An den Vorstand der Deutschen Bahn AG: Sehr geehrter Herr Dr. Grube, Herr Dr. Lutz, Herr Weber, Herr Dr. Kefer, Herr Huber und Herr Pofalla,

in den Zügen der Deutschen Bahn AG kommt es zu Belästigungen von Fahrgästen durch betrunkene Fan-Gruppen. Während die Belästigung durch Lärm, Müll, Geruch und aggressive Grundstimmung alle Fahrgäste betrifft, erleben weibliche Fahrgäste zusätzlich verbale Übergriffe (z.B. in Form von sexistischen und gewalttätigen Schimpfwörtern) sowie sexuelle Übergriffe (z.B. in Form von aufgezwungenen intimen Berührungen). In folgendem Online-Artikel des ZEIT-Magazins beschreibt eine Frau die sexuellen Übergriffe, welche sie durch betrunkene Fußballfans in einem ICE erlebt hat:

www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2016-06/sexueller-uebergriff-deutsche-bahn-polizei

In ihren Online-Kommentaren zu diesem Artikel erzählen Leserinnen und Leser, dass sie das Reisen mit der Deutschen Bahn an Wochenenden vermeiden: Sie wollen einer gemeinsamen Fahrt mit alkoholisierten Fan-Gruppen aus dem Weg gehen.

Wir fordern Sie als Vorstand der Deutschen Bahn AG auf: Stellen Sie Schutz, Sicherheit und Komfort der Fahrgäste an die erste Stelle.

Begründung

Als Ihre Fahrgäste erwarten wir ein störungsfreies, angenehmes und sicheres Reisen. Ihre Züge haben für uns die Funktion eines öffentlichen Verkehrsmittels. Einzelne Gruppen nutzen diese jedoch für exzessives Feiern, ohne dass das Zugpersonal oder einzelne Polizistinnen und Polizisten dies bisher verhindern konnten.

Wir fordern von Ihnen das Ergreifen wirkungsvoller Maßnahmen, die jegliche Fahrgast-Belästigung durch betrunkene Gruppen (insbesondere sexuelle Übergriffe verbaler und tätlicher Art auf weibliche Fahrgäste) in Zukunft sicher verhindern.

Mit freundlichen Grüßen,

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützer/innen der Petition an die Deutsche Bahn AG,

    ich habe vor einigen Wochen ein zweites Telefongespräch mit Herrn Rischke, dem Leiter der Konzernsicherheit der Deutschen Bahn, führen können, um diesmal das Anliegen unserer Petition ausführlicher zu besprechen.

    Leider war dieses Gespräch enttäuschend. Herr Rischke ließ diesmal recht deutlich durchblicken, dass er und die Deutsche Bahn sich angesichts des Problems randalierender Fans eher hilflos sähen! Als öffentlich agierender Verkehrsbetrieb könne man nicht ganze Personengruppen (wie aggressive Fans) vom Fahrverkehr ausschließen. Von der Mitfahrt oder Weiterfahrt ausschließen könne man eine Person erst dann, wenn diese innerhalb des Zugs eine nachweisbare Straftat beginge. Gleichzeitig sei es dann bereits zu spät: Die betrunkenen Fußballfans seien meist in so großen Gruppen im Zug vorhanden, dass (ich habe ihn zumindest so verstanden:) das Zugpersonal oder einzelne Polizeibeamte dann nichts machen könnten!

    Von einem Alkoholverbot (wie es der Hamburger HVV eingeführt hat) hält Herr Rischke jedoch nichts, auch nicht von getrennten Zugabteilen für Fangruppen, um diese von den restlichen Fahrgästen zu trennen - oder von Sonderzügen.
    Er erinnerte mich daran, dass die DB ein Wirtschaftsunternehmen sei - was ich dahingehenf verstand, dass diese Maßnahmen vermutlich zu kostspielig seien oder unter den Fahrgästen zu unpopulär?

    Am Ende wird sich die Deutsche Bahn jedoch entscheiden müssen, wen sie als Wochenendkunden verlieren möchte: Jene Fahrgäste, die sich eine ruhige Fahrt wünschen und sich an die Regeln halten - oder jene, die das nicht tun.

    Für Ihre Unterschrift bedanke ich mich an dieser Stelle noch einmal abschließend - und möchte dazu aufrufen, dass jede/r einzelne von uns dranbleibt:

    Erinnern wir die Deutsche Bahn im Alltag immer wieder daran, dass wir an unseren Forderungen nach einer sicheren Fahrt festhalten:
    - Wir können Vorfälle melden, die während der Zugfahrt auftreten.
    - Wir können der DB schreiben, wenn sie uns wegen dieses Themas als Kunden verliert
    - Wir können unbequem bleiben.
    - Wir können mit anderen über dieses Thema sprechen.

    Das Thema "randalierende/aggressive Fußballfans" beschäftigt die DB aus rein wirtschaftlicher Sicht zur Zeit sehr stark. Doch auch wir friedlichen Fahrgäste sind als Kund/innen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor - erinnern wir sie so lange daran, bis sie es nicht mehr überhören können!

    Mit freundlichen Grüßen aus Hamburg,
    Bente Kristin Stephan

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition,

    der Leiter der DB-Konzernsicherheit hat uns geantwortet: Die Deutsche Bahn will den Eingang der Petition dazu nutzen, um das Thema "betrunkene Fangruppen in Zügen" gegenüber den Fußball-Vereinen neu zu thematisieren. Die DB wird mich dazu in den nächsten Wochen noch einmal kontaktieren, um zu fragen, ob unsere Petition auch den Verantwortlichen der Fußballverbände vorgelegt werden dürfe. In Absprache mit OpenPetition darf der Petitionstext weitergereicht werden, nicht aber unsere Unterschriften und Daten. Darauf werde ich achten!

    Anbei sende ich das Antwortschreiben von Herrn Rischke (DB-Konzernsicherheit) als pdf-Datei mit, so dass Sie es bei Interesse lesen können. Mich interessiert besonders der Punkt "Öffentliche Diskussion anregen", den Herr Rischke im vorletzten Absatz nennt. Offenbar hat die Deutsche Bahn ein aktuelles Interesse daran, die teils unzumutbaren Reise-Zustände nach Fußballspielen zu verändern - und scheint gerade nach Lösungen zu suchen.

    Mit Wünschen für ein schönes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr 2017,
    Bente Kristin Stephan, Hamburg

  • Sehr geehrte Unterstützer/innen der Petition,

    seit Samstag sind die ausgedruckten Unterschriftenlisten nun auf dem Postweg nach Berlin. Eine Stellungnahme der Deutschen Bahn AG (d.h. des Vorstands) habe ich angefordert. Sobald solch eine Stellungnahme eingeht, informiere ich Sie per openpetition.

    Mit besten Grüßen aus Hamburg,
    Bente Kristin Stephan

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Diese Petition sollte sich gegen die Polizei wenden, nicht gegen die Bahn, welche ein Personenbeförderungsdienstleister ist. Die öffentliche Sicherheit ist immer noch Aufgabe der Polizei.