Neuigkeiten
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Petition in Zeichnung - Update 18.5.2026
am 18.05.2026"Als Begründung für die Verweigerung der Visa wird angegeben, dass der Drohbrief an meine Schwägerin eine Fälschung sei. Meine Familie wird als Betrüger hingestellt. Meine Schwägerin und meine Familie sind aus allen Wolken gefallen als wir dies erfahren haben. Wir sind total schockiert. Die Bedrohung meiner Familie ist real."
(Morssal Omari, 16.5.2026, in einem Offenen Brief an die Bundesminister Dobrindt und Wadephul)
Liebe Unterzeichner:innen der Petition "Ein sicherer Hafen für Familie Omari im Landkreis Esslingen!" und alle Interessierten...
hiermit schicken wir euch ein aktuelles Update zu dieser Petition.
Die Schicksale der Menschen, die sich für Demokratie, Frauen- und Menschenrechte, Frieden... in Afghanistan eingesetzt haben und die von der aktuellen Bundesregierung im Stich gelassen werden, werden leider immer weniger öffentlich beachtet.
Die Situation dieser Familien wird aber immer dramatischer und schlimmer. Von unseren 15 Fällen mit Aufnahmezusage konnten glücklicherweise 13 Familien nach Deutschland einreisen, 7 davon auch noch nach Amtsübernahme Merz/Dobrindt nach erfolgreichen Klageverfahren. In zwei Fällen hat das BAMF aber sog. Widerrufsverfahren betrieben, eine davon ist Familie Mohmand-Omari.
Was gibt es Neues?
- dem Schwiegervater der Hauptperson und Vater von Morssal Omari geht es gesundheitlich immer schlechter. Es besteht die Gefahr, dass er in dieser Situation in Pakistan sterben muss. Morssal Omari hat ein Visum für eine Reise nach Pakistan beantragt, hat es aber nicht bekommen. Auch deutsche Staatsbürger:innen, die in Afghanistan geboren sind, werden derzeit von den Pakistanern nicht reingelassen.
- das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat immer noch nicht über die Eilrechtsklage zur Erteilung des Visums entschieden. Die Familie hat in der Zwischenzeit über den Anwalt Zeugenaussagen von Kolleg:innen der Hauptperson und ähnlich gelagerte Drohschreiben gegen andere Lehrer:innen der Schule der Hauptperson beigebracht, um den Vorwurf der Fälschung des Drohbriefes zu entkräften. In einer Stellungnahme führte das Auswärtige Amt an, dass die vorgelegten Dokumente nicht geeignet seien, die Bewertung zu entkräften, dass der gegen die Hauptperson gerichtete Drohbrief eine "Totalfälschung" sei. So befindet sich das obergerichtliche Verfahren weiter in der Schwebe.
- Morssal Omari hat jetzt am 16. Mai einen neuen (und verzweifelten) Offenen Brief an Innenminister Dobrindt und Außenminister Wadephul geschrieben, den wir diesem Update beifügen. Wir können nur hoffen, dass dieser Brief bei den Adressaten ankommt und von diesen auch beachtet wird. Außerdem hat sie eine Videobotschaft erstellt, die wir in Kürze auch als Update einstellen werden.
- Aus unserer Sicht kann der Umgang mit der Familie Omari und auch mit "unserer" anderen Familie eines sozialdemokratischen Politikers ("Familie Q.") nur noch als unmenschliche Quälerei bezeichnet werden. Als kleiner Verein fühlen wir uns in dieser Situation ohnmächtig. Wir wollen aber nicht aufgeben und suchen deswegen derzeit nach neuer Fürsprache auf bundesweiter Ebene. Erneut haben wir deswegen in diesen Fällen den Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Lars Castellucci (SPD) angeschrieben und um Unterstützung gebeten. Wir werden über die Reaktionen berichten. Wir suchen auch nach weiteren prominenten Personen oder Medien, die sich für eine gute Lösung in diesen Fällen einsetzen.
