Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass der Beruf der Hausfrau/ des Hausmann eingeführt bzw. anerkannt wird, wenn diese zusätzlich zum üblichen Haushalt auch noch Kinder erziehen.

Begründung

Als Hausfrau geht man Beschäftigungen mehrerer Berufszweige nach:Reinigungskraft, Erzieher, Lehrer, Entertainer, Manager/in, Doktor, Psychologe/Psychologin, Koch/Köchin, Animateur/in, Putzmann/Frau, Wäscher/in, Näher/in, Einkäufer/in, Logistiker/in, Beschützer/in, Beichtvater/Mutter, Tröster/in, Geliebte/r, Sekretär/in, Buchhalter/in, Chauffeur/in, Gestalter/in, Innen Architekt/in, Planer/in, Maler/in, Klempner/in, Elektriker/in,...uvm.Dies alles in Vollzeit, Akkord, 24-Stunden-Schicht, Tag- und Nachtschichten, Wechselschicht, ständige Weiterbildungszwang und höher Führungsverantwortung und Verantortungsbewusstsein, ständige Bereitschaft und ohne Berücksichtigung von Arbeitszeitregelungen, Wochenenden oder Feiertagen. Ohne Anerkennung der Arbeitsleistung, Rentenansprüche und dem ständigen Vorwürfen "nur zu Hause zu sitzen".Steigert die Bereitschaft, für Nachwuchs selbst zu sorgen (Generationenvertrag), bindet und stärkt das Familienbild. Hilft den überfüllten Kitas Herr der Lage zu werden (Kitaplätze sind Mangelware) Stärkt das Familienbewusstsein (Familie und Kinder sind wichtiger Bestandteil jeder Kultur) Hebt den Zwang auf, sofort nach Entbindung(nach Mutterschutz) wieder arbeiten zu müssen, um keine Rentenabzüge zu riskieren oder den Arbeitsplatz zu gefährden.

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  • Pet 3-18-17-2160-033011

    Familienfragen


    Der Deutsche Bundestag hat die Petition am 09.03.2017 abschließend beraten und
    beschlossen:

    Das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen nicht entsprochen werden
    konnte.

    Begründung

    Der Petent möchte erreichen, dass die Tätigkeit einer Hausfrau bzw. eines
    Hausmannes als Beruf anerkannt wird, wenn die Frau bzw. der Mann zusätzlich zum
    Führen des Haushaltes Kinder erzieht.
    Es wird ausgeführt, wie vielfältig die Tätigkeiten als Hausfrau/Hausmann seien.
    Weiterhin legt der Petent dar, dass man zeitlich in erheblichem Umfang ausgelastet
    sei und dass es sich um eine ausgesprochen verantwortungsvolle Tätigkeit handele.
    Durch die Bereitschaft, sich um die Kinder selbst zu kümmern, würden zudem das
    Familienbild gestärkt und die Kindertagesstätten entlastet.
    Es handelt sich um eine öffentliche Petition, die auf den Internetseiten des
    Deutschen Bundestages veröffentlicht und diskutiert wurde. 64 Mitzeichnende haben
    das Anliegen unterstützt. Der Petitionsausschuss hat im Rahmen seiner
    parlamentarischen Prüfung der Bundesregierung Gelegenheit gegeben, ihre
    Auffassung zu dem Anliegen darzulegen. Die Prüfung des Petitionsausschusses
    hatte das im Folgenden dargestellte Ergebnis:
    Der Petitionsausschuss stimmt der in der Petition vorgetragenen Einschätzung zu,
    dass die im Haushalt und insbesondere in der Familie geleisteten unbezahlten
    Aufgaben stärker wertzuschätzen sind. Dennoch sind die Voraussetzungen für eine
    Anerkennung als Beruf nicht gegeben. Unter einem Beruf ist eine nicht nur
    vorübergehende, der Schaffung und Erhaltung des Lebensunterhaltes dienende
    Betätigung zu verstehen. Da die Tätigkeit als Hausfrau/Hausmann mit
    Kindererziehung nicht auf Erwerb ausgerichtet ist, ist diese Voraussetzung nicht
    erfüllt. Bei der Tätigkeit handelt es sich auch nicht um ein Gewerbe, da ein Gewerbe
    auf Gewinnerzielung ausgerichtet ist. Auch könnte nach den Ausführungen der

