Region: Germany

Familien stärken statt Familienleistungen kürzen

Petition is addressed to
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

376 Signatures

1 %
372 from 30,000 for quorum in Germany Germany

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  1. Launched 18/05/2026
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Petition addressed to: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Familienpolitik ist keine Sozialromantik — sie ist Zukunftssicherung.

Wir fordern eine verlässliche Familienpolitik, die Familien stärkt statt weiter belastet. Steigende Lebenshaltungskosten, Fachkräftemangel, fehlende Betreuungsplätze und Kürzungen beim Elterngeld setzen Familien zunehmend unter Druck.

Reason

Familien tragen täglich Verantwortung für die Zukunft unseres Landes. Sie sichern nicht nur unser gesellschaftliches Leben, sondern langfristig auch Fachkräfte, Steuerzahler, soziale Stabilität und die Tragfähigkeit unseres Rentensystems.

Artikel 6 des Grundgesetzes stellt klar:
„Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.“

Viele Familien erleben aktuell jedoch das Gegenteil: steigende Lebenshaltungskosten, hohe Mieten, Inflation sowie steigende Energie- und Betreuungskosten setzen Familien zunehmend unter Druck. Gleichzeitig wurden beim Elterngeld weitere Einschränkungen beschlossen.

Das Elterngeld verliert seit Jahren an Kaufkraft
Das Elterngeld wurde seit seiner Einführung im Jahr 2007 trotz Inflation und massiv gestiegener Lebenshaltungskosten nicht angepasst. Sowohl der Mindestbetrag von 300 € als auch der Höchstbetrag von 1.800 € blieben unverändert.
Zusätzlich wurden die Einkommensgrenzen abgesenkt:
• zum 1. April 2024 von 300.000 € auf 200.000 € zu versteuerndes Einkommen
• und zum 1. April 2025 erneut auf 175.000 €.
Viele Familien erleben dadurch finanzielle Unsicherheit - auch in der Mittelschicht.
Bereits Durchschnittsfamilien erleben während der Elternzeit deutliche Einkommensverluste. Gleichzeitig steigen die Kosten für:
• Wohnen
• Lebensmittel
• Energie
• Mobilität
• Kinderbetreuung

Ebenfalls gut ausgebildete Doppelverdiener-Familien geraten zunehmend unter Druck. Hohe Mieten oder Immobilienkredite, Versicherungen, Altersvorsorge, Kinderbetreuung sowie hohe Steuer- und Abgabenlasten müssen weiterhin getragen werden.
Fällt während der Elternzeit ein Einkommen teilweise weg und bleibt das Elterngeld gleichzeitig bei maximal 1.800 € gedeckelt, entsteht für viele Familien reale finanzielle Unsicherheit.

Betreuungssituation und Vereinbarkeit
Zusätzlich verschärft die angespannte Betreuungssituation in vielen Regionen Deutschlands die Belastung von Familien erheblich.
Während höhere Erwerbstätigkeit und berufliche Verfügbarkeit erwartet werden, fehlen vielerorts:
• Kitaplätze
• Fachpersonal
• flexible Betreuungszeiten
• verlässliche Strukturen
Viele Eltern erleben dadurch einen erheblichen organisatorischen und mentalen Druck zwischen Familie, Erwerbsarbeit und Alltag.
Hinzu kommt: Arbeiten Eltern während der Elternzeit zusätzlich oder machen sich selbstständig, wird dieses Einkommen auf das Elterngeld angerechnet. Dadurch entsteht bei vielen Familien der Eindruck, dass Eigeninitiative und zusätzliche Arbeit nicht ausreichend gefördert werden.

Deutschland steht bereits heute vor großen Herausforderungen:
• Fachkräftemangel
• demografischer Wandel
• sinkende Geburtenzahlen
• steigende Belastung der sozialen Systeme

Wenn Familien zunehmend das Gefühl bekommen, dass Elternschaft finanziell und organisatorisch immer schwieriger wird, hat das langfristige Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft.

Familienpolitik ist deshalb nicht nur Sozialpolitik — sie ist auch Wirtschafts-, Standort- und Zukunftspolitik.
Deshalb fordern wir:
• keine weiteren Kürzungen familienbezogener Leistungen
• eine Überprüfung der abgesenkten Einkommensgrenzen beim Elterngeld
• eine inflationsgerechte Anpassung des Elterngeldes
• eine Anpassung der Elterngeldobergrenze an heutige Lebenshaltungskosten
• einen stärkeren Ausbau verlässlicher Betreuungsangebote
• mehr Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf
• mehr Planbarkeit und finanzielle Sicherheit für Familien

Familien brauchen keine Symbolpolitik, sondern verlässliche Rahmenbedingungen und echte Unterstützung.

Viele Eltern erleben inzwischen das Gefühl, zwischen Familie, Beruf, finanzieller Verantwortung und gesellschaftlichen Erwartungen dauerhaft zerrieben zu werden.
Dabei geht es längst nicht mehr nur um einzelne Leistungen oder politische Detailentscheidungen. Es geht um die grundlegende Frage, welchen Stellenwert Familien und Elternschaft in Deutschland künftig noch haben sollen.

Wer Familien dauerhaft überlastet, gefährdet langfristig nicht nur die finanzielle Stabilität vieler Haushalte, sondern auch gesellschaftlichen Zusammenhalt, Chancengleichheit und die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.
Familien brauchen keine Sonderbehandlung - sie brauchen faire, verlässliche und realitätsnahe Rahmenbedingungen.

Thank you so much for your support, Monique Springer, Bernau
Question to the initiator

Petition details

Petition started: 05/18/2026
Collection ends: 11/17/2026
Region: Germany
Topic: Family

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Weil es ohne Kinder keine Zukunft gibt und die ohnehin schon herausfordernden Startbedingungen für Familien ganz sicher nicht aus Sparmaßnahmen weiterhin verschärft werden dürfen!

Keine Solidarität mit Reichen, die mehr als 175.000 Euro Jahreseinkommen haben! So etwas unterzeichne ich ganz bestimmt nicht.

Why people sign

Wir haben die Einbußen durch die Deckelung des Höchstbetrags bereits bei unserem ersten Kind massiv gespürt. Aktuell bin ich schwanger mit unserem zweiten Kind und wir befürchten weitere Einbußen, da ich sowieso nur in Teilzeit arbeiten kann und den Maximalbetrag überhaupt nicht mehr erhalten werde.

Junge Menschen wie wir müssen uns selbst mit guten Gehältern entscheiden, ob wir Eigentum kaufen oder Familie gründen, beides ist nicht machbar hier. Wir haben uns für Familie entschieden aber ein zweites Kind wird finanziell nicht tragbar sein.

Familie sichern

Mutter von zwei Kindern und berufstätig. Wegen zunehmender finanzieller Belastung auf weitere Kinder verzichtet, obwohl Kinderwunsch besteht.

Kinder sind die Zukunft!

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