Education

Philosophische Teilmodule für die Kulturwissenschaft

Petition is directed to
Uni Koblenz, Institut für Kulturwissenschaft/ Institut für Philosophie
73 Supporters 59 in Rheinland-Pfalz
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  1. Launched November 2018
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Seit dem Sommersemester 2018, gilt für die neueren Jahrgänge die neue Prüfungsordnung im Fach Kulturwissenschaft an der Universität Koblenz. Dabei hat sich etwas in den drei Kernprofessuren des Transdisziplinären Studienganges geändert: Die Professur Philosophie wurde durch die der Politikwissenschaft ersetzt. Dadurch wurde der Studiengang an neuen Veranstaltungen und enorm wichtigen Themen bereichert. Aber soll das jetzt zwangsläufig heißen, dass wir künftig in eben diesem TRANSDISZIPLINÄREN Studiengang auf eine der ältesten und wichtigsten Geisteswissenschaften verzichten müssen?

Wie kann es sein, dass ein Studiengang über die Köpfe der Studenten hinweg so radikal verändert wird? Haben wir uns nicht eigentlich auf einen anderen Studiengang beworben? Und möchten nicht vielleicht auch die neuen Jahrgänge von den wichtigen Gedankengängen, die außerdem unsere Politik nachhaltig beeinträchtigte, profitieren, sie teilen oder kritisch hinterfragen? Deshalb fordern wir, dass wir wieder Zugang zu philosophischen Veranstaltungen bekommen, indem im Modulhandbuch Teilmodule aus dem Institut Philosophie mit aufgenommen werden.

Reason

Was ist eigentlich Kulturwissenschaft? Oder besser gesagt: Was macht die Kulturwissenschaft in Koblenz überhaupt aus? Nun, wir haben hier das Privileg einen Einblick in sehr viele Teilbereiche der Geisteswissenschaften zu erhalten. Davon kann die Forschung nur profitieren, da man unterschiedliche Perspektiven kennenlernt und so eine klar ausdifferenzierte Sicht auf Forschungsfragen und soziokulturelle Phänomene erhält. Daher ist es sehr schade, dass wir keine Möglichkeit mehr haben, weitere Einblicke in die philosophische Perspektive zu erhalten.

Wir wollen den Politikwissenschaftlichen Schwerpunkt keineswegs verlieren. Aber wieso verknüpft man beides nicht mit einander, denn das Eine schließt das Andere doch nicht aus. Außerdem ist es nicht von der Hand zu weisen, dass die Philosophie unsere Politik nachhaltig beeinflusst hat. Staatstheorien, Moral, die existentiellen Fragen über Religion, Gott, sprich die Metaphysik und so viele, weitere, spannende Teilbereiche der Philosophie warten auf uns. Schon im ersten Semester unseres Jahrganges war klar, dass viele Studenten inspiriert wurden durch jenes Fach und eine neue Leidenschaft entwickelt haben. Und macht nicht genau das auch das Studium aus? Leidenschaften entwickeln, Erfolg durch intrinsische Motivation und das Entdecken spannender, wissenschaftlicher Erkenntnisse und Themenfelder?

Das Argument, man könne sich ja schließlich auch immer in philosophische Veranstaltungen freiwillig dazu setzen, ist hinfällig, da man sich die Veranstaltungen nicht anrechnen lassen kann. Studieren bedeutet immerhin auch ein hohes Maß an Zeitorganisation und wenn man in der Woche schon mit drei Texten, die man lesen und einen, den man selbst schreiben muss beschäftigt ist, fehlt einfach die Zeit sich mal so eben noch freiwillig mit anderen Veranstaltungen zu beschäftigen, die einen zwar leidenschaftlich interessieren, jedoch niemals angerechnet werden können. Wir möchten auch nicht einfach so Philosophie studieren, sofern das nun der Rat der anderen Seite sein sollte.

Wir möchten, dass die Philosophie wieder zugänglich für die Kuwis gemacht wird, denn die großen Denker und das philosophische Denken selbst sind auch Teil unserer Kultur und wir wollen diesen wichtigen Teil der Gesellschaftswissenschaften nicht verlieren. Sollte es nicht eigentlich Ziel sein, dass die Studenten eine Prüfungsleistung freiwillig und aus Leidenschaft und Interesse machen wollen und dies nicht tun, nur um ECT´s zu sammeln, weil sie es müssen? Wir haben uns vor einem Jahr auf das Fach Kulturwissenschaft mit den Schwerpunktmöglichkeiten Ethnologie, Medienwissenschaft und Philosophie beworben und auch, wenn das Institut Philosophie sich aus guten Gründen von der Kulturwissenschaft getrennt hat, wäre es doch der Wunsch vieler Studenten trotzdem noch daran teilhaben zu können.

Thank you for your support, A.H. from Koblenz Rübenach
Question to the initiator

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