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Bild zur Petition mit dem Thema: Ein offener Brief an den Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) Ein offener Brief an den Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM)
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Koordinationsrat der Muslime in Deutschland ...
  • Region: Deutschland mehr
  • Status: Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 676 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Ein offener Brief an den Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM)

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Für die vielfältige Gemeinschaft der Muslime in Deutschland gibt es nur eine einzige islamisch-theologische Disziplin an der Universität. Deshalb wurde Islamische Theologie in Deutschland mit dem Grundsatz etabliert, alle Richtungen islamischer Glaubenstradition und Gelehrsamkeit einzuschließen und sich nicht exklusiv auf eine Traditionslinie zu beziehen (s. Empfehlungen des Wissenschaftsrats 2010, S. 82).

Das zu einer Publikation von Prof. Mouhanad Khorchide vorgelegte Gutachten des Koordinationsrats der Muslime (KRM), der nach eigenem Selbstverständnis „die Vielfalt der Muslime in Deutschland repräsentiert“, kritisiert, dass „wesentliche, als theologisch deklarierte Positionen von ihm jedoch mit der sunnitischen Lehre nicht vereinbar (sind). Bemerkenswert ist daher, dass er der Leiter und Lehrstuhlinhaber eines konfessionsgebundenen islamischen Zentrums sein kann“ (S. 26). Auf Grundlage dieses Gutachtens hat der KRM die weitere Zusammenarbeit mit Prof. Khorchide als für nicht möglich erklärt.

Eine Konfession bezeichnet eine Untergruppe innerhalb einer Religion. Die Unterzeichner weisen darauf hin, dass die Zentren für Islamische Theologie keine konfessionsgebundenen Zentren sind. Dort wird keine spezifische Glaubensrichtung des Islams gelehrt, sondern die Religion des Islams in seiner theologischen Vielfalt, gebunden an die islamischen Glaubensgrundsätze. Diese Bekenntnisgebundenheit bedeutet die Bindung an die Religion des Islams, nicht die Bindung an eine seiner Interpretationen.

Die Unterzeichner erklären nicht, dass sie uneingeschränkt mit den theologischen Positionen Prof. Khorchides einverstanden sind. Aber sie machen darauf aufmerksam, dass unterschiedliche Interpretationen islamischer Glaubensinhalte nicht etwas Unerwünschtes und Korrekturbedürftiges sind, sondern ein normales Phänomen einer Wissenschaft. Mit dieser Ambiguitätstoleranz knüpft die Islamische Theologie in Deutschland an die Tradition der islamischen Lehre an.

Durch muslimische Beiräte an den Zentren für Islamische Theologie wird zu Recht die religiöse Eignung des Lehrpersonals sichergestellt. Aufgabe der Beiräte für die Zentren Islamischer Theologie ist die Beurteilung der religiösen Eignung des Lehrpersonals, die sich damit auf der Grundlage der Religion des Islams vollzieht. Sie richtet sich nicht nach einer bestimmten Interpretation des Islams.

In diesem Zusammenhang besagt das Gutachten: „Bezogen auf seine (Prof. Khorchides) religiösen Einstellungen ist laut seiner eigenen Aussagen zu entnehmen, dass er trotz seiner undifferenzierten und teilweise auch unsachlichen Einlassungen ohne Zweifel sich im Rahmen der islamischen Lehre bewegt. Seine Ausführungen über die Glaubensgrundsätze lassen keinen Zweifel, dass er an Gott glaubt und den Propheten ehrt“ (S. 26).

Die Unterzeichner fordern den KRM daher auf, die Wissenschaftsfreiheit der auf den Grundlagen des Islams betriebenen Islamischen Theologie zu respektieren.

Begründung:

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Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Dortmund, 20.12.2013 (aktiv bis 19.02.2014)


Debatte zur Petition

PRO: Theologen müssen in Dt. frei forschen dürfen, solange sie nicht die Grundsätze des Islams leugnen - das tut Khorchide keinesfalls, wie das KRM-Gutachten selbst sagt auf S. 26. Die Verbände greifen unverhältnismäßig in die Wissenschaftsfreiheit ein.

PRO: Wer der längst überfälligen und freien "Reformation" des Islams entgegensteht, bekräftigt damit die konservativen Strukturen die sich bereits hier als "etabliertes" Sprachrohr aller Muslime sehen wollen. Der Versuch Chourshid "mundtot" zumachen ist ein ...

CONTRA: Bekenntnisorientierte "Theologie" ist keine Wissenschaft! Es ist ein Unding, dass Theologie (egal welcher Coleur) an staatlichen Universitäten gelehrt wird. Trennung von Religion und Staat! Und: Wir Steuerzahler_innen sollen das auch noch bezahlen. Wichtig ...

CONTRA: Das Problem liegt nicht nur ganz bei Khorchide. Ich frage mich wie viele von dem Lehrpersonal am ZIT wirklich ,,Islamische Theologie`` studiert haben. Wir haben es in den sogenannten Zentren oftmals mit Dozenten und Professoren zu tun die zwar Muslime ...

>>> Zur Debatte



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