Die Stadt Garbsen beabsichtigt den Badepark Berenbostel und das Hallenbad Planetenring abzureißen. Dafür sollte ein Zentralbad in der Neuen Mitte entstehen.

Dagegen protestierten und demonstrierten die Schwimmvereine, die Bürger und die SPD. Der SVG und DLRG sammelten knapp 6.000 Unterschriften und es folgten weitere Aktionen. Die Meinungsstimmen und die Bedürfnisse der Bürger wurden jedoch seitens der Stadtverwaltung missachtet.

Zwecks der Rettung des Badepark Berenbostel wurde der Freundeskreis Badepark Berenbostel e.V. gegründet. Wir fordern die Stadtverwaltung dazu auf, den Badepark zu erhalten und zu modernisieren (was den Neubau des Hallenbades auf dem vorhandenen Gelände einschließen würde). Wir bestehen zudem darauf, den gewählten Standort für den Neubau des Zentralbades in der Neuen Mitte einer nachhaltigen, von den Bürgern gewünschten Nutzung zuzuführen.

Begründung

Mit dem Neubau des Zentralbades in der Neuen Mitte reduziert sich derzeitige Wasserfläche um 75% (deren 25% verbleiben für 62.000 Bürger)! Die Sicherstellung des Schwimmunterrichts in der Schule kann dadurch nicht gewährleistet werden. Die Fertigstellung des Zentralbades ist für 2020 geplant. Dagegen sollte mit dem Abriss des Badepark Berenbostel in der nahen Zukunft begonnen werden.

Es gibt noch weitere Gründe die beiden Schwimmbäder bestehen zu lassen. Außerhalb des Zentrums ist die Stadt Garbsen strukturell sehr schwach entwickelt; es mangelt an diversen Angeboten. Mit dem Wegfall der Schwimmbäder werden die unterversorgten Stadtteile noch schlechter gestellt.

Garbsen, die zukünftige „Universitätsstadt“, braucht ein Ganzjahresbad mit Freibad!

Die beiden alten Schwimmbäder sind auf eigene Art und Weise einzigartig. Und so ist der Badepark Berenbostel: • Eine Anlaufstelle für alle Alters- und Einkommensgruppen, • Grüne Oase (ein schöner, schattiger Park mit einer Liegewiese und mit alten, schutzwürdigen Bäumen), • Im Besitz eines Freibades.

Gegen den Neubau des Zentralbades in der Neuen Mitte sprächen viele Argumente. Zu Problemen und Risiken, die unter anderem zu berücksichtigen wären, gehören: • Der Standort liegt zwischen einem Umspannwerk (Elektrosmog und hohe Brandgefahr) und einem Rückhaltebecken (z.B. Überschwemmungen und Ertrinkungsgefahr), • Der Standort befindet sich in einem ehemaligen Moor-Gebiet. Daher kollidierte das Vorhaben mit Niedersachsens Bestrebungen seine Moore zu renaturieren und Feuchtgebiete zu erweitern (unter anderem aufgrund des Amphibiensterbens), • An zwei Stellen in Garbsen wurde der Laubfrosch entdeckt (es besteht eine Unsicherheit darüber, ob der Laubfrosch ebenfalls hier angesiedelt ist). Gemäß Bundesnaturschutzgesetz ist dieser „streng geschützt“, • Aufgrund der anzunehmenden Schäden für die Pflanzen- und Tierwelt (z.B. alte Bäume und Wildvögel) entspräche das Bauvorhaben nicht der „Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“ des Bundesministeriums für Umwelt, • Grundwasserstände, • Das Leitungswasser der benachbarten Schrebergärten ist zum Verzehr ungeeignet. In dem Rückhaltebecken und weiteren Wassergräben sind rostfarbene Ablagerungen erkennbar (was auf Eisenbakterien hindeuten würde), • Schwermetalle und Bakterien in der Umwelt (aufgrund von Schlamm aus Kläranlage(n), Gülle und Pestiziden sowie Verkehr), • Lärm (von allen Seiten, Autobahn-Verkehr (A2)).

