• Von: Michael Zimmermann
  • An: Manfred Schenk, Pirmasens
  • Region: Zweibrücken RLP
    Kategorie: Kultur mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 736 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Das ehemalige Zweibrücker Waisenhaus / Heinrich Hilgard Haus darf nicht weiter verfallen!!!

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Kurz und bündig, es eilt...
Der Eigentümer Manfred Schenk, beabsichtigte das denkmalgeschützte Hilgard Haus zu renovieren, wenn er dafür den Zuschlag zum Bau des Hilgard Centers erhält. Bis auf das neu eingedeckte Dach, wurde bis heute noch nicht mit den Renovierungsarbeiten im Gebäudeinnern und an den Außenfassaden begonnen, um dieses wieder Nutzbar zu machen, „worauf er sein Ehrenwort gab“.

Zur Vorgeschichte:
Nachdem die ehemalige Armaturenfabrik Pörringer & Schindler im Jahre 2003 durch Insolvenz schließen musste, plante die Zweibrücker Stadtverwaltung, auf dem Gelände ein Einkaufscenter zu errichten. Um das Bauvorhaben voran zu treiben, wurden 2005 Gespräche mit der Hanseatischen Grundbesitz- und Vermögensgesellschaft (HGV) geführt. Das Angebot für das Pörringer Gelände, beinhaltete ursprünglich auch das Hilgard Haus der damaligen Eigentümer Timmer und Steffensky, mit der Bedingung dieses renovieren zu lassen.
Das Gebäude wurde jedoch, bevor es zu dem gemeinsam geplanten Verkauf kam, von seinen Eigentümern, an den HGV-Mitbewerber Schenk aus Pirmasens verkauft. Dieser stellte den Medien zu folge nach dem Kauf in Aussicht, das vom Zweibrücker Ehrenbürger Heinrich Hilgard im Jahre 1894 der Stadt gespendete Waisenhaus renovieren und für eine Nutzung herrichten zu lassen, wenn er den Zuschlag zum Bau des Hilgard-Center bekommt.
Schließlich bekam der Pirmasenser Investor den Zuschlag, seine Absicht das Gebäude renovieren zu lassen, wurde allerdings nicht vertraglich festgehalten.
Bereits vor der Eröffnung des zwischen der Saarlandstrasse und dem Hilgardplatz entstandenen Hilgard-Center im Jahre 2007 wurde in den Medien über eine von Schenk geplante gewerbliche Nutzung des ehemaligen Waisenhauses berichtet.
2009 verkaufte Manfred Schenk das Einkaufscenter an Günther Lehmann aus Karlsruhe, das Hilgard Haus blieb weiter in seinem Besitz.

Bis auf das neu eingedeckte Dach, wurde bis heute noch nicht damit begonnen den Rest des Gebäudes zu renovieren und für eine Nutzung herzurichten, worauf er bei der Stadtverwaltung sein Ehrenwort gab. Bisher wurden nur verschiedene Erhaltungsmaßnahmen erledigt, dies stellt mittlerweile das Ehrenwort des Investors in Frage.
Die Untere Denkmalpflege der Stadt, steht seit Jahren in ständigem Kontakt mit dem Eigentümer, um mit ihm eine Einigung zu finden damit diese Angelegenheit endlich abgeschlossen werden kann. Die bisherigen Reaktionen des Investors waren leider nicht zufriedenstellend, er ließ bis heute nur die notwendigsten Reparaturen an dem Gebäude ausführen, auf die er immer wieder von der Stadtverwaltung hingewiesen werden musste.
Der Gebäudezustand verschlechtert sich unter anderem durch die vielen unbeheizten Wintermonate in den vergangenen Jahren sowie den vielen zerstörten Fensterscheiben, durch die es ins Gebäude hinein regnet, zusehends.
Des weiteren, sind die Fallrohre der Regenrinnen nicht am Kanalnetz angeschlossen, stattdessen sind diese im Bereich der Nord- und Ostseite des Gebäudes, mit ca. 2 bis 3 Meter langen PVC-Rohren verbunden die das Regenwasser in den Rasen leiten.
An der Westeseite fliest das Regenwasser direkt auf das Kopfsteinpflaster, auf der Südseite endet ein PVC-Rohr direkt vor dem Kellereingang.
Das im Erdreich versickernde Regenwasser, schadet dem Fundament das mit der Zeit immer feuchter wird, wodurch die Tragkräftigkeit des gesamten Gebäudes leidet. Durch das versickernde Regenwasser besteht auch die Gefahr, einer Unterspülung des Fundaments was zum absacken des Gebäudes führen kann..
Wenn man die Absicht hat ein Gebäude zu renovieren, ist es unverständlich wenn man diesem zuvor Schäden, die man unter umständen nicht mehr beheben kann zufügt!
Die Fallrohre müssen, „umgehend“ an das Kanalnetz angeschlossen werden, das die Kellerräume und das Fundament nicht noch mehr Schaden nehmen. Im direkten Anschluss muss das Fundament sowie das Mauerwerk mit entsprechender Entfeuchtungstechnik trocken gelegt werden.
Es ist dringend notwendig, das gehandelt wird bevor das Hilgard Haus noch größeren Schaden nimmt und irgendwann der Abriss droht!

Sollte sich an diesem Zustand, nichts in kürzester Zeit ändern, erweckt es den Anschein das damit beabsichtigt wird, dem Gebäude größeren Schaden zuzufügen um den Verfall zu beschleunigen.

Begründung:

Das ehemalige Waisenhaus zählt zu den wenigen historisch wertvollen Gebäuden Zweibrückens, das die Luftangriffe im 2. Weltkrieg unbeschadet überstand. Der Eigentümer Manfred Schenk darf dieses nicht noch weiter verfallen lassen. Jeder, der diese Petition unterschreibt, signalisiert ihm, dass wir Zweibrücker es nicht länger zulassen, dass unsere Stadtgeschichte um ein weiteres Stück zerstört wird.

Wir, die Interessengemeinschaft Zweibrücker Geschichte, bitten hiermit den Eigentümer das er sich umgehend um die genannten Regenwasserprobleme kümmert und gemeinsam mit der Stadtverwaltung Zweibrücken, eine vernünftige und für beide Parteien zufrieden stellende Lösung findet.
Anschließend darf dann endlich ein Ehrenwort eingelöst werden, um zu bestätigen, dass dieses auch von einem „Ehrenmann“ ausgesprochen wurde, was bis zum heutigen Tag leider NICHT der Fall zu sein scheint.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Zweibrücken, 11.04.2013 (aktiv bis 08.05.2013)


Neuigkeiten

Berichtigung einiger Angaben zum Kauf des Hilgard Hauses die uns falsch übermittelt wurden.Neu erhaltene Informationen über die Zustände und Schäden an dem Gebäude hinzugefügt.. Neuer Petitionstext: Kurz und Bündig, ES EILT!!! bündig, es eilt... ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Ich bin für den Erhalt des Gebäudes und das man so schnellst möglich handeln sollte. Es wäre schade das Gebäude einfach den Verfall zu überlassen, es ist ein sehr altes und schönes Gebäude das man hier in Zweibrücken sowieso kaum noch zu sehen bekommt.

Noch kein CONTRA Argument.
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Petitionsverlauf

Woher kamen Unterstützer

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