Region: Germany
Family

Elterngeld komplett reformieren und Eltern durch Elternschule unterstützen

Petitioner not public
Petition is directed to
Petitionsausschuss des deutschen Bundestages
16 Supporters 16 in Germany
The petition was withdrawn by the petitioner
  1. Launched March 2021
  2. Collection finished
  3. Submitted
  4. Dialogue
  5. Failed

Die Corona- Krise hat eine für viele Eltern längst offensichtliche Problematik in den Fokus der Gesellschaft gerückt: die Kinderbetreuung. Das Elterngeld in Verbindung mit der Elternzeit ist in den letzten Jahren immer weiter gekürzt und bürokratisiert worden. In der Zwischenzeit stellt sich vielen Paaren und Alleinerziehenden die Frage: Kann ich es mir leisten, mein Kind selbst zu betreuen?

Deshalb soll das Elterngeld komplett reformiert werden, um die Eltern zu befähigen, ihre Kinder angemessen, pädagogisch wertvoll und ohne wirtschaftliche Not bis zum Ende des dritten Lebensjahres selbst zu betreuen, sofern sie das möchten.

Die Kernpunkte des neuen Elterngeldes lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Anspruch von Geburt bis Vollendung 3. Lebensjahr (damit Krippe nicht nötig ist), muss aber nicht voll genommen werden
  • Teilung auf beide Partner möglich (mal der eine Partner, mal der Andere, gemeinsam max. 2 Monate ohne Verkürzung der Gesamtlänge). Das würde auch die Inanspruchnahme durch Väter befördern!
  • Nachweis für keine Arbeit währenddessen und keine institutionalisierte Betreuung ist Voraussetzung bzw. bei Teilzeitarbeit nur eine Teilauszahlung
  • es handelt sich um ein echtes Gehalt (die Eltern sind in der Elternezeit vom Staat als Betreuer ihrer Kinder angestellt), welches sich am Durchschnitt der Erzieher orientiert (Im Bundesdeutschen median aktuell ungefähr 3.300 € brutto). Das bedeutet auch Rentenzahlung (anstelle von pauschal 3 Punkten) und Steuer und ... --> Anstellung beim bisherigen Arbeitgeber wird ausgesetzt. Das heißt, der bisherige Arbeitgeber muss eine befristete Stelle ausschreiben für Ersatz, aber in der Elternzeit sich nicht um den Mitarbeiter kümmern. Wiedereinstellung nach der Elternzeit muss garantiert werden.
  • Bei mehr Kindern im passenden Alter, gibt es einen Zuschlag pro Kind, ähnlich wie bei öffentlichem Dienst.

Um die Qualität der Erziehung zu sichern und einen Missbrauch (Geld für Nichtstun) zu verhindern, sind an den Erhalt weitere Bedingungen geknüpft:

  • die kinderärztlichen U- Untersuchungen sind verpflichtend
  • einmal pro Woche Besuch von Kind und Elternteil in einer altersgerechten Kindergruppe im Wohnumfeld (Familienzentrum, Krabbelkreis, ...)
  • Für Erstkinder Elternschule einmal pro Monat einen Samstag lang, also 8 Stunden. Maximal 5 entschuldigte Fehltage pro Jahr. Das Programm: mit Kindern spielen, basteln, singen, gesundes Essen zubereiten, Erziehungsratschläge, altersbezogene Entwicklung, Umgang mit schwierigen Situationen...

Die Elternschule dauert bis Vollendung des 5. Lebensjahres. Wer nicht teilnimmt, verliert den Anspruch auf Elterngeld bzw. später dann auf Kindergeld. Für nicht deutschsprachige Eltern werden noch Übersetzer gebraucht, aber die Gruppe soll auf deutsch betreut werden. So behält geschultes Personal den Überblick, kann eingreifen oder unterstützen und es bilden sich auch für die Eltern Netzwerke.

Zur Finanzierung wird wahrscheinlich etwas mehr Geld als jetzt nötig sein. Durch den Ausgleich von Spitzengehältern und Geringverdienern sollte aber die Differenz nicht immens sein. Außerdem können dann die Krippenzuschüsse gekürzt bzw aufgehoben werden, denn dann braucht es ja viel weniger Krippenplätze (die sowieso nicht ausreichend sind für das jetzige Modell). Dazu wäre eine Arbeitgeberpauschale an der Mitarbeiteranzahl gemessen denkbar, welche die Wertschöpfung durch Sicherung der nächsten Generation würdigt.

