Sehr geehrte Damen und Herren,

im Rahmen eines Seminartages mit dem Grundschulseminar (Bayern) zur Familien- und Sexualerziehung im Grundschulunterricht habe ich von einer Mitarbeiterin der Beratungsstelle Donum Vitae erfahren, dass diese vor kurzem per Post einen Bescheid bekommen hat, in welchem steht, dass Sie und Ihre Mitarbeiter an Grundschulen künftig keine Familien- und Sexualerziehung mehr unterrichten dürfen. Dies sei die Aufgabe der Lehrkräfte. Ich stimme dieser Aussage teilweise zu, schließlich ist die Familien- und Sexualerziehung im Lehrplan bei den übergreifenden Bildungs- und Erziehungszielen verortet und auch im BayEUG Art. 48 deutlich beschrieben! Allerdings frage ich mich, warum man die Experten von der Schule fernhält. Gerade diese Personen haben spezielles Fachwissen, ausgearbeitete Unterrichtskonzepte (inklusive wunderbaren Materialien) und nicht zuletzt deutlich mehr Erfahrung auf diesem Fachgebiet als manche Lehrkräfte. Experten gehören in die Schule, wir werden dazu aufgefordert mit außerschulischen Institutionen zu kooperieren... wie soll das gelingen, wenn Ihnen der Zutritt zur Schule bzw. zum Unterricht verweigert wird, wenn es an der Finanzierung scheitert? An dieser Stelle darf nicht auf Grund von finanziellen Mitteln gespart werden. Wir dürfen nicht zulassen, dass das Fachwissen und schließlich die Experten in bestimmten Bereichen den Schulen entzogen werden. Deshalb plädiere ich dafür, diese Petition zu unterschreiben und somit dafür ein Zeichen zu setzen, von welch enormer Bedeutung die Arbeit von Experten in der Grundschule ist.

Begründung

Die Aufgabe von Lehrkräften und Eltern ist es, ihre Kinder zu mündigen, verantwortungsbewussten und an Bildung interessierten Menschen zu erziehen. Ein wichtiger Punkt spielt dabei die Familien- und Sexualerziehung. Gerade in diesem Bereich der Erziehung ist es besonders wichtig, beide Seiten - sowohl die Eltern, als auch die Schule - mit Experten zu unterstützen. Diese in den Unterricht einzuladen, um unseren Kindern spezielles Fachwissen auf eine kindgerechte Art und Weise zu vermitteln, ist notwendig für eine wirkungsvolle und nachhaltige Familien- und Sexualerziehung. Die Schülerinnen und Schüler haben unzählige Fragen, aber auf manche von ihnen kann eben nur ein Experte Antwort geben. Außenstehenden Personen vertrauen sich manche Kinder eher an, wie den eigenen Lehrkräften oder Eltern. Wir sollten alles dafür unternehmen, dass dieses notwendige Expertenwissen weiterhin in die Schulen hineingetragen wird.Ich würde mich freuen, wenn Sie meine Meinung teilen und diese Petition unterschreiben.

Mit herzlichen Grüßen, Marina Pototzky

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Marina Pototzky aus Kammeltal
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