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Herzlichen Dank an die über 80 Teilnehmer der Protestaktion! Eure Unterstützung zeigt, wie wichtig dieses Thema für uns alle ist. Wegen der intensiven Gespräche mit der Grünen Partei sind jedoch viele Dialoge ins Stocken geraten. Gerne auf diese Email kurz mit Anfrage auf ein Telefongespräch antworten.
Zusammenfassung: Besonders widersprüchlich erscheinen die Aussagen von Cem Özdemir und Bürgermeister Grunert. Während Özdemir den Erhalt der SBBZ unterstützt, äußerte Grunert nach einem Gespräch mit ihm eine gegenteilige Haltung. Wir sind verwirrt über diese Unstimmigkeiten und fordern eine klare Position der Grünen, gerade im Hinblick auf den Erhalt des SBBZ Sehen Albrecht-Dürer-Schule und ihre wertvolle Arbeit.
Genauer betrachtet:
Gestern waren wir positiv überrascht von Cem Özdemirs Ansatz zum Erhalt der SBBZ (Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren) und Hauptschulen. Er hat sich klar als Vertreter der „wenigen Bürger“, deren Kinder in SBBZ beschult werden, positioniert und erklärt, dass er sich für den Erhalt der SBBZ einsetzen wird, falls er am 8. März von den Wählerinnen und Wählern zum Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt wird.
Leider waren wir negativ überrascht, als Bürgermeister Grunert, der hier in Mannheim die Grüne Partei vertritt, direkt nach einem 15-minütigen Austausch mit Spitzenkandidat Özdemir eine genau gegenteilige Position uns gegenüber äußerte. Er kann nicht nachvollziehen, warum unsere Kinder nicht in der Blinden- und Mehrfachsehbehindertenschule Ilvesheim beschult werden sollen, obwohl er im Gespräch mit Herrn Özdemir genau diese Position gehört hatte.
Frau Dr. Jutz, die bildungspolitische Sprecherin der Grünen im Mannheimer Gemeinderat, war ebenfalls an den genannten Diskussionen beteiligt und versuchte, einen Ausgleich zwischen den Positionen von Özdemir und Grunert zu finden. Derzeit tendiert sie jedoch eher zur Position von Bürgermeister Grunert.
Wir als Bürger sind von dieser widersprüchlichen Haltung der Grünen Partei verwirrt.
Offene Briefe:
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Grunert, liebe Frau Dr. Jutz,
Wenn Sie als politische Sprecher der Grünen im Mannheimer Gemeinderat weiterhin für den Wegfall des SBBZ Sehen Albrecht-Dürer-Schule plädieren, haben Sie Ihre Position fachlich und sachlich wirklich hinterfragt? Haben Sie die Meinung von Fachleuten eingeholt? Haben Sie mit Eltern gesprochen, deren Kinder an der Albrecht-Dürer-Schule unterrichtet wurden und jetzt auf eine weiterführende Schule gehen? Haben Sie Erwachsene, die das SBBZ in Mannheim erlebt haben, befragt? Oder beharren Sie auf Ihrer Position aufgrund persönlicher Einschätzungen, Vermutungen und einseitiger Diskussionen mit Einrichtungen, die Ihre Meinung bestätigen, in einem so komplexen Thema?
Suchen Sie nicht einfach nach Argumenten, um einige Räumlichkeiten freizuräumen – ohne Rücksicht darauf, ob Sie dabei jahrzehntelang aufgebaute Kompetenzen und Einrichtungen zerstören, nur, weil die Politik der letzten Jahre es versäumt hat, rechtzeitig Schulen zu bauen? Zumal die frei werdenden Räumlichkeiten keineswegs als langfristige Lösung ausreichen werden, da die Bedarfe im Bereich GENT weiterhin als steigend prognostiziert werden. Was geschieht dann in den nächsten Jahren? Werden dann weitere Schulen geschlossen werden?
Lieber Herr Özdemir,
wie können Sie uns als Bürgerinnen und Bürger von Baden-Württemberg überzeugen, dass Sie Ihre Wahlversprechen auch umsetzen können, wenn innerhalb Ihrer Partei solche Unstimmigkeiten bestehen? -
Anbei der Bericht des Mannheimer Morgens: Als Auftakt für unsere Protestaktion morgen, Samstag, 28. Februar 2026, um 18 Uhr vor dem Kulturhaus Käfertal.
Gute Nachrichten: Cem Özdemir, Spitzenkandidat von Bündnis 90/Die Grünen für die Landtagswahl in BW 2026, hat sich bereit erklärt, morgen für 15 Minuten mit uns vor seinem Empfang zu sprechen!
Parkmöglichkeiten: Unsere Elternvertreter stehen ab 17:45 Uhr zur Verfügung. Fahren Sie einfach zum Supermarkt-Parkplatz vor dem Kulturhaus Käfertal, und es wird Ihnen beim Parken geholfen. -
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
Gute Nachrichten!
Frau Dr. Jutz hat uns gestern eine klare Position der Grünen Partei zugeschickt. Endlich eine ehrliche Positionierung seitens der Fraktion Die Grünen/Die Partei – und das dank Frau Dr. Jutz! Ihre Bereitschaft, am 28. Februar mit uns zu sprechen, bringt ein ganz anderes Momentum in die Sache. Wir sind zuversichtlich und hoffen, dass wir gemeinsam noch mehr Bewegung in den Prozess bringen können.
