Derzeit ist im Landkreis BB ein Bringsystem mit Wertstoffhöfen im Einsatz. Ziel dieser Petition ist es nicht, die Wertstoffhöfe abzuschaffen, sondern zusätzlich zum Bringsystem ein Abholsystem für Wertstoffe zu etablieren. Derzeit existiert mit der "Orangenen Tonne" ein solches System, dass sich aber zum einen nur an „[...] sogenannte stoffgleiche Nichtverpackungen aus Metall, Kunststoff und Holz.“ richtet (also gerade nicht für Verpackungsmüll); zum anderen ist die Abholung der orangenen Tonne mit 3,50 € Kosten verbunden; zumal der Verbraucher bereits beim Einkauf für die Verpackungsentsorgung bezahlen muss. Zudem haben die Bürger des Landkreis Böblingen durch das Bringsystem einen nicht unerheblichen Nachteil gegenüber den Bürgern der Nachbarkreise. Gefordert wird die Einführung eines Holsystems für Wertstoffe in einem gesammelten Behältnis (Tonne/Sack oder beides) ergänzt durch die Möglichkeit „Gelbe Säcke“ auch unsortiert auf den Wertstoffhöfen abzugeben.

Uzasadnienie

1) Das Bringsystem ist unsozial

Vor allem Haushalte mit beschränkten Mitteln oder die Haushalte der älteren oder nicht mehr mobilen, Mitbürger haben häufig keine vertretbare Möglichkeit sich an der Mülltrennung zu beteiligen. Angefangen damit, dass die verschiedenen Behältnisse aus der häuslichen Vorsortierung zum Wertstoffhof transportiert werden müssen. Als direkte Folge werden viele Wertstoffe entweder gesammelt und von Angehörigen (sofern vorhanden) entsorgt (was dann dort zu Doppelbelastungen führt) oder über den Restmüll entsorgt. Somit entstehen jedem Bürger Zusatzkosten entweder in der Form von Treibstoffkosten (bei 4km Entfernung und 1maliger Anfahrt im Monat ca. 30 € p.A.) oder zusätzlichen Restmüllbehälterleerungen. Vor dem Hintergrund, dass die Entsorgung mit dem "Grünen Punkt" bereits an der Ladenkasse bezahlt wurde ist dieser Zustand unhaltbar. Zudem kostet die Bevorratung der Sammelbehälter auch Wohnraum. Nur 1 m² bedeutet bereits eine Mehrbelastung von mind. 5 €/Monat (>60 € p.A.).

2) Das Bringsystem ist unökologisch

a) Ein entsprechend ausgestattetes Sammelfahrzeug ist sicher ökologischer, als das jeder Haushalt mit seinem eigenen PKW zum Wertstoffhof fährt. Man darf auch davon ausgehen, dass viele Wertstoffhoffahrten sogenannte "Kaltfahrten" sind, da die Fahrt nicht verbunden wird/werden kann. Hierbei ist der Schadstoffausstoß um einiges höher als im Regelbetrieb. b) Wie in 1) erörtert wandern viele Wertstoffe in die Müllverbrennungsanlagen und werden damit dauerhaft dem Wertstoffpool entzogen - dazu sind die Wertstoffe aber zu wertvoll c) Viele Haushalte sammeln nicht alles - Die wenigsten Haushalte haben den Platz für ein ganzes Arsenal an Sammelbehältern. So werden viele Wertstoffe ebenfalls dem Kreislauf entzogen (z.B. werden zwar die Flaschen gesammelt, aber nicht der Kronkorken - oder Joghurtbecher werden gesammelt, aber nicht die Aludeckel, etc... - oder "Kleinplastik" wie die Tempopäckchen landen auch einfach im Hausmüll).

3) Das Bringsystem ist unfair

a) Vor allem in Wohnungsanlagen mit vielen Einheiten werden Wertstoffe gar nicht gesammelt, da die Leerung ohnehin "nichts kostet" (da ja bereits in den Wohnnebenkosten enthalten). Hier wird die Leerung umgelegt auf alle Bewohner, so dass die Sammler zusätzlich zu ihren Sammelkosten (>90 € p.A. - siehe oben) auch noch die höhere Umlage durch das unumsichtige Handeln der Mitbewohner zu tragen haben. b) Durch "Wertstoff-Tourismus" in dern Randzonen des Kreises zu den Nachbarkreisen hat der Landkreis Böblingen weniger Einnahmen durch den Verkauf der Wertstoffe. Dies trifft alle Bürger gleichermaßen.

