Seit dem Sommersemester 2018, gilt für die neueren Jahrgänge die neue Prüfungsordnung im Fach Kulturwissenschaft an der Universität Koblenz. Dabei hat sich etwas in den drei Kernprofessuren des Transdisziplinären Studienganges geändert: Die Professur Philosophie wurde durch die der Politikwissenschaft ersetzt. Dadurch wurde der Studiengang an neuen Veranstaltungen und enorm wichtigen Themen bereichert. Aber soll das jetzt zwangsläufig heißen, dass wir künftig in eben diesem TRANSDISZIPLINÄREN Studiengang auf eine der ältesten und wichtigsten Geisteswissenschaften verzichten müssen?

Wie kann es sein, dass ein Studiengang über die Köpfe der Studenten hinweg so radikal verändert wird? Haben wir uns nicht eigentlich auf einen anderen Studiengang beworben? Und möchten nicht vielleicht auch die neuen Jahrgänge von den wichtigen Gedankengängen, die außerdem unsere Politik nachhaltig beeinträchtige, profitieren, sie teilen oder kritisch hinterfragen? Deshalb fordern wir, dass die Philosophie wieder mit in unseren Studiengang aufgenommen wird!

Begründung

Was ist eigentlich Kulturwissenschaft? Oder besser gesagt: Was macht die Kulturwissenschaft in Koblenz überhaupt aus? Nun, wir haben hier das Privileg einen Einblick in sehr viele Teilbereiche der Geisteswissenschaften zu erhalten. Davon kann die Forschung nur profitieren, da man unterschiedliche Perspektiven kennenlernt und so eine klar ausdifferenzierte Sicht auf Forschungsfragen und soziokulturelle Phänomene erhält. Aber wieso sollte die Philosophie als Teilbereich all dessen plötzlich ausgeschlossen werden?

Wir wollen den Politikwissenschaftlichen Schwerpunkt keineswegs verlieren. Aber wieso verknüpft man beides nicht mit einander, denn das Eine schließt das Andere doch nicht aus. Außerdem ist es nicht von der Hand zu weisen, dass die Philosophie unsere Politik nachhaltig beeinflusst hat. Staatstheorien, Moral, die existentiellen Fragen über Religion, Gott, sprich die Metaphysik und so viele, weitere, spannende Teilbereiche der Philosophie warten auf uns. Schon im ersten Semester unseres Jahrganges war klar, dass viele Studenten inspiriert wurden durch jenes Fach und eine neue Leidenschaft entwickelt haben. Und macht nicht genau das auch das Studium aus? Leidenschaften entwickeln, Erfolg durch intrinsische Motivation und das Entdecken spannender, wissenschaftlicher Erkenntnisse und Themenfelder?

Das Argument, man könne sich ja schließlich auch immer in philosophische Veranstaltungen freiwillig dazu setzen, ist hinfällig, da man sich die Veranstaltungen nicht anrechnen lassen kann. Studieren bedeutet immerhin auch ein hohes Maß an Zeitorganisation und wenn man in der Woche schon mit drei Texten, die man lesen und einen, den man selbst schreiben muss beschäftigt ist, fehlt einfach die Zeit sich mal so eben noch freiwillig mit anderen Veranstaltungen zu beschäftigen, die einen zwar leidenschaftlich interessieren, jedoch niemals angerechnet werden können. Wir möchten auch nicht einfach so Philosophie studieren, sofern das nun der Rat der anderen Seite sein sollte.

Wir möchten, dass die Philosophie ein gleichwertiger Teil der Kulturwissenschaft ist, denn die großen Denker und das philosophische Denken selbst sind auch Teil unserer Kultur und wir wollen uns das nicht nehmen lassen. Sollte es nicht eigentlich Ziel sein, dass die Studenten eine Prüfungsleistung freiwillig und aus Leidenschaft und Interesse machen wollen und dies nicht tun, nur um ECT´s zu sammeln, weil sie es müssen? Wir haben uns vor einem Jahr auf das Fach Kulturwissenschaft mit den Schwerpunktmöglichkeiten Ethnologie, Medienwissenschaft und Philosophie beworben und wir wollen es nicht akzeptieren und einfach hinnehmen, dass uns nun ein so vielseitiger Schwerpunkt genommen wird.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, A.H. aus Koblenz Rübenach
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Warum Menschen unterschreiben

  • am 25.11.2018

    Philosophie ist ein wichtiger Teil des Studiengangs.

  • am 25.11.2018

    Weil die Philosophie zu den kulturwissenschaftlichen Forschungen dazugehört, ob politisch, soziologisch, medienwissenschaftlich oder sogar ethnologisch: sie hat immer dazugehört und sie sollte immer noch Teil der Kuwi sein!

  • Ursula Näther Nastätten

    am 24.11.2018

    Weil mein Enkel Kulturwissenschaften studiert. Er war begeistert von dem Fach und ich bin der Überzeugung, daß es eine gute Grundlage für dieses Studium bildet.

  • am 23.11.2018

    Die Philosophie wird als Disziplin innerhalb der Kulturwissenschaft vorgestellt. Dann müssen auch Veränderungen angeboten werden.

  • am 23.11.2018

    Philo muss da einfach rein.

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