Die Sanierung von beiden Schwimmbädern wurde am 06.05.2013 beschlossen und dann wiederum mit dem Ratsbeschluss vom 12.10.2015 gefällt. Fertige Konzepte lagen vor und deren Finanzierung war ebenfalls gesichert.

Wir arbeiten daran, das bestehende Geschäftsmodell zu innovieren, und die vorhandenen Potenziale zielführend zu nutzen, um die Versorgungslücke bürgerfreundlich zu schließen. Ein grobes erstes Konzept liegt vor.

Weiterführende Informationen Zu dem Badepark Berenbostel und dem Freundeskreis Badepark Berenbostel e.V.: www.bad-freunde-garbsen.de/index.php/2016/01/26/gruende-fuer-den-erhalt-des-badeparks-berenbostel/ www.bad-freunde-garbsen.de/

Zu dem Zentralbad in der Neuen Mitte: www.haz.de/Hannover/Aus-der-Region/Garbsen/Nachrichten/Rat-beschliesst-Planung-fuer-ein-zentrales-Schwimmbad-in-Garbsen

Zu der Stadtentwicklung in der Neuen Mitte: www.haz.de/Hannover/Aus-der-Region/Garbsen/Nachrichten/Wie-geht-s-weiter-in-Garbsen-Mitte

Zu den Protestaktionen: www.sv-garbsen.de/index.php?option=com_content&task=view&id=297&Itemid=196

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Anna Maria Dabrowska aus Hannover
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    Vor der entscheidenden Ratssitzung am 12.12.16 wandte ich mich an die SPD- und AfD-Fraktionen im Stadtrat, indem ich unter anderem nochmals auf unsere Petition und diese Ausarbeitung aufmerksam machte.

    Dazu ein Zitat von Herrn Vorsitzenden der AfD-Fraktion, Manfred Kammler:

    "(...) Die AfD-Fraktion nimmt Ihre Petition als Ausdruck des Bürgerwillens wohlwollend zur Kenntnis (...)".

    In diesem Sinne sowie mit besten Grüßen

    Anna Maria Dabrowska

  • Verehrte Unterzeichnerinnen und Unterzeichner unserer Petition,

    am 25.11.16 übergab ich offiziell an Herr Bürgermeister Dr. Christian Grahl unsere Petition mit 2.168 Unterschriften, wovon 1.895 Unterschriften in Garbsen gesammelt wurden.

    Unser Sammelziel von 1.000 Unterschriften wurde zu 217% erfüllt.

    In der Anlage befanden sich die 569 handschriftlichen Unterschriften auf 61 Papier-Sammelbögen sowie die Stellungnahmen der Parlamentarier.

    Im Namen aller Unterzeichnerinnen und Unterzeichner bat ich Herr Bürgermeister darum, diese Petition im neugewählten Garbsener Stadtrat für die Entscheidung in der Bäderfrage zu berücksichtigen.

    Weitere Details:
    Am 07.12.16 wurde unsere Petition den Fraktionen im Landtag vorgestellt.

    Am 09.12.16 wurde diese dann mit der Ratspost an alle Mandatsträger verteilt.

    Zitat aus einer Rückmeldung von Herrn Vogel, des Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Rat:
    „(…) Seien Sie versichert, dass wir uns auch weiterhin im Sinne der Petition einsetzen (…)“.

    Mich für Ihre Unterstützung sowie Ausdauer nochmals bedankend,

    Anna Maria Dabrowska

Pro

Richtiger Standort, Familienfreundlich, keine Zerstörung der Umwelt (wie beim Bau des Zentralbades) schützenswerter Baumbestand, war bereits beschlossene Sache, Gegensteuern der falschen Politik in Garbsen, alles aus den Stadtteilen wegzunehmen und nur in die Garbsener Mitte zu plazieren

Contra

Ein neues Bad für alle. Seit Jahrzehnten werden die zahlenden Besucher immer weniger: Von 292.000 (1978) kamen 2015 gerade noch 83.000 in beide Stadtteilbäder. Städtischer Zuschuss: 17 Euro pro Eintrittskarte! Im künftigen Konzept gilt: erweiterte Öffnungszeiten für Schulen, Vereine und private Schwimmer – wirtschaftlich in einem Bad.