4) sonstiges

Das Personal auf den Wertstoffhöfen ist teilweise sehr unfreundlich. Man erwartet als Bürger ja nicht unbedingt, dass man im Staatswesen als Kunde gesehen wird, sondern eher als Bittsteller; aber was man sich als 'Kunde' auf den Wertstoffhöfen teilweise gefallen lassen muss, geht zu weit. Sicher sind das Ausnahmen, und die Mehrheit der Mitarbeiter gibt sich Vorbildhaft, aber die Ausreiser fallen stärker auf.

Ergänzung: In der Diskussion wird häufig erwähnt, dass es bereits eine Wertstofftonne (orangene Tonne) gäbe. Dies ist nachweislich falsch. Laut Homepage dürfen in diese Tonne nur „sogenannte stoffgleiche Nichtverpackungen aus Metall, Kunststoff und Holz.“ [1] Weiter ist auf der Homepage zu lesen: „Das darf hinein: Metalle (wie Töpfe, Pfannen, Werkzeug) Elektrokleingeräte (wie Handys, Haartrockner, Rasierer) bitte nur im ROTEN Sack in die Tonne geben Holz (wie Vesperbretter, Holzspielzeug) CDs, DVDs (bitte in den ROTEN Sack geben) Hochwertige Kunststoffe (wie Eimer, Gießkannen, Vesperdosen, Plastikschüsseln und -siebe, Plastikkörbe und -schalen, Klappkisten)“.

Weiteres Gegenargument sind die Kosten: unter Berücksichtigung der eigenen Entsorgungskosten und den oben genannten Argumenten in Punkt 2c, 3a und 3b bin ich überzeugt, dass man nicht nur einen gelben Sack, sondern sogar eine gelbe Tonne kostenneutral anbieten könnte. Außerdem ist im Landkreis Böblingen, verglichen mit den Nachbarlandkreisen, die Müllentsorgung keineswegs günstiger. Berücksichtigt man noch die Kosten, die man durch das System aufgedrückt bekommt, kommt der Bürger im Kreis Böblingen deutlich schlechter weg.

Für einen 2-Personenhaushalt (2 Erwachsene) mit 4wöchiger Leerung (=13 Leerungen/Jahr) einer 120-Liter-Tonne ergibt sich folgendes Bild: S = 105,60 (14-tägige Leerung bei jeweils 60 Liter – also insgesamt 26 Leerungen)* ES = 58,80 PF = 112,40 LB = 114,14 TÜ = 118,01 (14-tägige Leerung bei jeweils 60 Liter – also insgesamt 26 Leerungen)* RT = 121,63 BB = 128,25 zzgl. eigener Entsorgungskosten für Wertstoffe CW = 173,80

UL = 124,60 KA = 288,84 (14-tägige Leerung bei jew. 80 Liter – also insgesamt 26 Leerungen)* MA = 160,80 (14-tägige Leerung bei jew. 80 Liter – also insgesamt 26 Leerungen)* FR = 158,40 (14-tägige Leerung bei jew. 60 Liter – also insgesamt 26 Leerungen)* * Monatsbei

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  • Liebe Unterstuetzer,

    diese Woche konnte man es in der Zeitung lesen: es bleibt alles beim alten. Der Kreis BB bleibt der teuerste in der Region Stuttgart und der zweitteuerste bei den Nachbarkreisen ....
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    Kreis Böblingen: Müllgebühren bleiben, Wertstoffhöfe auch - Leonberger Kreiszeitung

    Die wichtigste Botschaft ist eine gute: Die Müllabfuhr kostet die Bürger im Kreis Böblingen im nächsten Jahr nicht mehr als bisher. An den Wertstoffhöfen mit dem Bringsystem wird nicht gerüttelt – im Gegenteil.

    www.leonberger-kreiszeitung.de/inhalt.kreis-boeblingen-muellgebuehren-bleiben-wertstoffhoefe-auch.b917c249-44b0-4825-a5a9-b7738c4b1449.html
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    Dabei sein, wenn es im kommenden Jahr in die naechste Runde geht für ein sozialen, oekologisches und faires Wertstoffsystem mit Abholung im Kreis BB:
    docs.google.com/forms/d/1LMk9i4vwY5oDoXf74v4q17gqTvEtQqmGa9py3NacX3k/viewform

    Weitere Infos: www.GelberSackBB.de

    Ich wuensche allen einen schoenen und besinnlichen Jahresausklang, eine schöne Adventszeit, ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

    Ihr
    Ralf Boppel

  • Liebe Mitzeichner und Unterunstützer,

    dies ist meine letzte Nachricht auf diesem Wege. Vorhin war ich auf der Kreistagssitzung, wo jeder Tagesordnungspunkt im Schnelldurchlauf abgehandelt wurde, damit die Kreistagsmitglieder sich wieder auf die Veroeffentlichung der Gemeinderats- und Kreistagswahlergebnisse konzentrieren koennen.

