Bei Dressurprüfungen der Klassen E und A im Gebiet des Pferdesportverbands Hannover, die zu zweit geritten werden, soll die Version des ‚Gegeneinander-Reitens’ wieder zulässig sein. Den Veranstaltern soll es freigestellt sein, in die Ausschreibung "Gegeneinander geritten’ oder "Hintereinander geritten" aufzunehmen.

Reason

Da aufgrund der gewöhnlich sehr hohen Zahl von Nennungen im E- und A-Bereich ein Einzelreiten dieser Prüfungen aus Zeitmangel selten möglich ist, wurde über Jahrzehnte hinweg das "Gegeneinander-Reiten" praktiziert, das einen nahezu störungsfreien Ritt von zwei Teilnehmern zur gleichen Zeit ermöglicht. Diese Durchführungsform gibt den Reitern die Möglichkeit, ihr Pferd in der Prüfung optimal vorzustellen, ohne durch die eventuellen Tempounterschiede oder Lektionsfehler des anderen Teilnehmers behindert zu sein. Die Pflicht zum ‚Hintereinander-Reiten’ bringt viele Nachteile mit sich: - Ein zu langsames Vorderpferd behindert das Hinterpferd in der optimalen Vorstellung seiner Gangarten. Ohne hellseherische Fähigkeiten ist es vor Beginn der Prüfung selten möglich, sicherzustellen, dass das „schnellere“ Pferd als Vorderpferd geht. - Die Aufgabe kann nicht dem Aufgabenheft gemäß ausgeführt werden, da Lektionen, die in der Einzelaufgabe an einem bestimmten Punkt auszuführen sind, beim Abteilungsreiten nur von einem der Teilnehmer an diesem Punkt geritten werden können. Hierdurch ergibt sich z.B., dass ein Angaloppieren von einem der Teilnehmer auf einer gebogenen Linie ausgeführt wird, während der andere Reiter dies zur gleichen Zeit auf einer geraden Linie ausführen muss. Dadurch ergeben sich ungleiche Anforderungen für die einzelnen Teilnehmer. - Besonders junge Pferde, die ein Abteilungsreiten nicht gewöhnt sind, regen sich durch das Hinterhergehen auf (man kennt das Problem aus zahlreichen Siegerehrungen), und ein ordentlicher Ablauf der Vorstellung kann nicht erfolgen. - Weiterhin wird ein ordnungsgemäß gehendes Vorderpferd oft durch ein unreguliert gehendes Nachfolgepferd so gestört, dass es auch als Vorderpferd die Prüfung nicht korrekt absolviert.

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News

  • Die Mitgliederversammlung des Pferdesportverbandes ist vorbei - und sehr zufrieden kann man mit dem Ergebnis nicht sein. So viele Unzufriedene hatten für die Versamnmlung Aktionen, Widerstand und vieles mehr angekündigt - und dann lief die Versammlung ab wie eine Präsidentenwahl in Nordkorea. Alle Reden wurden artig mit Applaus bedacht, niemand aus dem Plenum
    sagte (bis auf eine einzige Wortmeldung zum Rechenschaftsbericht) irgendetwas, und wenn ich nicht Geheime Wahl der Stellvertreter gefordert hätte (und Dank meiner drei Stimmen, die ich per Vollmacht aus Hildesheim hatte, auch durchsetzen konnte) wäre sicher überhaupt nichts passiert. So war es an dieser Stelle schon fast lustig: Herr Hertz-Eichenrode als
    Wahlleiter ließ trotzdem über Herrn Dr. Lübbecke als ersten Stellvertreter offen abstimmen und zeigte damit, dass schon klar war, um welche Personalie es eigentlich ging. Die Geheime Abstimmung über Klaus Oetjen konnte mit einer Rate von Gegenstimmen mit 32,5 % nur ein Zeichen setzen, aber zumindest dies ist erreicht worden. Enttäuschend für mich war, dass
    ich, obwohl ich noch einen möglichen Gegenkandidaten in Petto hatte, niemand aus den Reihen der Oetjen-Gegener finden konnte, der auch nur bereit gewesen wäre, diesen Kandidaten der Versammlung als Gegenkandidaten vorzuschlagen, obwohl ich vor
    Versammlungsbeginn kreuz und quer durch den Saal gegangen bin und so viele Leute gefragt habe. Nach dieser vergeblichen Suche war der Kandidat dann auch so verunsichert, dass er nicht mehr auf eine ausreichende Unterstützung der Versammlung
    hoffen wollte. Man sieht eben, dass das System der Repressalien, Gleichschaltung und Förderung der Beugsamen wie in jeder gut eingefahrenen Diktatur auch hier funktioniert. Es erfordert eben leider mehr als die Unterstützung einer Petition, um durchgreifende Änderungen zu erreichen. Wenn ab sofort alle Veranstalter im Verband nicht eine einzige E- oder A-Dressur mehr ausschreiben würden, bis das Gegeneinander-Reiten wieder erlaubt würde, könnte sicher etwas erreicht werden, aber wer glaubt schon an Wunder ...