    Bundesregierung eine – wie auch immer geartete – Anerkennung der Tätigkeit als
    Beruf voraussichtlich sogar mit bestimmten, insbesondere finanziellen Nachteilen
    verbunden sein, etwa in Bezug auf die Krankenversicherung.
    Der Petitionsausschuss stellt fest, dass daraus, dass Kinderbetreuung und
    Familienarbeit eine große Anstrengung darstellen, nicht die Forderung abgeleitet
    werden kann, dass die Erziehung der eigenen Kinder mit einem Beruf gleichzusetzen
    ist. Nach Artikel 6 Absatz 2 des Grundgesetzes sind die Pflege und Erziehung der
    Kinder das natürliche Recht der Eltern und die ihnen obliegende Verpflichtung. Zur
    Pflichterfüllung können sich Eltern der Unterstützung durch Dritte bedienen. In
    Betracht kommen hier z. B. Einrichtungen der Kinderbetreuung, Tagesmütter oder
    Tagesväter. Unter Beruf kann auch die erworbene berufliche/fachliche Qualifikation
    verstanden werden, unabhängig davon, ob eine entsprechende Tätigkeit ausgeübt
    wird. Hierbei ist vor allem auf den Berufsabschluss abzustellen. Bei einer Tätigkeit
    als Hausfrau/Hausmann handelt es sich nicht um einen Beruf in diesem Sinne. Die
    staatliche Anerkennung von Ausbildungsberufen nach dem Berufsbildungsgesetz
    bzw. nach der Handwerksordnung ist die rechtliche Grundlage für die
    Berufsausbildung. Anerkannte Ausbildungsberufe müssen den Qualitätsansprüchen
    des Beschäftigungs- und Bildungssystems genügen. Gemäß § 1 Absatz 3
    Berufsbildungsgesetz hat die Berufsausbildung für die Ausübung einer qualifizierten
    beruflichen Tätigkeit in einer sich wandelnden Arbeitswelt die notwendigen
    beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in einem geordneten
    Ausbildungsgang zu vermitteln. Die Tätigkeit als Hausfrau/Hausmann mit
    Kindererziehung ist daher aufgrund des Fehlens eines anerkannten
    Ausbildungsberufes und der fehlenden Absicht, eine Tätigkeit aufzunehmen, die der
    Schaffung und Erhaltung des Lebensunterhaltes dient, kein Beruf.
    Soweit Rentenansprüche angesprochen sind, weist der Petitionsausschuss darauf
    hin, dass das System der gesetzlichen Rentenversicherung lohn- und
    beitragsbezogen ist. Dies bedeutet, dass die Höhe der Rente grundsätzlich von der
    Höhe der durch Beitragszahlung versicherten Arbeitsentgelte abhängt. Die
    rentenrechtliche Anerkennung einer langjährigen Hausfrauen-/Hausmanntätigkeit
    ohne Beitragszahlung kann daher nicht Aufgabe der gesetzlichen
    Rentenversicherung sein. Jedoch wurde gerade im Bereich der gesetzlichen
    Rentenversicherung in den vergangenen Jahren eine Reihe von Maßnahmen
    getroffen, die Personen zu Gute kommen, die Familienarbeit leisten. Hierzu zählen
    insbesondere die Berücksichtigung der Erziehung von Kindern und die Pflege von

    Pflegebedürftigen. Im Jahr 1986 wurde erstmals Kinderziehung als Versicherungszeit
    anerkannt. Die rechtliche Honorierung der Kinderziehung wurde stetig ausgebaut.
    Verbesserungen erfolgten mit den Rentenreformgesetzen 1992 und 1999, dem
    Altersvermögensgesetz von 2001 sowie dem RV-Leistungsverbesserungsgesetz von
    2014. Kindererziehung wird bei der Rentenberechnung als Pflichtbeitragszeit
    anerkannt. Für Eltern, die vor 1992 geborene Kinder erzogen haben, werden pro
    Jahr 2 Jahre und für die Erziehung von ab 1992 geborene Kinder werden 3 Jahre pro
    Kind als Kindererziehungszeit angerechnet. Diese wird mit 100 % des
    Durchschnittseinkommens bewertet und beim Zusammentreffen von
    Kindererziehungszeit mit anderen Beitragszeiten wird die additive Anrechnung der
    Kinderziehungszeiten bis zur Beitragsbemessungsgrenze vorgesehen. Zusätzlich
    wurden Kinderberücksichtigungszeiten bis zum 10. Lebensjahr eines Kindes und die
    Höherbewertung von Beitragszeiten eingeführt, die während einer
    Kinderberücksichtigungszeit zurückgelegt werden. Dies bedeutet, dass das
    Rentenrecht bereits ein System von familienpolitischen Leistungen enthält.
    Der Petitionsausschuss ist daher der Auffassung, dass hiermit die Leistung
    anerkannt wird, die Eltern für die Gesellschaft durch das Erziehen von Kindern
    erbringen. Die mit der Petition erhobenen Forderungen unterstützt er daher nicht. Er
    empfiehlt, das Petitionsverfahren abzuschließen, da dem Anliegen nicht entsprochen
    werden konnte.

    Begründung (PDF)

Pro

Ich gehe einer Beschäftigung nach, für die es keiner besonderen (Berufs-) Ausbildung bedarf. Dennoch werden Kollegen/Innen, welche eine anerkannte Berufsausbildung nachweisen können, sei diese nun der Beschäftigung dienlich oder nicht, besser bezahlt als ich, die ich "Nur-Hausfrau" gewesen bin. Meine Erfahrungen im Bereich der Hausfrau sind aber sicherlich dieser Beschäftigung dienlicher als z.B. das Können eines Frisörs/einer Frisörin. Das finde ich ungerecht. Zumindest in dieser Situation wäre eine Anerkennung des Berufs der Hausfrau/des Hausmannes wünschenswert

Contra

Noch kein CONTRA Argument.