Ziel dieser Petition ist eine deutschlandweite Legalisierung von Cannabis und dessen Produkten, sowohl für den alltäglichen Konsum als auch für den medizinischen Einsatz. Gefordert wird hiermit, dass in ganz Deutschland eine einheitliche Regelung gefunden wird, die den Konsum und Erwerb von Cannabis für jede Person ab 18 Jahren erlaubt und den Anbau sowie den Verkauf in staatlich zertifizierten Unternehmen regelt.

Es geht dabei nicht um ein Probeprojekt in einzelnen Städten oder vom Staat bzw. Gemeinden finanzierte Projekte oder Projekte für bestimmte Vereine oder Clubs, wie in letzter Zeit häufiger gefordert, sondern um die generelle und einheitliche Legalisierung in ganz Deutschland.

Begründung

In vielen anderen Ländern ist Cannabis schon legal oder geduldet, ob für den medizinischen Einsatz oder den alltäglichen Konsum z. B. In Teilen der USA, Kanada, den Niederlanden, Nordkorea, Uruguay usw. Auch zeigen neue Studien, dass das Potenzial von Cannabis größer ist als zuvor gedacht und dass zuvor angenommene Nebenwirkungen und Risiken geringer ausfallen.

Cannabis kann in der Medizin gegen eine Vielzahl von Beschwerden eingesetzt werden. Die Cannabis-Hauptwirkstoffe THC und CBD wirken bei Multipler Sklerose krampflösend, die Patienten haben deutlich weniger Spastiken, Krämpfe und Schmerzen. Er kann neuropathische Schmerzen (schmerzhafte Nervenschädigungen) deutlich lindern. Bei HIV- und Krebspatienten wirkt THC sowohl appetitanregend als auch entzündungshemmend. Außerdem verspüren AIDS-Patienten deutlich weniger Schmerzen. Cannabis hat eine stark bronchienerweiternde Wirkung, wodurch es auch bei Asthma-Beschwerden Wirkung zeigt. Aufgrund der stimmungsaufhellenden Wirkung kann Cannabis auch gegen Depressionen eingesetzt werde, es wirkt aber auch bei diversen Beschwerden, wie Übelkeit und Erbrechen.

Eine Abhängigkeit wie bei Alkohol, Nikotin oder anderen illegalen Drogen oder körperliche Abhängigkeit vom Wirkstoff THC existiert nicht! In Einzelfällen wird von Symptomen wie Schwitzen und vorübergehenden Schlafstörungen nach dem Absetzen des Cannabiskonsums berichtet. Diese verschwinden jedoch nach einigen Tagen.

Auch wurde in letzter Zeit durch mehrere Studien widerlegt, dass Cannabis eine Einstiegsdroge ist.

Zu Hirnschäden lässt sich sagen, dass nach dem derzeitigen Forschungsstand keine substantiellen Hirnschäden anzunehmen sind. Jedoch leidet die Hirnleistungsfähigkeit mit zunehmender Dauer und Intensität des Konsums. Dies macht sich bei Dauerkonsumenten in Form schlechterer Lern- und Gedächtnisleistungen bemerkbar. Bei Beendigung des Konsums verbessert sich dieses jedoch schnell und bleibt ohne weitere Folgen.

Bei langjährigem Cannabisrauchen kommt es kaum zu Einschränkungen der Lungenkapazität, im Gegensatz zum Tabakrauchen: Dieser führt bereits nach kurzer Zeit zu einer verminderten Lungenkapazität.

Aufgrund dieser Erkenntnisse sollte Cannabis legalisiert werden, da es im Vergleich zu legalen Drogen, wie Alkohol und Nikotin, nicht schädlicher ist, sondern noch medizinischen Nutzen mit sich bringt.

Durch den illegalen Konsum entgehen dem deutschen Staat jährlich Milliarden an Euro. Bei einer Legalisierung kann der deutsche Staat, wie bei Alkohol und Nikotin, eine Steuer erheben. Auch würde die Legalisierung in den Bereichen Anbau und Handel Arbeitsplätze schaffen.

Aufgrund der Wirkungen bei Jugendlichen sollte es jedoch, wie bei Nikotin oder Alkohol, erst ab 18 Jahren erhältlich sein. Auch sollte der private Anbau nur für den Eigengebrauch legalisiert und auf eine maximale Anzahl von Pflanzen beschränkt werden. Der Import sollte weiter verboten bleiben, denn nur so kann die Qualität gesichert werden.

Der Anbau sollte in staatlich zertifizierten Unternehmen erfolgen und auch der Handel sollte in staatlich zugelassenen Unternehmen durchgeführt werden. Nur so können der THC- und CBD-Gehalt genau bestimmt werden, wodurch sichergestellt wird, dass keine Verunreinigungen enthalten sind.