    So kam es auch, dass man mir leider keine Redezeit zugestehen wollte (shit happens - es war einfach der falsche Tag). Vor der Abstimmung wurde vom Vorsitzenden, Landrat Bernahrd, noch die Petition angesprochen und in Aussicht gestellt, dass der neue Ausschuss (also der, der nach den Wahlergebnissen neu festgelegt wird) sich dann mit der Thematik auseinandersetzen und auf fachlicher Ebene mit uns diskutieren soll.

    Da wir schon mehr erreicht haben, als ich zum Start der Petition erwartet habe, naemlich wargenommen und auch erst genommen zu werden, werte ich fuer mich diese Petition als ersten Erfolg, auch wenn dieser nicht entsprochen wurde. Jetzt heisst es jedoch dran bleiben. Das Thema Holsystem bzw. "Gelber Sack" ist jetzt im Bewustsein unserer Volksvertreter, und wir muessen dafuer sorgen, dass dies so bleibt.

    Wie geht es weiter:
    Ab Herbst wird auf Bundeseben ein neues Wertstoffgesetz ausgearbeitet und verabschiedet. Damit kommt auch eine neue Verpackungsverordnung. Wenn diese zwei Gesetzeswerke verabschiedet sind, kann man sich mit der Abfallwirtschaftsbetrieb zusammensetzen und schauen, wie sich das in unserem Sinne und speziell fuer den Kreis Boeblingen umsetzen laesst. Bis dahin sind auch in der Führung neue Gesichter. Sollten die Gespraeche fruchtbar verlaufen, dann ist keine weitere Aktion mehr noetig und unsere Petition ist doch nicht gescheitert. Sollte dies nicht der Fall sein, dann muessen wir weiter fuer die Einfuehrung eine fairen, sozialen und oekologischen Holsystems kaempfen.

    Da eine Einfuehrung vor 2016 ohnehin nicht moeglich gewesen waere, ist der Kampf fuer die kostenneutrale Abholloesung noch nicht verloren (ob es den gelben Sack in der heutigen Form im Jahr 2016 noch gibt ist fraglich). Tschuess Bringsystem in 2016 ..

    Hierfuer sammle ich bereits, wie gestern schon angekuendigt Ihre E-Mailadressen. Da ich hier, bei OpenPetition, keine Mail-Adresse sehen kann (Datenschutz) ist dies somit die letzte Moeglichkeit mit Ihnen in Kontakt zu treten. Daher habe ich ein Formular eingerichtet, in dem Sie sich mit Mail-Adresse eintragen koennen. Ich wuerde mich auch freuen, wenn Sie mich bei der naechsten Aktion (also fruehesten im naechsten Jahr) nicht nur mit einer Unterschrift, sondern auch aktiv oder finanziell (z.B. fuer Flyer oder Plakate) unterstuetzen wuerden. Eintagen koennen Sie sich ueber:

    newsletter.gelbersackbb.de

    Ich bitte auch darum, dass Sie sich ueber die Adresse www.GelberSackBB.de oder die Facebook Fanpage facebook.com/GelberSackBB selbst auf dem laufenden halten. Auch wenn es jetzt eine gewisse Zeit lang etwas ruhiger werden duerfte.

    Was kann ich selbst tun?

    Recycling ist nachhaltig! Am 13. Juli findet ein Infotag mit Führungen in der Wertstoffsortieranlage in Sindelfingen statt. Anmelden dazu kann man sich auf der Homepage des Abfallwirtschaftsbetriebes. Eine Fuehrung ist sicher nicht nur interessant, sondern bietet auch die Moeglichkeit des kritischen Nachfragens, die man doch unbedingt nutzen sollte.

    Zum Schluss moechte ich mich noch bedanken:
    Bei allen Mitzeichnern fuer die Unterschrift
    Bei Axel Viertboeck fuer die mentale Unterstuetzung in den ersten Tagen
    Bei Rafael Binkowski von der LKZ fuer das tolle Interview
    Bei Dietmar und Sabine Schneidewind fuer die Berichterstattung und Unterstuetzung
    Bei Markus C. Decker (CDU) fuer die Unterstuetzung
    Bei allen anderen Reportern und Redakteueren
    Und bei meiner Familie, die die zusaetzliche Entbehrungen der letzten Wochen ertragen mussten ...

