Culture

Ein Theater für Travemünde

Petitioner not public
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Bürgermeister und Stadtverwaltung
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  1. Launched March 2021
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Mit zunehmender Beherbergungskapazität in Travemünde und einem Anstieg der Touristenzahlen ist auch das Angebot für kulturelle Veranstaltungen unterschiedlicher Genres zu erhöhen. Hier bietet sich die Aufstellung eines Spiegelzeltes an (ein Spiegelzelt ist eine transportable Veranstaltungshalle, die von der Form und der Mobilität an ein Zirkuszelt erinnert). Als Größe wird eine Fläche von ca. 40 m x 46 m angedacht. Für die Nutzung sei u. a. die ehemalige Kulturbühne im Hafenbahnhof zu erwähnen, die nicht nur von Bürgern und Touristen aus Travemünde, sondern auch aus Lübeck und weitem Umkreis hohe Beachtung fand. Da der Hafenbahnhof mit seiner sehr geeigneten Kulisse nicht mehr zur Verfügung steht, könnten z. B. derartige Darbietungen auch in einem Spiegelzeit geboten werden.

Der Bürgermeister wird gebeten, mögliche Areale in Travemünde aufzuzeigen, die für die Aufstellung eines Spiegelzeltes für kulturelle Anlässe und Darbietungen geeignet sind, wie zum Beispiel im vorderen Bereich des Parkplatzes "Leuchtenfeld" oder auf einer der Wiesen an der Travepromenade.

Ebenfalls ist zu berichten, welche Aufwendungen und technischen Erfordernisse dafür notwendig sind.

Inzwischen treten annähernd 200 Personen für dieses Projekt ein.

Siehe: Ein Theater für Travemünde | Facebook http://www.facdbook.com/groups/2297929797019245

Reason

Travemünde wird durch die Neugestaltung der Travepromenade und die damit in Verbindung stehende Umgestaltung des Parkplatzes Leuchtenfeld attraktiver.

Das wird mit Sicherheit durch eine Zunahme von Tagestouristen honoriert werden. Was allerdings fehlt, sind Programmangebote für den Abend.

Das zu korrigieren ist ein Anlieger vieler, die sich in einem Verein „Freundeskreis Kulturbühne Travemünde“ mit annähernd 200 Personen zusammengeschlossen haben und dafür eintreten, dass Travemünde wieder ein Theater erhält.

Auch der Bürgermeister äußerte sich schon einmal zu diesem Aspekt. Er wurde im Rahmen eines Interviews (aus dem Jahre 2016) befragt.

Die Frage lautete: „Das SPD-Kulturprogramm von 2016 bezeichnet Lübeck als

die Kulturstadt des Nordens. Wie sehr liegt Ihnen Kultur am Herzen?“

Seine Antwort lautete: „Sehr, weil sie einen großen Teil der Identität der Stadt ausmacht. Fragen danach, wie viel Kultur kosten darf und ob sie sich rechnen muss, sind der Tod für die Kulturszene in der Stadt. Kultur darf auch kosten. Kultur darf auch mal organisatorisch scheitern und Kosten verursachen, weil sich Kreativität und Kunst sonst nicht entfalten können. Wenn man Kultur nur rechnet und unter touristischen Aspekten betrachtet, geht etwas verloren. Wir müssen die Vielfalt stärken, die wir haben.“

Interviewer fragt weiter: „Kultur steht also gleichberechtigt neben Tourismus und Wirtschaft?“

Die Antwort des Bürgermeisters: „In einer Stadt wie Lübeck würde ich das ganz klar bejahen.“

Aber zum Thema Kultur und ganz speziell zum Bereich Theater gibt es noch mehr Aussagen des Bürgermeisters.

Die Zeitschrift TA (Travemünde aktuell) fragte (im Jahre 2017): „Travemünde droht sein Theater zu verlieren.“ (gemeint ist die Kulturbühne Travemünde, Anm. von mir)

Die Antwort des Bürgermeisters: „Der Umgang mit der Kulturbühne Travemünde ist eine Farce. Die Idee der Kulturbühne, ein Spiegelzelt auf einem Teil des neugestalteten Leuchtenfeld aufzustellen, verdient eine unvoreingenommene Prüfung. Travemünde braucht auch weiterhin einen Kulturort, wie ihn die Kulturbühne etabliert hat.“

 

Ein Spiegelzelt zählt bekanntlich zu den sogenannten „Fliegenden Bauten“ und benötigt von daher keine besondere Genehmigung zur Aufstellung und deshalb auch keine aufwändige Baugenehmigung, so dass die Bauverwaltung damit nicht außerordentlich belastet würde.

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