Petition richtet sich an:
Bürgermeister Heiner Pahlmann
Wir fordern die Stadt Bramsche und den Rat der Stadt Bramsche auf, die geplante weitere Ausweisung von Industrie- und Gewerbeflächen in Schleptrup zu stoppen.
Der tatsächliche Bedarf und die Auswirkungen auf Verkehr, Lärm, Natur, Landwirtschaft und Lebensqualität müssen transparent dargestellt werden. Der Ortsrat und die Bürgerinnen und Bürger von Schleptrup müssen frühzeitig und ernsthaft beteiligt werden.
Die betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe sowie ihre Eigentums- und Pachtflächen müssen berücksichtigt werden.
Für die bereits entstandenen Belastungen fordern wir außerdem eine konkrete Kompensation direkt vor Ort – sichtbar und spürbar für die Menschen in Schleptrup.
Begründung
Wir haben genug ausgehalten.
Mit Eiker Esch und den folgenden Gewerbeentwicklungen hat Schleptrup bereits große Veränderungen hinnehmen müssen. Landschaft ist verloren gegangen, die Lebensqualität hat sich verändert und viele Menschen sorgen sich um den Wert ihrer Grundstücke und Häuser.
Und jetzt soll es weitergehen.
Die zuletzt geplante Fläche ist noch nicht einmal vollständig erschlossen, vermarktet oder bebaut – und bereits wird die nächste Fläche auf der anderen Straßenseite angegangen.
Wir finden: Es reicht.
Wir sind nicht gegen Unternehmen oder Arbeitsplätze. Aber wirtschaftliche Entwicklung braucht Grenzen. Schleptrup darf nicht Schritt für Schritt zu einem immer größeren Industrie- und Gewerbestandort werden.
Auch unsere Landwirte sind betroffen. Landwirtschaftliche Flächen – ob Eigentum oder Pacht – sind Arbeits- und Existenzgrundlage. Sie dürfen nicht einfach als Flächenreserve für die nächste Gewerbegebietserweiterung betrachtet werden.
Besonders kritisch sehen wir die fehlende Beteiligung vor Ort. Der Ortsrat Schleptrup wurde vor der Beratung im Ausschuss nicht beteiligt bzw. befragt. Bei einer Entscheidung, die unseren Ortsteil dauerhaft verändert, erwarten wir Transparenz und echte Beteiligung.
So sieht Partizipation nicht aus.
Wir wollen, dass zuerst die bereits vorhandenen Flächen genutzt und die Auswirkungen der bisherigen Entwicklung betrachtet werden, bevor weitere Freiflächen für Industrie und Gewerbe geopfert werden.
Und wenn Schleptrup die Belastungen eines immer größeren Wirtschaftsstandortes tragen soll, erwarten wir auch eine Kompensation vor Ort, die für uns sichtbar und spürbar ist.
Schleptrup ist nicht nur Wirtschaftsstandort.
Schleptrup ist unser Zuhause.
Es reicht. Wir haben genug ausgehalten.
Es sind bereits Baugebiete ausgewiesen, welche noch Kapazitäten besitzen für Firmen, da muss nicht noch mehr Natur zerstört werden.