    Ich bedanke mich bei allen, die versucht haben, mich nicht allein im Regen stehen zu lassen, und wünsche vor allem unseren neuen Vorsitzenden Axel Milkau viel Erfolg bei dem Versuch, neben seinem berlusconi-haften Stellvertreter ein Bein auf den Boden zu bekommen, sonst müssen wir bei der nächsten Wahl schon wieder einen neuen Vorsitzenden suchen (frei nach dem Motto: mir egal, wer unter mir Vorsitzender ist). Aber lieber Axel: ich vertraue fest darauf, dass du das schaffst!

  • Am Donnerstag Abend war die Sitzung der Landeskommission, in der der Antrag zum Gegeneinander-Reiten behandelt wurde.
    Das Ganze war ein kompletter Fehlschlag. Der LK-Vorsitzende, Herr Klaus Oetjen, hatte sich von der FN ein (Gefälligkeits-?) Gutachten zuschicken lassen, in dem stand, dass das Gegeneinander-Reiten gegen die Grundsätze der Klassischen Reiterei verstoßen würde, und argumentierte ansonsten, dass das Gegeneinander-Reiten gegen die LPO verstoßen würde und dass alle Landesverbände, die das erlauben, auch gegen die LPO verstoßen würden. Irgendwann hatte er dann wohl alle unentschlossenen Kommissionsmitglieder unsicher gemacht, und die Abstimmung endete dann mit 3 JA-Stimmen und 15 NEIN-Stimmen bei 2 Enthaltungen mit einer Ablehnung. An dieser Stelle sei Bernward Engelke, Fritz Fricke und Günter Pape gedankt, die als einzige für den Antrag votierten.

    Was nun ?

    Entweder - klein beigeben und für alle Zeiten hintereinander reiten

    Oder - versuchen, durch eine personelle Umstrukturierung im Vorstand des Landesverbandes ein Umdenken in Richtung Reiterfreundlichkeit zu erreichen. Das funktioniert aber nur, wenn alle jetzt sehr schnell reagieren:
    An diesem Samstag, 14.April 2012, also HEUTE, findet die Mitgliederversammlung des Landesverbandes (Pferdesportverband Hannover) in Verden im Niedersachsenhof statt, bei der u.a. der Vorstand für die kommenden 4 Jahre zur Wahl steht. Wenn Herr Klaus Oetjen nicht als stellvertretender Vorsitzender wiedergewählt wird, ist er automatisch nicht mehr Vorsitzender der Landeskommission und kann dort seine Tätigkeit gegen die mehrheitlichen Interessen der Reiter nicht mehr fortführen.
    Wie geht die Wahl vor sich ? Stimmberechtigt sind alle Reitvereine (nicht einzelne Personen), vertreten durch den jeweiligen Vereinsvorsitzenden oder durch einen Beauftragten. Je angefangene 100 Vereinsmitglieder hat der Verein 1 Stimme in der Mitgliederversammlung. Wenn also für sehr viele Vereine heute Nachmittag entweder der Vorsitzende (Ausweis mitnehmen, um sich notfalls legitimieren zu können) oder ein anderes Vereinsmitglied mit einer Vollmacht vom Vereinsvorsitzenden (Vordruck für die Vollmacht im Anhang) an der Verbandsversammlung teilnimmt und bei der Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden für den Gegenkandidaten stimmt, ist eine Umbesetzung des Postens und damit verbunden auch eine Neubesetzung des Vorsitzenden der Landeskommission möglich.

    Das ist natürlich alles furchtbar kurzfristig, aber es kann funktionieren!

    Also: kommt HEUTE um 13.30 Uhr als Vorstand oder mit Vorstandsvollmacht nach Verden und nutzt die Macht der 750 Vereine im Verband, um eine neue Verbandsspitze zu wählen.
    JETZT ODER NIE !