Bezüglich der Unterschriftenaktion haben wir beschlossen, dass wir noch bis zum 20. Juni (Welttag des Flüchtlings) Unterschriften sammeln wollen. An diesem Tag feiern wir unter dem Motto "BEWEG DICH - ein Fest für das Recht auf Bewegungsfreiheit und alle anderen Menschenrechte" anlässlich unseres 10-jährigen Bestehens als Verein in der "Panzerhalle" in Tübingen. Zu dieser Veranstaltung laden wir euch alle herzlich ein! Alle Informationen und das Programm gibt es hier:
https://menschen-rechte-tue.org/de/news/veranstaltungsankundigung-save-the-date-samstag-20-06-2026
Last but not least: Wir bitten um Spenden für unsere Aktivitäten für afghanische Menschen in Not und Gefahr. Alle Informationen dazu gibt es hier:
https://menschen-rechte-tue.org/de/news/afghanistanhilfe-spendenkampagne-fuer-das-projekt-save-our-future
Im Namen der ganzen Familie Omari und auch von unserer Seite nochmal vielen Dank an alle Unterzeichner:innen und bitte sammelt weiter - schickt den Link an befreundete Organisationen und Verteiler...
Tübingen, 18.5.26
Andreas Linder -
Update 18.5.2026
am 18.05.2026"Als Begründung für die Verweigerung der Visa wird angegeben, dass der Drohbrief an meine Schwägerin eine Fälschung sei. Meine Familie wird als Betrüger hingestellt. Meine Schwägerin und meine Familie sind aus allen Wolken gefallen als wir dies erfahren haben. Wir sind total schockiert. Die Bedrohung meiner Familie ist real."
(Morssal Omari, 16.5.2026, in einem Offenen Brief an die Bundesminister Dobrindt und Wadephul)Liebe Unterzeichner:innen der Petition "Ein sicherer Hafen für Familie Omari im Landkreis Esslingen!" und alle Interessierten...
hiermit schicken wir euch ein aktuelles Update zu dieser Petition.
Die Schicksale der Menschen, die sich für Demokratie, Frauen- und Menschenrechte, Frieden... in Afghanistan eingesetzt haben und die von der aktuellen Bundesregierung im Stich gelassen werden, werden leider immer weniger öffentlich beachtet.Die Situation dieser Familien wird aber immer dramatischer und schlimmer. Von unseren 15 Fällen mit Aufnahmezusage konnten glücklicherweise 13 Familien nach Deutschland einreisen, 7 davon auch noch nach Amtsübernahme Merz/Dobrindt nach erfolgreichen Klageverfahren. In zwei Fällen hat das BAMF aber sog. Widerrufsverfahren betrieben, eine davon ist Familie Mohmand-Omari.
Was gibt es Neues?
- dem Schwiegervater der Hauptperson und Vater von Morssal Omari geht es gesundheitlich immer schlechter. Es besteht die Gefahr, dass er in dieser Situation in Pakistan sterben muss. Morssal Omari hat ein Visum für eine Reise nach Pakistan beantragt, hat es aber nicht bekommen. Auch deutsche Staatsbürger:innen, die in Afghanistan geboren sind, werden derzeit von den Pakistanern nicht reingelassen.
- das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat immer noch nicht über die Eilrechtsklage zur Erteilung des Visums entschieden. Die Familie hat in der Zwischenzeit über den Anwalt Zeugenaussagen von Kolleg:innen der Hauptperson und ähnlich gelagerte Drohschreiben gegen andere Lehrer:innen der Schule der Hauptperson beigebracht, um den Vorwurf der Fälschung des Drohbriefes zu entkräften. In einer Stellungnahme führte das Auswärtige Amt an, dass die vorgelegten Dokumente nicht geeignet seien, die Bewertung zu entkräften, dass der gegen die Hauptperson gerichtete Drohbrief eine "Totalfälschung" sei. So befindet sich das obergerichtliche Verfahren weiter in der Schwebe.
- Morssal Omari hat jetzt am 16. Mai einen neuen (und verzweifelten) Offenen Brief an Innenminister Dobrindt und Außenminister Wadephul geschrieben, den wir diesem Update beifügen. Wir können nur hoffen, dass dieser Brief bei den Adressaten ankommt und von diesen auch beachtet wird. Außerdem hat sie eine Videobotschaft erstellt, die wir in Kürze auch als Update einstellen werden.
