel zu dieser Stadtratssitzung tummelten sich bei nahezu 30°C hunderte Menschen in dieser, nunmehr als Brache deklarierten Einrichtung mit "erhöhter Unfallgefahr" und nur wenige Wochen vor der Oberbürgermeisterwahl präsentierte die Leipziger Volkszeitung noch eine Grafik zum Umbau einer künftigen Allwetterhalle am jetzigen Standort, welches überall in Delitzsch sehr begrüßt wurde. Zur Sitzung am 30.06. bezeichnete OBM Wilde diese Grafik als Zitat: "Fantasiegebilde der LVZ".... Zitat Ende. Eine sehr merkwürdige Aussage, welche vor der Wahl zum OBM nicht getroffen wurde und sich Manfred Wilde über seine wahren Absichten in Schweigen hüllte.

Der Hintergrund dieser Absicht ist die Opferung des einzigsten Delitzscher Freibades auf dem Altar der Fördermittel für die künftige Wohnraumgestaltung privilegierter Interessierter. So gibt die Stadt als planerische Zielsetzung bei einer möglichen Aufgabe des Standortes die Nachnutzung der Flächen zur Wohnbebauung an. Nur dem Widerstand einiger weniger Stadträte (unter anderem der FWG) ist es zu verdanken, daß das Elberitzbad vor Beschlußfassung vorerst aus dem Brachenkatalog gestrichen wurde. Mit der großen Mehrheit von CDU und einzelner Ratsmitglieder der anderen Parteien, wird die Stadtverwaltung jedoch ihr Ziel durchsetzen, wenn sich nicht ein demokratischer Widerstand der Delitzscher Gesellschaft dagegenstellt. Wir fordern daher: Das Elberitzbad bleibt am alten Standort erhalten, wird saniert und entsprechend der haushälterischen Möglichkeiten bzw. unter Akquirierung von Sponsoren zum Allwetterbetrieb um- und ausgebaut.

Begründung

Immer mehr Freizeiteinrichtungen fallen seit Jahren den stadtplanerischen Zielsetzungen der Stadtverwaltung zum Opfer. Delitzsch ist weder für den Tourismus, noch für Gewerbeansiedler oder für die Verwurzelung der Jugend attraktiv, welches der demographisch, katastrophalen Lage geschuldet ist. Um jeden Spielplatz wird gekämpft, nur eine zentralisierte Jugendeinrichtung existiert noch und zur Freizeitgestaltung können die Delitzscher nur noch via PKW oder Bahn nach Leipzig, Bitterfeld-Wolfen oder an den Badestrand nach Schladitz fahren.

Während viel Geld in die Sanierung der historischen Altstadt, als besonderes Anliegen des ehemaligen Museumsdirektors Manfred Wilde geflossen ist, bleiben die Stadtkassen für Freizeiteinrichtungen, Jugendstätten und Tourismus geschlossen. Alles Mögliche wurde geplant und vorgestellt aber nie umgesetzt. Wir verlassen uns nicht mehr auf die waghalsigen Versprechungen der Stadtverwaltung auf ein angemessenes Schwimmbad, da diese Geschichte bereits seit der Wende existiert und nunmehr ins Reich der Fabeln gehört.

Delitzscher können mitbestimmen und darum werben wir um ihre Online-Unterschrift, welche dann dem Oberbürgermeister im Stadtrat vorgelegt wird, damit dieser sich zum Erhalt des Standortes Elberitzbad bekennt und alles dafür unternimmt, damit wir dieses Bad, welches zur Geschichte der Lober- und Rosenstadt gehört, am traditionellen Standort erhalten.

Steffen Thies (Delitzscher, parteilos) Maik Scheffler (Stadtrat der großen Kreisstadt Delitzsch, Kreisrat in Nordsachsen, parteilos)

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Pro

Der Standort in der Elberitzmark ist aus folgenden Gründen als Freizeitzentrum zu favorisieren: 1. Es können Parkplätze auf dem ehemaligen PSV-Fußballplatz geschaffen werden, ebenso ein Bolzplatz für Kinder und ein Seniorenspielplatz. 2. Das Nichtschwimmerbecken kann zur alölwetterhalle mit Leerschwimmbecken umgebaut werden (ganzjährige Nutzung, u.a. auch für Gesundheitssport). 3. Alle in Rede stehenden Flächen befinden sich schon jetzt in städtischem Eigentum Wir nehmen Herrn Wilde seine Bitterfelder/Wolfener Herkunft nicht übel, aber er sollte wissen, wofür das Herz der Delitzscher schlägt.

Contra

Diesen maroden Geldfresser schützen? Eine Ganzjahreshalle ist doch perfekt, ich mein es sollte doch nun mal klar sein, dass die lfd Kosten mit Sicherheit die Einnahmen weit übersteigen. von den Griechen wird Sparen gefordert und hier ist man nichtmal willens eine super Alternative, welche sich sogar höchstwahrscheinlich rechnet, zu akzeptieren, sondern besteht weiter auf der Verschwendung öffentlicher Mittel. versteh ich nicht tut mir leid, vielleicht erklärts mir jemand :)