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Bild zur Petition mit dem Thema: Endlich Klarheit auf der Speisekarte! Ja zur Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie. Endlich Klarheit auf der Speisekarte! Ja zur Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie.
  • Von: Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft mehr
  • An: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Verbraucherschutz mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
    Sprache: Deutsch
  • Sammlung beendet
  • 1.503 Unterstützende
    1.394 in Deutschland
    Sammlung abgeschlossen

Endlich Klarheit auf der Speisekarte! Ja zur Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie.

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Die Menschen heute leben immer bewusster. Verbraucher informieren sich umfassend und wägen ihre Kaufentscheidungen sorgfältig ab – gerade beim Thema Ernährung und Essen. Umso absurder erscheint es, dass dem Gast im Restaurant, am Imbiss oder in der Kantine nach wie vor wichtige Informationen vorenthalten bleiben, wenn er zum Beispiel ein Putensteak, ein Brathähnchen oder eine Entenbrust bestellt. Denn: Anders als im Supermarkt muss die Herkunft von Geflügelfleisch in der Gastronomie nicht ausgewiesen werden.

Kein Hinweis auf der Speisekarte. Kein Vermerk an der Tafel vor der Imbissbude. Und auch im Menü der Kantine: nichts. Wie soll so eine bewusste Entscheidung möglich sein? Der Verbraucher kauft die sprichwörtliche Katze im Sack. Denn auch wenn bei einem Essen in einem deutschen Restaurant für die meisten Gäste die Vermutung nahe liegt, dass das Geflügelfleisch aus Deutschland kommt: Das ist mitnichten immer der Fall.

Polen? Ukraine? Brasilien? Wo das Fleisch herkommt, weiß der Gast nicht. Und er hat keine Chance, es zu erfahren – denn eine Nachfrage beim Servicepersonal mitten im lebhaften Restaurantalltag fördert nur schwerlich ein verlässliches Ergebnis zutage.

Das ist ein völlig antiquiertes Informationsdefizit, das dem mündigen und aufgeklärten Verbraucher von heute nicht mehr gerecht wird! Die große Mehrheit der Deutschen bemängelt diese eklatante Kennzeichnungslücke, wie eine repräsentative Bevölkerungsumfrage zeigt: Ganze 70 Prozent sind unzufrieden oder sehr unzufrieden mit der fehlenden Kennzeichnung – denn die Herkunft von Geflügelfleisch sehen sie als zentrales Entscheidungskriterium bei der Auswahl eines Gerichts im Restaurant an. Die große Mehrheit der Deutschen (78 Prozent) spricht sich deshalb dafür aus, Restaurants gesetzlich zu einer Kennzeichnung der Herkunft von Geflügelfleisch zu verpflichten. Für 74 Prozent der Befragten ist das Kriterium Herkunftsland dabei sogar wichtiger als der Preis. Denn die Verbraucher entscheiden bewusst; sie bevorzugen Geflügelfleisch aus deutscher Haltung – und wären bereit, bei einer klaren Kennzeichnung der Herkunft auf der Speisekarte mehr für Geflügelfleisch aus Deutschland zu bezahlen als für Produkte aus anderen Ländern (79 Prozent der Befragten).

Zu Recht – denn: Die Unterschiede in den Erzeugungsstandards sind je nach Herkunftsland enorm. Deutschland nimmt hier eine Spitzenposition ein, wie eine Studie des Handelsblatt Research Institutes zeigt. Nur hilft das den Menschen hierzulande nichts, wenn sie nicht wissen, ob die Produkte auch wirklich aus Deutschland kommen.

Deshalb fordern wir die Abgeordneten des Deutschen Bundestages dazu auf, die verpflichtende Herkunftskennzeichnung von Geflügelfleisch in der Gastronomie gesetzlich zu verankern. Egal ob beim Dinner im schicken Restaurant, mittags in der Mensa oder an der Grillbude um die Ecke – der Verbraucher hat ein Recht zu erfahren, wo das Geflügelfleisch herkommt. Helfen Sie uns dabei!

Begründung:

Aus welchem Land das Geflügelfleisch kommt? Im Supermarkt reicht schon ein Blick auf das Etikett, um Gewissheit zu haben. In der Gastronomie bleibt dem Gast diese wesentliche Information bislang verborgen.

