Region: Graz
Minority protection

Drüberbetonieren über NS-Zwangsarbeiterlager Graz Liebenau und seine Opfer stoppen!

Petition is directed to
Bürgermeister Siegfried Nagl, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, EStAG Vorstand Christian Purrer, Macquarie Vorstand Peter H Warne, UNESCO Generalsekretärin Irina Bokova
341 Supporters
Petitioner did not submit the petition.
  1. Launched 2017
  2. Collection finished
  3. Submitted
  4. Dialogue
  5. Failed

Sofortiger Baustopp, um die Zeugnisse des dunkelsten Kapitels von Graz als einstiger Hochburg des Nationalsozialismus in Österreich („Stadt der Volkserhebung“) als Ganzes frei zu legen und das wahre Ausmaß des Schreckens der NS-Zeit sichtbar zu machen.

Einsetzung einer unabhängigen Historikerkommission zur Aufarbeitung der bislang massiv verdrängten Geschichte der Zwangsarbeit in Graz, nicht nur im NS Lager Graz Liebenau, sondern auch in den dutzenden anderen Lagern, die über die ganze Stadt verteilt waren und völlig tot geschwiegen werden!

Reason

Beim Bau des Murkraftwerks Graz-Puntigam und eines damit verbundenen Zentralen Speicherkanals haben Bauarbeiter und Archäologen mehrfach Funde des NS Zwangsarbeiterlagers Graz-Liebenau gemacht. Historiker vermuten noch dutzende von den Nationalsozialisten ermordete Menschen in Massengräbern im Bereich des Lagers, das in den letzten Kriegstagen Zwischenstation der Todesmärsche tausender ungarischer Juden in Richtung KZ Mauthausen war.

Trotz zahlreicher Proteste von NS-Opfer-Verbänden und anderer Initiativen haben die Bagger im Süden von Graz das Gelände des NS-Zwangsarbeiterlagers Graz Liebenau umgewühlt und begonnen, die Überreste dieses dunklen Flecks der Geschichte von Graz zuzuschütten.

Die Stadtregierungsparteien ÖVP und FPÖ wollen zudem Schrebergärten, die dem Kraftwerk weichen müssen, ausgerechnet auf dem Grund des NS Zwangsarbeitslagers ansiedeln. Wohnbaustadtrat Mario Eustacchio (FPÖ) will im Lagerbereich Gemeindebauten extra ohne Keller bauen, wohl auch damit allfällige Überreste der blutigen Vergangenheit für immer im Verborgenen bleiben!

Die Aussage des Pressesprechers Thomas Rajakovics von Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) es handle sich ja „um ein Zwangsarbeitslager wie andere“ und nicht um ein „KZ“ ist in mehrfacher Hinsicht inakzeptabel!

Engagierte Menschen und Initiativen wie das Sozialmedizinische Zentrum (SMZ) unter Dr. Rainer Possert werden in der „Menschenrechtsstadt Graz“ behindert oder gar lächerlich gemacht: Führungen sollten nur in kleinem Kreise nach vorheriger Übermittlung der Namen der Teilnehmer gestattet werden. Noch im Sommer wimmelte das Büro des Bürgermeisters den Ruf nach Grabungen ab, weil es sich um „bisher haltlose, völlig unbegründete Spekulationen eines Arztes“ handle.

Weitere Informationen: bit.ly/nslagergraz

This petition has been translated into the following languages

News

  • Liebe Unterstützende,
    der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 12 Monate nach Ende der Unterschriftensammlung keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition geht davon aus, dass die Petition nicht eingereicht oder übergeben wurde.

    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
    Ihr openPetition-Team

Not yet a PRO argument.

No CONTRA argument yet.

More on the topic Minority protection

Help us to strengthen citizen participation. We want your petition to get attention and stay independent.

Donate now