Familien stärken statt Familienleistungen kürzen

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Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

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Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Familienpolitik ist keine Sozialromantik — sie ist Zukunftssicherung.

Wir fordern eine verlässliche Familienpolitik, die Familien stärkt statt weiter belastet. Steigende Lebenshaltungskosten, Fachkräftemangel, fehlende Betreuungsplätze und Kürzungen beim Elterngeld setzen Familien zunehmend unter Druck.

Begründung

Familien tragen täglich Verantwortung für die Zukunft unseres Landes. Sie sichern nicht nur unser gesellschaftliches Leben, sondern langfristig auch Fachkräfte, Steuerzahler, soziale Stabilität und die Tragfähigkeit unseres Rentensystems.

Artikel 6 des Grundgesetzes stellt klar:
„Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.“

Viele Familien erleben aktuell jedoch das Gegenteil: steigende Lebenshaltungskosten, hohe Mieten, Inflation sowie steigende Energie- und Betreuungskosten setzen Familien zunehmend unter Druck. Gleichzeitig wurden beim Elterngeld weitere Einschränkungen beschlossen.

Das Elterngeld verliert seit Jahren an Kaufkraft
Das Elterngeld wurde seit seiner Einführung im Jahr 2007 trotz Inflation und massiv gestiegener Lebenshaltungskosten nicht angepasst. Sowohl der Mindestbetrag von 300 € als auch der Höchstbetrag von 1.800 € blieben unverändert.
Zusätzlich wurden die Einkommensgrenzen abgesenkt:
• zum 1. April 2024 von 300.000 € auf 200.000 € zu versteuerndes Einkommen
• und zum 1. April 2025 erneut auf 175.000 €.
Viele Familien erleben dadurch finanzielle Unsicherheit - auch in der Mittelschicht.
Bereits Durchschnittsfamilien erleben während der Elternzeit deutliche Einkommensverluste. Gleichzeitig steigen die Kosten für:
• Wohnen
• Lebensmittel
• Energie
• Mobilität
• Kinderbetreuung

Ebenfalls gut ausgebildete Doppelverdiener-Familien geraten zunehmend unter Druck. Hohe Mieten oder Immobilienkredite, Versicherungen, Altersvorsorge, Kinderbetreuung sowie hohe Steuer- und Abgabenlasten müssen weiterhin getragen werden.
Fällt während der Elternzeit ein Einkommen teilweise weg und bleibt das Elterngeld gleichzeitig bei maximal 1.800 € gedeckelt, entsteht für viele Familien reale finanzielle Unsicherheit.

Betreuungssituation und Vereinbarkeit
Zusätzlich verschärft die angespannte Betreuungssituation in vielen Regionen Deutschlands die Belastung von Familien erheblich.
Während höhere Erwerbstätigkeit und berufliche Verfügbarkeit erwartet werden, fehlen vielerorts:
• Kitaplätze
• Fachpersonal
• flexible Betreuungszeiten
• verlässliche Strukturen
Viele Eltern erleben dadurch einen erheblichen organisatorischen und mentalen Druck zwischen Familie, Erwerbsarbeit und Alltag.
Hinzu kommt: Arbeiten Eltern während der Elternzeit zusätzlich oder machen sich selbstständig, wird dieses Einkommen auf das Elterngeld angerechnet. Dadurch entsteht bei vielen Familien der Eindruck, dass Eigeninitiative und zusätzliche Arbeit nicht ausreichend gefördert werden.

Deutschland steht bereits heute vor großen Herausforderungen:
• Fachkräftemangel
• demografischer Wandel
• sinkende Geburtenzahlen
• steigende Belastung der sozialen Systeme

Wenn Familien zunehmend das Gefühl bekommen, dass Elternschaft finanziell und organisatorisch immer schwieriger wird, hat das langfristige Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft.

Familienpolitik ist deshalb nicht nur Sozialpolitik — sie ist auch Wirtschafts-, Standort- und Zukunftspolitik.
Deshalb fordern wir:
• keine weiteren Kürzungen familienbezogener Leistungen
• eine Überprüfung der abgesenkten Einkommensgrenzen beim Elterngeld
• eine inflationsgerechte Anpassung des Elterngeldes
• eine Anpassung der Elterngeldobergrenze an heutige Lebenshaltungskosten
• einen stärkeren Ausbau verlässlicher Betreuungsangebote
• mehr Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf
• mehr Planbarkeit und finanzielle Sicherheit für Familien

Familien brauchen keine Symbolpolitik, sondern verlässliche Rahmenbedingungen und echte Unterstützung.

Viele Eltern erleben inzwischen das Gefühl, zwischen Familie, Beruf, finanzieller Verantwortung und gesellschaftlichen Erwartungen dauerhaft zerrieben zu werden.
Dabei geht es längst nicht mehr nur um einzelne Leistungen oder politische Detailentscheidungen. Es geht um die grundlegende Frage, welchen Stellenwert Familien und Elternschaft in Deutschland künftig noch haben sollen.

Wer Familien dauerhaft überlastet, gefährdet langfristig nicht nur die finanzielle Stabilität vieler Haushalte, sondern auch gesellschaftlichen Zusammenhalt, Chancengleichheit und die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.
Familien brauchen keine Sonderbehandlung - sie brauchen faire, verlässliche und realitätsnahe Rahmenbedingungen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Monique Springer, Bernau
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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 18.05.2026
Sammlung endet: 17.11.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Familie

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Weil es ohne Kinder keine Zukunft gibt und die ohnehin schon herausfordernden Startbedingungen für Familien ganz sicher nicht aus Sparmaßnahmen weiterhin verschärft werden dürfen!

Keine Solidarität mit Reichen, die mehr als 175.000 Euro Jahreseinkommen haben! So etwas unterzeichne ich ganz bestimmt nicht.

Warum Menschen unterschreiben

Wir haben zwei Kinder, möchte mich engagieren.

Selbst betroffen

Elterngeldbezug schon ohne Kürzung knapp, da Lebensunterhaltungskosten stark gestiegen. Bei uns beispielsweise keine Krippenplätze mehr, da Personalmangel in den Kitas. Wir können unseren Sohn also erst im besten Fall mit zwei Jahren in die Kita geben. Kindertagespflege bei 400-500 Euro monatlich. Man ist also aufgrund der Kinderbetreuung gezwungen länger in der Elternzeit zu bleiben und der Elterngeldbezug ist wichtiger denn je -aufgrund gestiegener kosten müsste dieser eher erhöht werden ...

Ein Land, was Kinder bekommen unattraktiv macht sägt sich doch am eigenen Stuhlbein? Schon allein eine Langzeitrechnung muss doch ergeben, dass sich eine finanzielle Unterstützung von Familien lohnt. Abgesehen davon, sehe ich es als gesamtgesellschaftliche Aufgabe Familien zu unterstützen.

Als Mutter und Schwangere bin ich auf ein angemessenes Elterngeld angewiesen, damit meine Regierung bei der Kinderbetreuung unter zwei Jahren sparen kann und auch bei der Rente. Vielleicht sollte da mal einer der klugen Köpfe eine Gegenrechnung starten, statt nur zu kürzen.

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