Reason

Kindererziehung ist Arbeit. Das wissen alle Eltern und Personen im Bildungsbereich. Außerdem ist es im Interesse der Allgemeinheit. Denn wenn Kinder haben, unattraktiv ist, wird die Bevölkerung immer älter und der Staat steht bald vor dem Problem, dass zu wenige junge Menschen, zu viele alte Menschen ernähren müssen. Das ist in Deutschland jetzt schon beinahe der Fall. Viele Erwachsene werden von der Vorstellung Eltern zu werden abgeschreckt: nicht nur, weil es mit finanziellen Einbußen einhergeht. Auch das unüberschaubare Arbeitsgebiet für viele Jahre in Verbindung mit hoher Verantwortung und keiner Expertise, schreckt viele ab. Alle Personen im Bildungsbereich müssen zumindest eine Ausbildung absolvieren, aber wie man erfolgreich selbst Kinder erzieht, bringt einem niemand bei. Auch die soziale Isolation, die häufig mit Kleinkindern einhergeht, wird von Vielen gescheut. Durch die Reform würden alle diese Probleme behoben.

Außerdem ist die gesellschaftliche Akzeptanz von "Vollzeiteltern" nur gering. Wenn man auf die Frage: "Und was bist Du?" mit "Ich bin Mutter." antwortet, kommt meistens ein "Ja, aber beruflich?" zurück. Das verdeutlicht die geringe Wertschätzung der Carearbeit sehr gut. Durch die Schaffung der "Vollzeiteltern" als ein Beruf vom Staat, wird die Arbeit sowohl finanziell als auch öffentlich wertgeschätzt.

Letztendlich würde eine Ausbildung der Eltern in Kombination mit der durch die Eigenbetreung einhergehenden Senkung des Betreungsschlüssels wahrscheinllich für eine Förderung der vorschulischen Bildung sorgen. Damit könnte der hohen Analphabeten-, Schulabbrecher- und abschlusslosen Schulabgängerrate endlich eine frühzeitige Methode entgegengesetzt werden, ohne die Schulpflicht zu verlängern (in die eine oder andere Richtung) oder sonst zu belasten. Auch die soziale Entwicklung der Kinder wird gefördert. Einerseits wird ein Wechsel der Betreuungspersonen vermieden. Dieser bereitet vielen Kindern starke Probleme vor der ersten Trotzphase. Der KiTa- Alltag ERWARTET bei einer Eingewöhnung im Krippenbereich regelmäßige Tränen. Damit werden Verlustängste heraufbeschworen und eine spätere Bindungsunfähigkeit wahrscheinlich begünstigt. Andererseits brauchen Kleinkinder besonders in den ersten zwei Lebensjahren vorrangig ihre Eltern, nicht Gleichaltrige. Der Kontakt zu diesen wird durch den Besuch von Krabbelkreisen oder Ähnlichen Veranstaltungen dennoch regelmäßig forciert. Dort entstehen also trotzdem Lernsituationen und die Möglichkeiten für Freundschaften. Gleichzeitig bietet sich Eltern dort die Gelegenheit zum Austausch mit anderen Eltern und auch dort können Freundschaften und Hilfsnetzwerke für Krisensituationen oder den Alltag entstehen.

Alles in Allem wäre die Reform für Eltern und Kinder vorteilhaft und für den Staat entstehen kurzfristig zwar Aufwand und Mehrkosten, langfristig aber eine stabilere, breite gesellschaftliche Mitte und damit dann wirtschaftlicher Wohlstand.

Thank you for your support

News

  • Liebe Unterstützer,

    Leider habe ich aus persönlichen Gründen die Petition kaum verfolgen können und die Zahl der Unterschriften ist kläglich in Relation zu dem Thema und dem Ziel. Deshalb habe ich beschlossen, die Petition zurück zu ziehen und zu einem anderen Zeitpunkt erneut eine Petition zu starten.
    Vielen Dank für die Unterstützung!

Not yet a PRO argument.

Und Sie glauben tatsächlich, dass die Betreuung des Kindes durch die Eltern pädagogisch wertvoll ist? Wie kommt es dann, dass bei manchen Familien das Jugendamt die Betreuung in einer Krippe/Kita vorschreibt. Sie möchten Ihr Leben ganz auf Ihr Kind ausrichten? Kann man machen, muss man sich aber leisten können. Mit Ihren Forderungen schweben Sie im Wolkenkuckucksheim!

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