Region: Göttingen
Science

Die Geschlechterforschung (Gefo) in Göttingen vor der Schließung retten!

Petition is directed to
Fakultätsrat der Sozialwissenschaftlichen Fakultät; Georg-August-Universität Göttingen
3,886 Supporters
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  1. Launched 02/07/2022
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Am 06.07.22 und 27.07.22 berät der Fakultätsrat der Sozialwissenschaftlichen Fakultät an der Georg-August-Universität über die Zukunft des Studienganges Geschlechterforschung (Gefo).

Innerhalb der letzten Sitzungen des Fakultätsrats ist dabei leider deutlich geworden, dass dort einige Stimmen der Gefo kritisch gegenüberstehen und die Studiengänge (Bachelor und Master) am liebsten einstampfen wollen.

Das wollen wir verhindern!

Unter anderem mit dieser Petition wollen wir dem Fakultätsrat deutlich machen, wie wichtig Menschen innerhalb und auch außerhalb Göttingens der Erhalt der beiden Gefo-Studiengänge ist. Darüber hinaus planen wir im Raum Göttingen weitere konkrete Aktionen.

Wir gehen auf die Straße!

Am 26.07. ab 12:00 Uhr möchten wir für den Erhalt der Geschlechterforschung und gegen die Sparmaßnahmen der Uni demonstrieren. Jeder Mensch zählt, also erscheint zahlreich und bringt gerne noch mehr Leute mit!

News: Zukunft der Geschlechterforschung

Der Fakultätsrat hat sich nun für den Erhalt des Gefo-Bachelorstudiengangs, die Zusammenlegung des Gefo-Masterstudiengangs mit dem Diversitätsforschungs-Master (unter einem neuen Namen) sowie der Schaffung einer eigenen Professur für sozialwissenschaftliche Geschlechterforschung ausgesprochen. Allerdings hat der Fakultätsrat diese Entscheidung an die Bedingung geknüpft, dass das Land Niedersachsen und/oder das Universitätspräsidium sich finanziell an diesem Vorhaben beteiligen.

Als Fachgruppe Geschlechterforschung begrüßen wir den Beschluss des Fakultätsrats, da er die Notwendigkeit einer Professur für die Geschlechterforschung unterstreicht. Allerdings sind wir uns auch im Klaren darüber, dass diese Entscheidung ohne finanzielle Unterstützung wenig wert sein wird. Sollten von Seiten des Präsidiums und/oder des Landes keine entsprechenden Mittel zur Verfügung gestellt werden, steht der Beschluss schlimmstenfalls im September wieder zur Debatte und es ist fragwürdig, ob dann erneut im Sinne des Studiengangs gestimmt wird. Mit der Entscheidung des Fakultätsrats ist die Gefo somit noch nicht über den Berg. Wir werden uns weiter für den Erhalt und eine eigene Professur stark machen. Wir sehen nun die entsprechenden Stellen in der Verantwortung, Position zu beziehen, sich für den Erhalt und den Ausbau der Geschlechterforschung auszusprechen und dementsprechend zu handeln. Wir hoffen sehr, dass sich die entsprechenden Instanzen jetzt ihrer finanziellen Verantwortungen stellen, damit die Verhandlungen vorangehen und wir am Ende nicht wieder von vorne anfangen müssen.

Wir möchten herzlich allen danken, die uns bisher so unermüdlich unterstützt haben!

Reason

Themen wie Gleichberechtigung und (Anti-)Diskriminierung, die den Hauptfokus des Studienganges Geschlechterforschung darstellen, sind hochaktuell und von großer gesellschaftlicher und politischer Bedeutung. Es wäre deswegen ein fatales Signal, einen oder mehrere Gefo-Studiengänge an der Universität Göttingen abzuschaffen.

Göttingen ist als Standort aufgrund seiner Lage und Infrastruktur sowie der dort besonders aktiven queeren Szene ausgesprochen attraktiv für Studierende. Darüber hinaus ist Göttingen neben Oldenburg der einzige Standort im Bundesgebiet, der einen eigenständigen 2-Fächer-Bachelor in der grundständigen Lehre anbietet.    

Die enorm hohe Auslastung der Gefo-Veranstaltungen an der Uni Göttingen belegt jedes Semester aufs Neue, dass genderbezogene Themen über die Grenzen der damit assoziierten Studiengänge und der Fakultät hinaus ein großes Interesse bei Studierenden wecken. Die Gefo-Studiengänge stellen damit eine hervorragende Plattform für den fruchtbaren Austausch von Gedanken, Ideen und Meinungen zwischen Studierenden mit verschiedensten fachlichen Hintergründen dar. Somit ist die Geschlechterforschung an der Universität Göttingen auch im Hinblick auf deren interdisziplinäre Ausrichtung von entscheidender Bedeutung.

Es liegt jetzt an uns allen, dem Fakultätsrat zu demonstrieren, wie wichtig uns die Geschlechterforschung hier am Standort Göttingen ist und was für eine verheerende Außenwirkung dieser regressive Schritt hätte!

News

Bei der Geschlechterforschung handelt es sich um eine interdisziplinäre Einordnung des Konzepts von Geschlecht, wie es in Geschichte, Kultur, Biologie, Psychologie und Politik dargestellt und verstanden wird. Dies ist dringend nötig als noch vergleichsweise faktenorientierte Basis für die immer wieder entflammende Diskussion über Geschlecht in der aktuellen Gesellschaft.

Die Geschlechterforschung ist erfundener Quatsch von Kulturmarxisten. Am schluss sollen wir zu Identitätslosen Robotern werden, die leicht regierbar sind. Die perversen Urväter der Frühsexualisierung waren zB Mc Kinsey, der kranke versuche mit unschuldigen machte.

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