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Bild zur Petition mit dem Thema: Für den Erhalt der gebundenen Ganztagsschule in Stuttgart-Süd Für den Erhalt der gebundenen Ganztagsschule in Stuttgart-Süd
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Schulbürgermeisterin Dr. Susanne Eisenmann
  • Region: Stuttgart-Süd
    Kategorie: Bildung mehr
  • Status: Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen bzw. wird nicht weiter verfolgt
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 962 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Für den Erhalt der gebundenen Ganztagsschule in Stuttgart-Süd

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Die seit Jahren wechselnden Szenarien um eine neue „Grundschule Süd“ sorgen in Stuttgart-Süd zunehmend für Irritationen. Die Elternschaft und künftige Eltern sind durch die aktuellen Planungen massiv verunsichert. Sie laufen darauf hinaus, dass die einzige gebundene Ganztagsschule in Stuttgart-Süd (Heusteigschule) abgeschafft wird. Der Elternbeirat der Heusteigschule spricht sich entschieden dagegen aus:

  1. Statement des Elternbeirats unter eltern.heusteigschule.de
  2. Aktuelle Entwicklungen im Blog: gbgtsssued.blogspot.de

Mit der Petition wollen wir erreichen, dass die einzige gebundene Ganztagsschule in Stuttgart-Süd erhalten bleibt.

Begründung:

Das gebundene Ganztagskonzept der Grundschule in der Heusteigschule ist erfolgreich, hat in Stuttgart-Süd einen tadellosen Ruf und findet Akzeptanz. Die soziale Durchmischung der Klassen spiegelt unser heterogenes Viertel auf idealtypische Weise. Es zeigt, dass sich das erfolgreiche Konzept der didaktischen Rhythmisierung in allen sozialen Lebenswelten herum gesprochen hat. Die Lehrerinnen und Lehrer, das pädagogische Fachpersonal des Trägers Caritas und die Eltern ziehen an der Heusteigschule an einem Strang und prägen das gebundene Ganztagskonzept aus Überzeugung gemeinschaftlich – für ihre Kinder und ihr Viertel.

Dieses Know-How wird derzeit durch Planungen des Schulverwaltungsamtes in Frage gestellt. Dort erarbeitet man eine Vorlage, die Ergebnis mehrerer Prüfaufträge des Gemeinderates sein wird. Darin sollen verschiedene Varianten für eine „Grundschule Süd“ skizziert werden, wobei sich der Fokus auf diese Variante richtet: Die Schulbezirksgrenzen für die bisherigen Gebiete der Jakob-, Heusteig- und Römerschule werden neu zugeschnitten. Danach soll das Gebäude der Römerschule die neue, kleinere „Grundschule Süd“ beherbergen. Die Römerschule will dazu Ganztagsschule in Wahlform werden. Zwei Züge sollen dort im Ganztagszug arbeiten, ein Zug als Halbtagszug. Die gebundene Ganztagsschule in der Heusteigschule würde damit nach einer Übergangszeit von ab heute vier Jahren auslaufen. Am Ende des Prozesses (2019) gäbe es faktisch in Stuttgart-Süd keine gebundene Ganztagsschule mehr. Obwohl derzeit nur von Planungen die Rede ist, werden Eltern bereits darüber informiert, dass ab Schuljahr 2016/2017 keine Kinder mehr in der Heusteigschule eingeschult werden. Mit dieser Petition soll deutlich werden, dass Stuttgart-Süd zu seiner gebundenen Ganztagsschule steht und für deren Erhalt eintritt. Denn das skizzierte Szenario bedeutet aus der Sicht der Petenten einen Rückschritt für die Schulentwicklung im Quartier Stuttgart-Süd, aus mehreren Gründen:

# Eine neue Ganztagsschule in Wahlform in Stuttgart-Süd stellt keine Weiterentwicklung, sondern einen Rückschritt für unser Viertel dar, weil ein erfolgreich arbeitendes Konzept – das alle Kinder gleichermaßen im Blick hat – ohne Not abgeschafft wird. # Der Fokus auf die individuelle und chancengleiche Entwicklung der Kinder ist DIE Chance des gebundenen Ganztagskonzeptes. Die Rhythmisierung wird nach langen Jahren des Erfahrungsgewinns mit Erfolg umgesetzt, die Kinder (und Eltern) aller sozialen Schichten profitieren. # Die gebundene Ganztagsschule Heusteigschule hat mit seiner Prozessentwicklung von der teilgebundenen hin zur gebundenen Ganztagsschule bereits eine langjährige Erfahrungskurve hinter sich. Diesen Status Quo gilt es zu wahren.
# Das funktionierende gebundene Ganztagskonzept wird aufgegeben zugunsten einer Wahlform, die sich erst neu etablieren und Probleme bewältigen muss, die die Heusteigschule bereits hinter sich hat. # Über mehrere Jahre gäbe es einen Parallelbetrieb dreier Ganztageswelten (auslaufende „offene GTS“ in der Römerschule + GTS-Betrieb in Wahlform + „gebundene GTS“ in der Heusteigschule) in zwei Gebäuden. Für diesen Parallelbetrieb fehlen Vorbilder und pädagogische Konzepte.
# Wir beobachten, dass die Erfahrung und die Kompetenzen des Trägers Caritas im Prozess nicht einfließen. Wir befürchten, dass hier Kompetenzen verloren gehen. # Die Erfahrungen im Bereich Vorbereitungsklassen (VK) für Flüchtlingskinder fließen in die bisherigen Überlegungen nicht ein. Hier wird ein Thema vernachlässigt mit einer künftig immer stärkeren Bedeutung im Stadtleben. Auch hier gilt es, den vorhandenen Erfahrungsschatz zu wahren.

Wir sind deshalb der Meinung: Die gebundene Ganztagsschule in Stuttgart-Süd muss erhalten bleiben!

Die ausführliche Begründung finden Sie im Statement des Elternbeirats: eltern.heusteigschule.de

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Stuttgart, 31.08.2015 (aktiv bis 01.03.2016)


Neuigkeiten

Liebe Unterstützer der Petition, der Verwaltungsausschuss des Stuttgarter Gemeinderates hat am 27. Juli 2016 entschieden, die neue Grundschule Süd im Gebäude der jetzigen Römerschule zu gründen. Unsere Petition ist damit leider ohne Erfolg geblieben. ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Ich muss gestehen: ich wusste bislang nicht, was der Begriff "Gebundene Ganztagsschule" meint - aber jetzt weiß ich: das ergibt wirklich Sinn! 1) Keine Spaltung der SchülerInnenschaft entlang verschiedenster potenzieller Linien 2) Ganzheitliches Verständnis ...

PRO: Mal abgesehen davon, dass ich das Konzept zukunftsweisend für die "Anforderungen" an heutige Familien finde, möchte ich mich ausdrücklich auch für den Standort Heusteigschule als solchen in " zweiter Reihe " unter dem Gesichtspunkt Feinstaub aussprechen. ...

CONTRA: Gebundene Ganztagsschulen sind Verwahranstalten für Kinder, die von Menschen gezeugt wurden, die Null-Bock haben, sich selber um sie zu kümmern. Einfach nur eine traurige Ausrede für elterliches Nichtkümmern im "Gutfördersystem".

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