Wir laden Euch daher herzlich ein, am Samstag, den 28. Februar 2026 um 18 Uhr vor dem Kulturhaus Käfertal ein Zeichen zu setzen.
Kommt vorbei, trefft unsere sehbehinderten Kinder und lasst uns gemeinsam die gelebte Demokratie feiern! Der Protest ist sachlich, friedlich und bestimmt. Wir wollen ein starkes Signal für Bildung und Chancengleichheit setzen!
Anbei findet ihr das Plakat zur Protestaktion am Samstag. Bitte leitet es über WhatsApp, Signal, Social Media usw. weiter. Alle aktiven Bürgerinnen und Bürger Mannheims sind eingeladen, ihre Präsenz zu zeigen und sich für unsere Kinder einzusetzen.
Wir haben bereits mit dem Polizeirevier Käfertal gesprochen – die Mitarbeitenden sind sehr freundlich und unterstützen uns selbstverständlich bei unserer Aktion.
Es gibt ein motivierendes und engagierendes Momentum – wir können spüren, dass unsere Stimme gehört wird!
Zusätzlich werden wir ca. 300 Flyer zur Veranstaltung verteilen. Diese werden wichtige Informationen zu unserem Anliegen enthalten.
Falls ihr Fragen zu Parkmöglichkeiten oder anderen Details habt, antwortet gerne auf diese E-Mail.
Wir, die Elternschaft, werden umgehend antworten.
Mobilisiert auch gerne eure Nachbarn und Freunde, damit wir gemeinsam ein starkes Zeichen setzen können!
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Anhang:
Als Anhang haben wir einen Teil des bisherigen E-Mail-Austausches mit der Fraktion Die Grünen/Die Partei beigefügt. Dies gibt einen guten Überblick über die Positionen und den bisherigen Dialog.
Vielen Dank für eure Unterstützung – auf geht’s, gemeinsam für eine bessere Zukunft unserer Kinder!
Liebe Grüße,
Die Elternschaft des SBBZ Sehen Albrecht-Dürer-Schule
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---24. Februar 2026: UNSERE ANTWORT AUF DIE EMAIL SEITENS DER Fraktion Die Grünen/Die Partei
Liebe Frau Dr. Jutz,
sehr geehrte Mitglieder der Fraktion Die Grünen/Die Partei,
vielen Dank für Ihre ausführliche Rückmeldung und die Bereitschaft zum weiteren Austausch. Wir wissen es zu schätzen, dass Sie Ihre Position so klar dargelegt haben.
Wir nehmen zur Kenntnis, dass Sie Ihre Entscheidung auf Grundlage Ihrer Schulbesuche und Gespräche getroffen haben.
Dennoch bleiben für uns zentrale Fragen unbeantwortet: Wie können drei Klassenräume und die Räumlichkeiten der Schulleitung, die derzeit vom SBBZ Sehen Albrecht-Dürer-Schule genutzt werden, strukturelle Raumprobleme im GENT-Bereich sowie an der Eugen-Neter-Schule nachhaltig lösen?
Uns erschließt sich nicht, wie dieser vergleichsweise geringe räumliche Zugewinn die angeführten Bedarfe substanziell decken soll – insbesondere, wenn dafür eine seit über 50 Jahren bestehende und bewährte sonderpädagogische Einrichtung aufgegeben wird.
Diese gewachsene Struktur nun aus rein räumlichen Erwägungen wieder aufzulösen, halten wir weder für bildungspolitisch noch für pädagogisch überzeugend. Soll diese Einrichtung tatsächlich so leichtfertig für eine kurzfristige Entlastung der Eugen-Neter-Schule aufgegeben werden? Haben Sie sich die langfristigen fachlichen, strukturellen und menschlichen Konsequenzen dieser Entscheidung umfassend vor Augen geführt?
In diesem Zusammenhang stellt sich für uns insbesondere die Frage nach dem Beratungs- und Frühförderauftrag. Das SBBZ Sehen in Mannheim begleitet im Rahmen von Frühförderung und inklusiver Beratung rund 120 Kinder in der Stadt und Region und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur praktischen Umsetzung von Inklusion. Wer soll diese Aufgabe künftig übernehmen?
Haben Sie geprüft, welche Strukturen und welches spezifische Fachwissen – beispielsweise im Bereich komplexer Wahrnehmungsstörungen wie der Cerebralen Visuellen Informationsverarbeitungsstörung (CVI) – in Zukunft in vergleichbarer Tiefe und Frequenz in Mannheim vorgehalten werden können? Gerade diese Expertise ist hoch spezialisiert, gewachsen und im Alltag vielfach erprobt. Sie lässt sich nicht kurzfristig ersetzen oder verlagern.
Haben Sie zudem die Stellungnahmen der Expertinnen und Experten im Anhang grundlegend gelesen und in Ihre Überlegungen einbezogen?
Unsere Schule war die erste Sehbehindertenschule Baden-Württembergs. Hervorgegangen aus der Blindenpädagogik, wie sie einst an der Blindenschule Ilvesheim umgesetzt wurde, haben sich Blinden- und Sehbehindertenpädagogik im Laufe der Zeit fachlich differenziert...
Gerne per Email Antwort auf diese Email den ganzen Text des Email-Austausches anfragen. Auf OpenPetition ist die Nachricht auf 5000 Zeichen beschränkt.
Weil es ein wertvoller und wichtiger Beitrag für unsere Kinder ist.
Die Stadt nimmt sich hier wieder das Recht heraus, gegen gültiges Recht zu verstoßen.