Education

Einsatz von Lehramtsstudenten zur Reduzierung des Unterrichtsausfalls in Baden-Württemberg

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Kultusministerium
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Zur Reduzierung des pandemiebedingten Unterrichtsausfalls an den Schulen in Baden-Württemberg sollen Lehramtsstudenten herangezogen werden.

Reason

Seit Beginn der Corona-Krise belastet der massive Unterrichtsausfall Schüler wie Eltern gleichermaßen. Auch die derzeitige, zaghafte Wiederaufnahme des Schulbetriebs ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, nicht zuletzt, da etwa 20% der Lehrer zu Risikogruppen gehören und daher nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden. Hinzu kommt, dass viele Lehrer mit dem Einsatz moderner Kommunikationsmittel zum Online-Unterricht überfordert sind.

Daher macht der Anfang Juni kommunizierte Vorschlag einiger Bundespolitiker, Lehramtsstudenten für den Unterricht heranzuziehen und damit zur Entspannung der Situation beizutragen, durchaus Sinn.

Leider lehnt Dr. Susanne Eisenmann, Kultusministerin des Landes Baden-Württemberg, diesen Vorschlag rigoros ab (vgl. Stuttgarter Zeitung vom 13.06.2020 - https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.sollen-lehramtsstudenten-als-hilfslehrer-in-die-schulen-eisenmann-haelt-nichts-von-studenten-im-klassenzimmer.316d2f29-0c2c-4f16-ab5d-1608960ad8a6.html)..) Sie ist der Meinung, man brauche hier „Profis, die auf die persönlichen Lernbedürfnisse des Schülers professionell reagieren können“.

Leider verkennt die Ministerin hierbei offenbar völlig die bereits vor Corona angespannte Situation der zur Verfügung stehenden Lehrkräfte. Unterrichtsausfall war schon vor der Krise an der Tagesordnung, die Frage nach Vertretungslehrern bei Ausfall eines Fach- oder Klassenlehrers konnten Schulleiter zumeist nur mit einem verzweifelten Schulterzucken beantworten.

Diese Situation will Frau Dr. Eisenmann nun offenbar damit entschärfen, dass sie den Schülern in Baden-Württemberg ein zweiwöchiges Nachhilfeprogramm während der Sommerferien zugutekommen lassen will. Das mag zwar vorübergehend vom eigentlichen Problem ablenken, löst dies aber weder ansatzweise noch nachhaltig.

Hier kann und wird nur der Einsatz zusätzlicher Lehrkräfte Abhilfe schaffen. Und da ausgebildete Lehrer offenbar genauso schwer zu rekrutieren sind wie das vor einigen Wochen dringend benötigte Klinikpersonal, ist die Unterstützung durch angehende Lehrer dringend erforderlich.

Das Argument, dass Lehramtsstudenten noch keine Profis sind, wird allein schon dadurch entkräftet, dass wir Eltern unsere Kinder wochenlang im Homeschooling betreut, begleitet und unterrichtet haben. Und das, obwohl vermutlich nur die allerwenigsten von uns auch nur den Ansatz einer pädagogischen Ausbildung genießen durften.

Hinzu kommt die Tatsache, dass die meisten Lehramtsstudenten mit digitalen Medien aufgewachsen sind, hier wenig Berührungsängste haben und nicht nur im Falle weiterer pandemiebedingter Schulschließungen auch den virtuellen Unterricht und die Betreuung der Schüler unterstützen könnten.

Individuelle Fehleinschätzungen, mangelnder Sachverstand, fehlende Weitsicht oder persönliche Befindlichkeiten einer Kultusministerin dürfen nicht zu Lasten nahezu aller Schüler und Eltern in Baden-Württemberg gehen!

Daher ist die Idee, Lehramtsstudenten zur Unterstützung an baden-württembergischen Schulen heranzuziehen, dringend auszuarbeiten und umzusetzen.

Thank you for your support, Stephan Wohlfahrt from Stuttgart
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