Warum aber sollten Verbraucher im Restaurant, am Imbiss, in der Kantine oder in der Mensa nicht das gleiche Recht auf umfassende Information haben wie Verbraucher beim Einkaufen?

Zumal sie dieses Recht klar einfordern: Die große Mehrheit der Deutschen (83 Prozent) spricht sich für eine Herkunftskennzeichnung von Geflügel in der Gastronomie aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage von TNS Emnid. Demnach fühlt sich der Großteil der Befragten schlecht informiert. Die klare Forderung an die Politik: Es braucht ein entsprechendes Gesetz!

Denn die Verbraucher entscheiden bewusst; sie bevorzugen Geflügel aus deutscher Haltung (84 Prozent) – wegen der hohen Standards bei der Erzeugung und der Qualität. 89 Prozent gaben sogar an, sich ganz bewusst für ein Restaurant entscheiden zu wollen, das Geflügelfleisch aus Deutschland anbietet.

Diese Haltung der Verbraucher wird durch die Studie des Handelsblatt Research Institutes bestätigt, wonach Deutschland im internationalen Vergleich von 16 Erzeugerländern deutlich besser abschneidet als die meisten Importländer. Ein Beispiel: In Brasilien, von wo ein Großteil der Geflügel-Importe nach Deutschland kommt, sind die Vorgaben zum Tierwohl weniger strikt als in der EU.

Allein – was nutzt das Wissen der Verbraucher um die unterschiedlichen Standards, wenn sie keinen Hinweis auf die Herkunft der Erzeugnisse finden können? Derart mangelnde Transparenz auf der Speisekarte ist schlicht nicht mehr zeitgemäß. Dabei gehen bereits einige Köche, Gastronomen und Restaurantbetreiber mit gutem Beispiel voran und zeigen, dass eine Herkunftskennzeichnung ohne großen Aufwand machbar ist – und für zufriedene Gäste sorgt.

Und in anderen Ländern ist die Kennzeichnung längst Standard: In der Schweiz etwa können Restaurantgäste nachlesen, ob das Fleisch für das Putengeschnetzelte mit Rösti aus heimischer Erzeugung kommt oder doch aus dem fernen Ausland.

In Deutschland hat der Gesetzgeber allerdings noch keine Initiative ergriffen. Das wollen wir mit dieser Petition ändern! Unterstützen Sie uns jetzt!

Die Ergebnisse der Verbraucherumfragen und weitere Informationen können Sie hier abrufen: www.geflügel-charta.de

Um die Studie des Handelsblatt Research Institutes anzuzeigen, klicken Sie hier: www.gefluegel-charta.de/blog/blogdetail/news/gefluegelwirtschaft-weltweit-neue-studie-vergleicht-erzeugungsstandards-in-16-laendern/

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Berlin, 06.10.2017 (aktiv bis 16.11.2017)


Debatte zur Petition

PRO: Ich will einfach wissen, was ich esse! Unabhängig davon, WO ich es esse. Und soooo schwierig kann das doch nicht sein, ein kleines D für Deutschland (oder eben andere Buchstaben für andere Länder) auf die Speisekarte zu schreiben.

PRO: Es ist wichtig, dass man als Gast endlich erkennen kann, was man auf den Teller bekommt! Die höchsten Standards in Deutschland bringen doch nichts, wenn das Hähnchenschnitzel dann sonstwoher kommt – nur weil es im Einkauf billiger ist. Ich will mich einfach ...

CONTRA: Warum setzt sich die deutsche Geflügelindustrie nicht für die Freigabe der Daten über mit Fipronil verseuchte Eier ein? Im übrigen: Die Herkunftsbezeichnung allein verschafft keineswegs "Klarheit auf der Speisekarte", denn über die Aufzuchtbedingungen ...

CONTRA: Für mich ist das keine Petition, sondern ein Missbrauch der Form der Petition. Petitionen kommen normalerweise aus der Bürgergesellschaft. Diese Petition hier aber wurde nicht nur von der Geflügelindustrie vorformuliert. Es wurde auch viel Lobbygeld in ...

>>> Zur Debatte



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