• Von: Catherine Ehm mehr
  • An: Landrat Patrik Lauer
  • Region: Landkreis Saarlouis mehr
    Kategorie: Soziales mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 97 Unterstützer
    58 in Landkreis Saarlouis
    Sammlung abgeschlossen

Das macht uns fassungslos! NEIN zur Kürzung! JA zur Jugendsozialarbeit in Saarlouis!

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Gegen die Kürzungen der Stellen in der Jugendsozialarbeit bei der Ev. Kirchengemeinde und bei der Kinder- und Jugendfarm in Saarlouis!

Worum geht es genau?

2 wichtige Stellen in der Jugendsozialarbeit gehen uns verloren.
Bei der Ev. Kirche und der Kinder-und Jugendfarm werden künftig 60% an Refinanzierung durch den Landkreis gestrichen. Das heißt, 40% wurden jeweils durch die Träger (auch durch die Stadt) finanziert und 60 % vom Kreis.

Was ärgert uns am meisten?

1.) Dass beide Institutionen erst in diesem Monat (März) durch die Zeitung von den Kürzungen erfuhren und somit im laufenden Kalenderjahr keine Möglichkeit mehr haben, die Stellen aufzufangen, da die Jahresbudgetierung abgeschlossen ist.

2.) Dass die Begründungen für die Kürzungen schleierhaft sind:

Kinder-und Jugendfarm:
"Lauer hatte diese Kürzung damit begründet, dass die Farm „landesweit ausgerichtet“ sei. Preßmar-Brun: „Vor ein paar Jahren strich uns das Land den Zuschuss, weil wir nur kreisweit ausgerichtet seien. Jetzt umgekehrt, es ist absurd.“

Ev. Kirche Saarlouis:
"... die Begründung von Landrat Lauer, warum gerade solche Stellen gekürzt würden: Es sei nicht Aufgabe des Kreises, kirchliche Jugendsozialarbeit zu fördern. Gerade das geschehe ja im Saarlouiser Modell nicht; die Begründung hinterlasse den Eindruck, mit dem Kreis-Geld werde „nicht redlich umgegangen.". Hier muss hinzugefügt werden, dass nur 20% der gesamten Kinder-und Jugendsozialarbeit kirchlichen Hintergrund haben (der auch von der Kirche finanziert wird, da 40% der Stelle von diesem Träger stammen) und der Rest der Allgemeinheit zur Verfügung steht und auch genutzt wird, wie neueste Zahlen zeigen.

3.) Dass Landrat Lauer argumentiert, diese Kürzungen führten zu einer passgenaueren Arbeit und weiterhin behauptet, dass er nicht glaubt, Einsparungen würden Verschlechterungen hervorrufen. Das wiederum klingt durchaus absurd, wenn man bedenkt, dass den Trägern durch die 'Nichtbenachrichtigung zur rechten Zeit' jegliche Grundlage genommen wurde, diese Stellen eventuell aufzufangen.

4.) Dass der Landrat jetzt einen Tag später in einer Stellungnahme behauptet, alle seien frühzeitig informiert worden und dass Saarlouis ja über dem Durchschnitt läge, was die soziale Arbeit betrifft. Diese Art der Argumentierung macht uns mehr als nachdenklich...

Was heißt das?

Die Träger werden die 60% nicht auffangen können und somit die beiden Stellen verlieren.
Das bestehende Programm der Kinder-und Jugendfarm ist durch einen hauptamtlichen Mitarbeiter allein kaum zu bewältigen und bei der Kirche entfiele die komplette Jugend-Sozialarbeit, die nach genaueren Recherchen zu 80% allen Jugendlichen offen steht und auch genutzt wird.



Quellen:
-http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarlouis/saarlouis/saarlouis/Saarlouis-Farmen-Finanzierungen-Jugendarbeit-Kirchen-und-Hauptorganisationen-einzelner-Religionen-Landraete-Nachrichten-Zeitungen;art447044,5684572
-http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarlouis/saarlouis/saarlouis/Kreis-Saarlouis-Jugendarbeit-Kosteneinsparungen-Kritik-Landraete;art447044,5687543
-http://www.kjf-saarlouis.de/farm/vorstellung.html
-http://www.evangelische-kirche-saarlouis.de/jugend/

Begründung:

Geehrte Damen und Herren,

vielleicht können Sie sich noch an die Zeiten auf der Jugendfarm erinnern oder eben an Sozialarbeiter, die Sie berührt, Ihnen geholfen oder Sie geprägt haben.

Sozialarbeit arbeitet nicht mit Zahlen, sie trägt nicht zu einem höheren Bruttoinlandsprodukt bei - nein sie verändert Menschen, sie bietet Möglichkeiten und Raum und fängt dort auf, wo es nötig ist. Sie ist das unsichtbare Netz unserer Gesellschaft, sie ist eine der moralischen Instanzen unseres Landes.

Wenn Sie nicht auch all das vermissen wollen....unterschreiben Sie unsere Petition.

Wir Kinder und Jugendlichen wollen nicht verzichten auf:
- Bezahlbare Stadtranderholungen
- Bezahlbare Ferienfreizeiten
- Jugendtreffs
- Einzelfallhilfe
- kostenlose Hausaufgabenhilfen (Fokus: Migrationshintergrund)
- Kino/Theaterprojekte
- Internationale Ferienangebote in Kooperation mit der französischen Organisation OFAJ
- Therapeutische Angebote der Kinder- und Jugendfarm
- Erlebnispädagogik
- Aktionen/Seminare Natur und Umwelt

Wir brauchen eine funktionierende Jugend-und Sozialarbeit in Saarlouis.
Diese Arbeit ist nicht mit Geld zu messen, diese Arbeit ist unbezahlbar. Hier haben wir Mitarbeiter, die sich ununterbrochen für das Wohl von Kindern und Jugendlichen einsetzen, die Raum bieten, Ansprechpartner sind und das eben auch für sozial schwächer Gestellte.
Es ist traurig, dass die Stellen tatsächlich gestrichen werden, wenn man bedenkt, dass bei anderen Projekten Milliarden unsinnigerweise vernichtet werden.

Nein - man sieht die Früchte nicht mit bloßem Auge, aber Herr Landrat, wir alle werden ernten, was Sie säen, wenn diese Arbeit stirbt.

You never walk alone...

Herzlichst,
die Kinder und Jugendlichen Ihres Kreises.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Saarlouis, 01.04.2015 (aktiv bis 30.06.2015)


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