• Von: Christian Domes, Frederic Müller, Frischer ...
  • An: Bayrischer Landtag, Frau Emilia Müller
  • Region: Bayern mehr
    Kategorie: Soziales mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 69 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Emilia Müller, stoppen Sie die Zwangsunterbringung von Asylbewerbern in Massenunterkünften

-

Hiermit beantragen die Unterzeichnenden eine sofortige Änderung der bayrischen Asylpolitik.
Aufgrund eigener Erfahrungen sind wir der Meinung, dass eine zwangsweise Unterbringung von Asylbewerbern in Gemeinschaftsunterkünften weder zeitgemäß noch menschenwürdig ist.
Durch die Massenunterbringungen entstehen gerade in kleineren Kommunen Probleme, die bei dezentraler Unterbringung in Wohnungen nicht entstehen würden.
Deshalb beantragen die Unterzeichnenden die Aufhebung der zwangsweisen Unterbringung von Asylbewerbern in Gemeinschaftsunterkünften.

Erstunterzeichner: Der Gemeinderat von Salzweg, einstimmig beschlossen am 22.10.2013

Begründung:

Die Unterbringung von Asylbewerbern in Massenquartieren löst in vielen bayerischen Gemeinden regelmäßig starke Konflikte aus.

Die sogenannten Gemeinschaftsunterkünfte werden aufgrund ihrer sozialen Brisanz hinter dem Rücken der Bevölkerung verhandelt und die betroffenen Bürger schließlich vor vollendete Tatsachen gestellt.
Diese Vorgehensweise ruft zwangsläufig vermeidbaren Ärger und nachvollziehbaren Widerstand hervor, denn durch die starke Konzentration von Flüchtlingen an einem Ort werden Einwohner und Sozialsysteme massiv überfordert.
Außerdem entstehen mit diesen ausgewiesenen Gemeinschaftsunterkünften künstliche Fremdkörper in gewachsenen Siedlungsstrukturen, die ein gemeinsames Miteinander zusätzlich erschweren.

Anschließend stehen die Kommunen, die betroffenen Bürger und die örtlichen Vereine dann vor der schwierigen Aufgabe, die Berührungsängste in der Bevölkerung abzubauen und die Asylsuchenden in die Gemeinschaft zu integrieren.

Bei einer dezentralen Unterbringung von Asylbewerbern in Wohnungen ergeben sich auf natürlichem Weg zwischenmenschliche Kontakte und alltägliche Begegnungen, die ein gelingendes Miteinander erheblich erleichtern würden.

Gleichzeitig erreichen uns diese asylsuchenden Menschen zudem als Flüchtlinge, die ihre Heimat und ihr Hab und Gut zurücklassen mussten.
Es ist unsere humanitäre Pflicht, diese Menschen fernab ihrer Kultur menschenwürdig aufzunehmen.
Wir dürfen nicht vergessen, dass auch bei uns die Zeit noch nicht so weit zurückliegt, in der deutsche Kriegsopfer, politisch Verfolgte und Vertriebene auf die Hilfe anderer Länder dringend angewiesen waren.

Deshalb fordern wir, dass das Bundesland Bayern endlich die zwangsweise Unterbringung von Asylbewerbern in sogenannten „Gemeinschaftsunterkünften“ aufgibt, wie dies in den anderen deutschen Bundesländern längst der Fall ist.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Salzweg, 21.11.2013 (aktiv bis 20.01.2014)


Neuigkeiten

Der ursprüngliche Aufruf auf dem Bild wurde wiederhergestellt, um das Finden der Petition zu erleichtern Neuer Titel: Emilia Müller, stoppen Sie die Zwangsunterbringung von Asylbewerbern in Massenunterkünften

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Wie will man anerkannte Asylbewerber in unserer Gesellschaft sinnvoll integrieren, wenn man sie vorher von unserer Kultur durch Massenunterkünfte isoliert? Wie sollen sie dort unsere Kulturtechniken und unsere Sprache erlernen?

PRO: Durch die bisherige Praxis, dass Asylbewerber nur in sog. Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden, entsteht ein System der Heimlichtuerei und Verschleierung. Die Bürger werden dabei solange es geht im Unklaren über das gelassen, was geplant ist ...

Noch kein CONTRA Argument.
>>> Schreiben Sie das erste CONTRA-Petition Argument



Petitionsverlauf

Kurzlink