    Viele Gruesse
    Ihr Ralf Boppel

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  • Liebe Unterstützer und Mitzeichner,

    anlässlich der morgen bevorstehenden Kreistagswahl habe ich bei den Parteien nachgefragt, welche Postition im Bezug auf die Einfuehrung eines Holsystems z.B. mit dem Gelben Sack/Gelber Tonne verteten wird.

    Die Antworten habe ich im Blog veröffentlicht unter www.GelberSackBB.de
    Eine Zusammenfassung gibt es hier:

    blog.gelbersackbb.de/p/f-sehr-geehrter-boppeldie-freien.html

    Am Montag wird der Kreistag ueber das Abfallwirtschaftskonzept 2014 abgestimmt. Die Beschlussvorlage des Kreistages kann in der Kreistagsdrucksache 101/2014/1 nachgelsen werden. Der Download ist unter:

    195.189.95.167/sessionnet/bi/getfile.php?id=4960&type=do

    Ich werde im Kreistag anwesend sein und den Abgeordneten nochmals die Argumente liefern, warum sie Punkt 4 ablehnen sollen. Ueber das Ergebnis der Abstimmung werde ich dann berichten. Leider habe ich keine all zu große Hoffnung, dass es diesmal klappt.

    Fast 6000 Mitzeichner haben aber zumindest mal die "Betonkoepfe" im Landratsamt aufgeruettelt. Das Thema wird oeffentlicht diskutiert und unser Protest wurde wahrgenommen. Somit koennen wir fuers erste zufreiden sein. Es gibt immer mehr Kreistagsmitglieder, die selbst auch fuer die Einfuehrung einen Holsystems sind. Vor 2016 waere aufgrund der vertraglichen Verpflichtungen durch den Lkr BB keine Aenderung zu erwarten gewesen. Das Duale System ist im Umbruch und die Verpackungsrichtlinie wird im Bund wohl dieses Jahr noch diskutiert (und neu geregelt). Von daher wird 2015 ein spannendes Jahr und wir koennen unseren Protest neu aufleben lassen (selbst wenn der Kreistag am Monatg ueberraschenderweise den Beschlussantrag des Verkehrs- und Umwelt-Ausschusses ablehnen sollte).

    Ihre eingegeben E-Mail-Adresse ist für mich nicht sichtbar. Daher habe ich nach dem Petitionsende keine Moeglichkeit mehr Ihnen in Kontakt zu treten. Deshalb möchte ich Sie bitten, den Newsletter zu abbonieren. Hier werde ich dann den Startschuss zur nächsten Aktion im kommnden Jahr geben. Der Eintragslink wird auf der Blog-Seite veröffentlicht.

    Direkt eintragen:
    docs.google.com/forms/d/1LMk9i4vwY5oDoXf74v4q17gqTvEtQqmGa9py3NacX3k/viewform?usp=send_form

    Jetzt heisst es nur noch Daumen druecken fuer Montag.

    Ich wuensche allen einen schoenen Wahlsonntag.

    Ihr
    Ralf Boppel
    www.GelberSackBB.de

pro

In vielen Mehrfamilienhäusern landet der Pastikmüll einiger Bewohner in der Gemeinschafts-Restmülltonne. Diese füllt sich entsprechend schnell und alle Parteien zahlen dafür mit, auch die, die ihren Müll auf den Wertstoffhof bringen. Es wäre fairer und kundenfreundlicher, wenn der Pastikmüll über Gelbe Säcke ebenso unkompliziert entsorgt werden kann. Dann verstopft er nicht die Restmülltonnen.

kontra

Ich sehe die orangefarbene Tonne ebenfalls als vollwertigen Ersatz für die gelbe Tonne an, zumal ich hierüber auch zahlreiche Wertstoffe entsorgen kann, die über die gelbe Tonne NICHT angenommen werden. Ich denke das Problem ist eher, dass die orangene Tonne nach wie vor zu wenig verbreitet bzw. deren Nutzungsmöglichkeiten zu wenig bekannt sind. Sie erspart uns nämlich mittlerweile fast SÄMTLICHE Fahrten zum Wertstoffhof, womit schon alleine das Argument der Wegekosten entkräftet wäre.