Diese Petition gilt für Cannabis in allen Formen, z. B. Marihuana, Haschisch sowie Cannabis-Öle und Auszüge.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Andreas Unger aus Hamburg
Frage an den Initiator
  • Sehr geehrte Unterstützerin, sehr geehrter Unterstützer der Petition "Deutschlandweite Legalisierung von Cannabis unter staatlicher Kontrolle",

    es gibt einen neuen Versuch, Cannabis bundesweit legalisieren zu lassen. Herr Wenzel Cerveny vom Cannabis-Verband Bayern und wir von openPetition möchten Sie bitten, die Petition mit Ihrer Unterschrift zu unterstützen.

    Hier finden Sie die Petition: openpetition.de/!CannabisLegal

    Im Folgenden die aktuelle Pressemitteilung vom CVB:

    PRESSE-INFO +++ Cannabis-Verband Bayern (CVB)+++ PRESSE-INFO

    Cannabis-Verband Bayern startet bundesweite Petition zur Legalisierung

    MÜNCHEN/BERLIN (ots) – Der Cannabis-Verband Bayern (CBV) hat eine bundesweite Petition zur völligen Legalisierung von Cannabis für Erwachsene ab 18 Jahren gestartet. „Jeder Bürger hat ein Recht auf Cannabis und auf Selbstanbau von Hanf“, forderte CBV-Vorsitzender Wenzel Vaclav Cerveny am Donnerstag in München. Die Petition wurde unter anderem auch am 1. Februar 2017 um 19 Uhr an der Universität Bayreuth vorgestellt.

    Der Petition zufolge soll Hanf aus den Anlagen des Betäubungsmittelgesetzes (§24a BtMG) gestrichen werden und grundsätzlich als landwirtschaftliches Produkt und Lebensmittel betrachtet werden. In einem zweiten Schritt soll das Jugendschutzgesetz (JuSchuG) dahingehend erweitert werden, dass Hanfprodukte mit einem THC-Gehalt über 0,2% erst ab 18 Jahren erworben und verkauft werden dürfen.

    Die Freigabe von Cannabis als Medizin für Schwerkranke auf Krankenschein in der vergangenen Woche ist für den CVB-Vorsitzenden der richtige Schritt, den Rohstoff Hanf aus der „Schmuddelecke“ zu holen. Er sieht den einstimmigen Beschluss des Bundestages in erster Linie als „Anbauverhinderungsgesetz“. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sei mit dem Gesetz dem Druck von Gerichten ausgewichen, die Schwerkranken den Anbau erlaubt hätten.

    Die Petition kann unter folgendem Link unterstützt werden: www.openpetition.de/petition/online/ja-zur-legalisierung-von-cannabis-in-deutschland-als-medizin-genussmittel-und-rohstoff

    Der Cannabis Verband Bayern (CVB) wurde im Frühjahr 2014 von Vaclav Wenzel Cerveny (55) als Dachorganisation von bayernweit 14 Cannabis Social Clubs (CSC) gegründet. Der Verband hat 2014 das bayernweite Volksbegehren „Ja zu Cannabis“ initiiert und rund 27.000 Unterschriften gesammelt. Das Bayerische Verfassungsgericht hat ein Volksbegehren aber abgelehnt. Im Juli 2015 hat der Verband die erste deutsche „CannabisXXL“-Messe in München durchgeführt. Nach über 80 Jahren der Prohibition wird es für Cerveny Zeit für die Re-Legalisierung von Hanf, der als eine der ältesten und vielseitigsten Kulturpflanzen der Menschheit gilt.

    Pressekontakt:

    Cannabis Verband Bayern, Wenzel Vaclav Cerveny, Burgstrasse 12, 80331 München, Tel. +49 157 380 99 383, E-Mail: cerveny@cannabis-verband.de.

    Pressebüro König, Josef König, Tel. 08561/910771, E-Mail: cannabis@koenig-online.de Internet: www.koenig-online.de/pressefach_cannabis_verband.html

Pro

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten Hanf zu nutzen wie z.B. Textil, Öl, Farben, hochwertiges Futtermittel für Tiere, Tierstreu, Seile, Garne, Schmierstoffe, Reinigungsmittel, Schreib- & Druckpapier, Verpackungen und vieles vieles mehr. Sogar Henry Ford baute 1941 ein "Hanf-Auto", es war stabiler als Stahl und wurde sogar, haltet euch fest, mit Hanföl betrieben. Dazu kommt noch das die Pflanze ein "Unkraut" ist und auch dem entsprechend schnell wächst. ;) Peace

Contra

Ich möchte davor warnen, die Folgen von mittel- u. langfristigem Konsum zu unterschätzen. Gerade auch bei noch nicht ausgereiften Persönlichkeiten kann der Gebrauch zu schweren psychischen Deformationen führen. Ich selbst habe das an mir und meinem damaligen Umfeld erfahren. Mir hat der Konsum (60er - 90er Jahre) viel Bereicherung beschert. Aber das mir daraus entstandene Leid wog das Positive, dass der Konsum unzweifelhaft auch in sich birgt, nicht auf. Nach dem ersten Konsum sucht man immer die Wiederholung des positiven "Universums", trifft aber leider all zu oft auch auf hässliche Welten.