    Link zur Vollmacht:
    www.hts-harneit.de/DreGeg2012/Vollmacht.pdf

    Link zur Einladung/Tagesordnung:
    www.hts-harneit.de/DreGeg2012/Einladung.pdf

  • Am Donnerstag Abend war die Sitzung der Landeskommission, in der der Antrag zum Gegeneinander-Reiten behandelt wurde.
    Das Ganze war ein kompletter Fehlschlag. Der LK-Vorsitzende, Herr Klaus Oetjen, hatte sich von der FN ein (Gefälligkeits-?) Gutachten zuschicken lassen, in dem stand, dass das Gegeneinander-Reiten gegen die Grundsätze der Klassischen Reiterei verstoßen würde, und argumentierte ansonsten, dass das Gegeneinander-Reiten gegen die LPO verstoßen würde und dass alle Landesverbände, die das erlauben, auch gegen die LPO verstoßen würden. Irgendwann hatte er dann wohl alle unentschlossenen Kommissionsmitglieder unsicher gemacht, und die Abstimmung endete dann mit 3 JA-Stimmen und 15 NEIN-Stimmen bei 2 Enthaltungen mit einer Ablehnung. An dieser Stelle sei Bernward Engelke, Fritz Fricke und Günter Pape gedankt, die als einzige für den Antrag votierten.

    Was nun ?

    Entweder - klein beigeben und für alle Zeiten hintereinander reiten

    Oder - versuchen, durch eine personelle Umstrukturierung im Vorstand des Landesverbandes ein Umdenken in Richtung Reiterfreundlichkeit zu erreichen. Das funktioniert aber nur, wenn alle jetzt sehr schnell reagieren:
    An diesem Samstag, 14.April 2012, also HEUTE, findet die Mitgliederversammlung des Landesverbandes (Pferdesportverband Hannover) in Verden im Niedersachsenhof statt, bei der u.a. der Vorstand für die kommenden 4 Jahre zur Wahl steht. Wenn Herr Klaus Oetjen nicht als stellvertretender Vorsitzender wiedergewählt wird, ist er automatisch nicht mehr Vorsitzender der Landeskommission und kann dort seine Tätigkeit gegen die mehrheitlichen Interessen der Reiter nicht mehr fortführen.
    Wie geht die Wahl vor sich ? Stimmberechtigt sind alle Reitvereine (nicht einzelne Personen), vertreten durch den jeweiligen Vereinsvorsitzenden oder durch einen Beauftragten. Je angefangene 100 Vereinsmitglieder hat der Verein 1 Stimme in der Mitgliederversammlung. Wenn also für sehr viele Vereine heute Nachmittag entweder der Vorsitzende (Ausweis mitnehmen, um sich notfalls legitimieren zu können) oder ein anderes Vereinsmitglied mit einer Vollmacht vom Vereinsvorsitzenden (Vordruck für die Vollmacht im Anhang) an der Verbandsversammlung teilnimmt und bei der Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden für den Gegenkandidaten stimmt, ist eine Umbesetzung des Postens und damit verbunden auch eine Neubesetzung des Vorsitzenden der Landeskommission möglich.

    Das ist natürlich alles furchtbar kurzfristig, aber es kann funktionieren!

    Also: kommt HEUTE um 13.30 Uhr als Vorstand oder mit Vorstandsvollmacht nach Verden und nutzt die Macht der 750 Vereine im Verband, um eine neue Verbandsspitze zu wählen.
    JETZT ODER NIE !

    Link zur Vollmacht:
    www.hts-harneit.de/DreGeg2012/Vollmacht.pdf

    Link zur Einladung/Tagesordnung:
    www.hts-harneit.de/DreGeg2012/Einladung.pdf

pro

Ich halte das Anliegen für richtig, da ich als Trainer B im Bereich Leistungssport / Dressur immer wieder die Erfahrung mache, dass das Reiten in Abteilung eine erhöhte Belastung, insbesondere für diejenigen, welche hinter dem Téten-Reiter eingereit sind, für Ross und Reiter darstellt. Insbesondere auf dem Leistungsniveau von "Einsteigern" und "Anfängern" halte ich diese Mehrbelastung nicht für gerechtfertigt.

contra

Das Gefahrenpotential ist sicher bei beiden Varianten ähnlich, da ängstliche Pferde beim Gegeneinanderreiten sowohl die eigene als auch die Prüfung des anderen Teilnehmers schmeißen können( z.B. Trabverstärkung auf der Diagonalen). Aus der Sicht der Richter ist das gemeinsame Bewerten beim Hintereinanderreiten durchaus einfacher! Ziel muß und kann nur sein die Prüfungen einzeln reiten zu lassen!