- Aus unserer Sicht kann der Umgang mit der Familie Omari und auch mit "unserer" anderen Familie eines sozialdemokratischen Politikers ("Familie Q.") nur noch als unmenschliche Quälerei bezeichnet werden. Als kleiner Verein fühlen wir uns in dieser Situation ohnmächtig. Wir wollen aber nicht aufgeben und suchen deswegen derzeit nach neuer Fürsprache auf bundesweiter Ebene. Erneut haben wir deswegen in diesen Fällen den Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Lars Castellucci (SPD) angeschrieben und um Unterstützung gebeten. Wir werden über die Reaktionen berichten. Wir suchen auch nach weiteren prominenten Personen oder Medien, die sich für eine gute Lösung in diesen Fällen einsetzen.
Bezüglich der Unterschriftenaktion haben wir beschlossen, dass wir noch bis zum 20. Juni (Welttag des Flüchtlings) Unterschriften sammeln wollen. An diesem Tag feiern wir unter dem Motto "BEWEG DICH - ein Fest für das Recht auf Bewegungsfreiheit und alle anderen Menschenrechte" anlässlich unseres 10-jährigen Bestehens als Verein in der "Panzerhalle" in Tübingen. Zu dieser Veranstaltung laden wir euch alle herzlich ein! Alle Informationen und das Programm gibt es hier:
https://menschen-rechte-tue.org/de/news/veranstaltungsankundigung-save-the-date-samstag-20-06-2026Last but not least: Wir bitten um Spenden für unsere Aktivitäten für afghanische Menschen in Not und Gefahr. Alle Informationen dazu gibt es hier:
https://menschen-rechte-tue.org/de/news/afghanistanhilfe-spendenkampagne-fuer-das-projekt-save-our-futureIm Namen der ganzen Familie Omari und auch von unserer Seite nochmal vielen Dank an alle Unterzeichner:innen und bitte sammelt weiter - schickt den Link an befreundete Organisationen und Verteiler...
Tübingen, 18.5.26
Andreas Linder -
Update 26.2.26
am 10.04.2026- Positives Urteil für Familie Omari! Es gibt eine wichtige Neuigkeit im Fall der Familie, für die wir uns einsetzen. Mit Beschluss vom 20.2.26 (19 CS 26.24) hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof die Beschwerde des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge gegen das positive Urteil des VG Ansbach vom 16.12.25 (Eilrechtsklage gegen Widerrufsbescheid durch Anwalt der Familie) abgewiesen. Bei Rechtskraft bedeutet das aus unserer Sicht: Der Widerruf der Aufnahmezusage war rechtswidrig. Weiter offen bleibt damit aber, ob das BAMF der Familie das Visum erteilen muss oder wird - dies ist noch als Verfahren am OVG Berlin anhängig. Aus unserer Sicht unangenehm UND kritikwürdig: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof bestätigte die Anschuldigungen des BAMF, dass die Familie im Verfahren Falschangaben gemacht habe.
- 74 Rücknahmeverfahren! Laut der Antwort der Bundesregierung vom 25.2.26 auf eine Frage der Abg. Clara Bünger (Linke) wurden am VG Ansbach ingesamt 74 Eilrechtsklagen gegen Rücknahmebescheide eingelegt. 30 dieser Fälle sind in die Berufung am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof gegangen, darunter der Fall von Familie Omari. Wie viele Rücknahmebescheide es durch das Dobrindt-BMI insgesamt gab und um wie viele Menschen sich dies insgesamt handelt, ist nicht bekannt. Diese Menschen sind jedenfalls alle mindestens von der Obdachlosigkeit bedroht und im Ernstfall von der Abschiebung nach Afghanistan.
...- Mit Moos mehr los! Als gemeinnütziger Verein in der Flüchtlingshilfe und Menschenrechtsarbeit sind wir auf Spenden angewiesen. Für unsere Afghanistan-Aktivitäten unterstützen wir Menschen in Not und Gefahr mit monatlich derzeit rund 4.000 €. Hier gibt es Informationen in unserem Aktueller Spendenflyer "welcome solidarity" (PDF zum Download). Und dies ist unser Spendenkonto: menschen.rechte Tübingen e.V., Volksbank in der Region, IBAN: DE16 6039 1310 0308 1020 02, BIC: GENODES1VBH, ggf. Verwendungszweck: Afghanistanhilfe (oder SOF). Spenden steuerlich abzugsfähig.