Es ist ein Skandal, dass es für Angehörige anderer Religionen als katholisch oder evangelisch und insbesondere die stetig wachsende Gruppe der Konfessionslosen, die mittlerweile die größte Gruppe darstellen noch immer keine alternative an Schulen für die Klassen 1-8 gibt. Das stellt eine Diskriminierung einer bedeutenden Minderheit aufgrund ihrer Religion dar und widerspricht dem Grundrecht der Religionsfreiheit, der auch die Freiheit von Religion bzw. das Recht ohne Religion zu sein miteinschließt. Wir fordern daher die umgehende und flächendeckende Einführung von Ethikunterricht ab der ersten Klasse. Im Übrigen ist die Einführung von Ethikunterricht ab Klasse 1 bereits Teil des Koalitionsvertrags der Landesregierung Baden-Württemberg. Allein es mangelt an der Umsetzung. In anderen Bundesländern gibt es ihn bereits.

Begründung

Ethikunterricht soll Kinder über alle existierenden Glaubensrichtungen aus neutraler Sicht undogmatisch aufklären. Er dient der kritischen und toleranten Auseinandersetzung mit anderen Kulturen und vermittelt grundsätzliche Werte des Humanismus und der Aufklärung.

Die Gruppe der Konfessionslosen stellt einen wachsenden Teil der Bevölkerung dar. Die Kinder erhalten keine adäquate Alternative zum Religionsunterricht an Schulen. Ethikunterricht stellt ein Angebot für alle da, dient der geistigen Öffnung und Auseinandersetzung mit anderen Meinungen, Haltungen und Einstellungen und ist daher wichtige Voraussetzung für ein aufgeklärtes und aufgeschlossenes Miteinander in der Gesellschaft.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Benedict Holbein aus Karlsruhe
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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,

    die Frist ist abgelaufen, die Petition eingereicht mit knapp 600 Unterschriften.
    Benötigt wären etwa 1000mal so viele...

    Wenn man dem Anliegen eine reale Chance geben möchte, muss man deutlich offensiver vorgehen, Werbung machen, Unterstützende auch bei Organisationen akquirieren, an Schulen gehen...
    Ich sehe mich dazu zeitlich nicht in der Lage, unterstütze aber jeden dahingehenden Versuch.

    Danke für die Unterstützung und beste Grüße,

    Benedict Holbein

Pro

Kinder glauben im Alter von 6-10 Jahren noch an keine bestimmte Religion. Sie sind katholisch, evangelisch, muslimisch oder jüdisch etc. getauft, weil ihre Eltern sie haben taufen lassen. Sie sollten jedoch selbst die Möglichkeit zu haben wertneutrale Einblicke in alle wichtigen Weltregionen erhalten und selbst entscheiden können, an was sie glauben und an was sie nicht glauben. Ein wichtiger Schritt hierfür wäre der Ethik-Unterricht bereits ab der 1. Klasse, bis sie alt genug sind, um selbst zu entscheiden, an welchem Unterricht sie teilnehmen möchten.

Contra

ich habe selbst drei Kinder und möchte nicht, dass diese von Lehrern in Ethik, EV, RK etc. Unterrichtet werden. Jeder Mensch hat das Recht auf seine eigene Religion (Nationalitäten), die kann er in seinem Privaten Umfeld auch gerne ausleben. Manche Menschen haben keinen Bezug zur Religion, oder Politik, weshalb sollte man es in der Schule als Unterricht (ein)führen. In die Schule gehen Kinder um für den späteren Beruf etwas zu lernen. Also mit Bibel lesen und malen im Unterricht, ist das Ziel verfehlt! Ich bin an Schulen gegen ein Unterrichtsfach jeglicher Religionshintergründe.