109 Unterschriften
Petition richtet sich an: Bürgermeister Christian Ziche mit Gemeindevertretung
Für das Rote Mühle Festival.
Für Kultur im ländlichen Raum.
Für ein offenes, lebendiges und junges Falkenberg.
Wir sprechen uns ausdrücklich für den Erhalt und die Durchführung des Rote Mühle Festivals 2026 in Falkenberg aus.
Das Rote Mühle Festival ist weit mehr als eine Musikveranstaltung. Es ist ein kulturelles Projekt mit besonderem Charakter, das Menschen zusammenbringt, Begegnung ermöglicht und Falkenberg über die Gemeindegrenzen hinaus sichtbar macht. In einer ländlichen Region, in der kulturelle Angebote nicht selbstverständlich sind, ist ein solches Festival ein wichtiger Beitrag zu Vielfalt, Gemeinschaft und Lebensqualität.
Wir halten es für richtig, dass Sorgen von Anwohnerinnen und Anwohnern ernst genommen werden. Fragen des Lärmschutzes, der Nachtruhe, der Verkehrs- und Parkplatzsituation sowie der Campingorganisation müssen sorgfältig betrachtet und verantwortungsvoll geregelt werden. Diese Themen rechtfertigen jedoch aus unserer Sicht kein pauschales Infragestellen oder Verhindern des Festivals. Vielmehr braucht es klare, verhältnismäßige und umsetzbare Rahmenbedingungen.
Das Rote Mühle Festival steht für Kultur, Engagement und Gemeinsinn. Es bringt Menschen unterschiedlicher Generationen, Herkunft, Lebensentwürfe und Interessen zusammen. Es schafft Raum für Musik, Kunst, Austausch und ein respektvolles Miteinander. Gerade für junge Menschen, Familien, Künstlerinnen und Künstler sowie Menschen, die sich ein offenes Dorfleben wünschen, setzt das Festival ein starkes Signal: Falkenberg ist ein Ort, an dem kulturelle Entwicklung möglich ist.
Nach unserer Kenntnis ist das Festival nicht auf kommerzielle Gewinnerzielung ausgerichtet. Eintrittsbeiträge dienen im Wesentlichen der Deckung notwendiger Kosten, etwa für Künstlerinnen und Künstler, DJs, Technik, Licht, Strom, Infrastruktur, Ausstattung, Verpflegung, Organisation sowie die Unterstützung der vielen Helferinnen und Helfer. Möglich wird das Festival vor allem durch persönliches Engagement, ehrenamtliche Arbeit und die Unterstützung zahlreicher Beteiligter.
Darüber hinaus stärkt das Festival örtliche und regionale Strukturen. Vereine, Initiativen und engagierte Menschen aus Falkenberg und der Umgebung können sich einbringen, sichtbar werden und gemeinnützige Zwecke unterstützen. Durch Verkaufsstände, Getränkeausschank, Spenden, organisatorische Beteiligung oder den Verzicht auf Gagen können Mittel für lokale Projekte und Vereinsarbeit entstehen. Das Festival verbindet damit Kultur, Ehrenamt und Gemeinwohl in besonderer Weise.
Aus unserer Wahrnehmung ist das Rote Mühle Festival friedlich, respektvoll und gemeinschaftsorientiert. Viele Besucherinnen und Besucher legen Wert auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur, Gelände und Nachbarschaft. Themen wie Müllvermeidung, Nachhaltigkeit, Rücksichtnahme und ein achtsames Miteinander gehören zum Selbstverständnis vieler Beteiligter.
Selbstverständlich sind Musikveranstaltungen hörbar und können zeitweise Belastungen verursachen. Entscheidend ist jedoch, wie damit umgegangen wird. Aus unserer Sicht liegt die Lösung nicht in Verboten oder grundsätzlichen Einschränkungen, sondern in einem verbindlichen und gut abgestimmten Veranstaltungskonzept.
Dazu gehören abgestimmte Ruhezeiten, klar definierte Musikzeiten, technische Maßnahmen zur Lärmreduzierung, eine bewusste Ausrichtung der Beschallung, ausreichend musikfreie Phasen, eine transparente Kommunikation mit der Nachbarschaft, erreichbare Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner während der Veranstaltung sowie eine geordnete Park- und Campingorganisation.
Auf dieser Grundlage lassen sich berechtigte Schutzinteressen der Anwohnerinnen und Anwohner mit dem kulturellen Interesse der Gemeinde verbinden.
Falkenberg braucht Orte der Begegnung, des Austauschs und der kulturellen Teilhabe. Gerade ländliche Gemeinden stehen vor der Herausforderung, für junge Menschen, Familien, Künstlerinnen sowie Künstler und mögliche Zugezogene attraktiv zu bleiben. Ein Festival wie das Rote Mühle Festival zeigt, dass Falkenberg offen, vielfältig und zukunftsfähig sein kann.
Wir bitten daher um eine faire, sachliche und wohlwollende Prüfung des Rote Mühle Festivals 2026. Kritik und Sorgen sollen gehört werden, aber sie dürfen nicht die einzige Grundlage der Entscheidung sein. Ebenso müssen die Stimmen der Menschen berücksichtigt werden, die das Festival befürworten, seine Bedeutung für Falkenberg erkennen und bereit sind, an einer rücksichtsvollen Umsetzung mitzuwirken.
Anwohnerschutz, Kultur, Ehrenamt, Jugend, Vereinsleben und regionale Ausstrahlung stehen nicht im Widerspruch zueinander. Mit Dialog, klaren Absprachen und gegenseitiger Rücksichtnahme kann das Rote Mühle Festival ein Gewinn für Falkenberg bleiben.
Wir setzen uns deshalb ausdrücklich dafür ein, dass diese friedliche, kulturell wertvolle und regional anerkannte Veranstaltung erhalten bleibt und nicht aufgrund einer einseitigen Darstellung vorschnell eingeschränkt oder verhindert wird.
Begründung
Für Kultur im Ländlichen Raum.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
06.07.2026
Sammlung endet:
05.01.2027
Region:
Falkenberg / Mark
Kategorie:
Kultur
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Mein Eindruck ist, Falkenberg stirbt aus: Es hat keinen Bäcker, keinen Arzt. keinen Frisör, keine Post, keine Geschäfte, keine Gaststätte. Kein Fitnessstudio. Keine Sauna. Keinen Arzt. Erst recht keinen Club. Immer stört irgendwen irgendwas. Selbst wenn es eigentlich fast nichts ist, wird daraus ein Elefant gemacht: Ohweih, ohweih, wie schrecklich: Alle 2 Wochen mal Sauna, das ist ja schon nicht zum Aushalten für die Falkenberger! Ohweih ohweih ein 3-tägiges Festival im Jahr mit 365 Tagen - wer soll das ertragen? Immer ist das doch auch ein Machtspiel: Wer darf hier was machen und was nicht. Muskeln zeigen. Doch mit seiner Intoleranz schafft Falkenberg sich noch selbst ab.
Wichtig machen sich Leute, die zumeist keinen Mumm haben, größere Aufgaben, die das Leben hier verbessern würden, anzupacken, davon lenken sie sich so eher ab. In diesem Pseudo-Naturschutz, z.B., da ist auch ganz schön viel Feigheit drin, sich mit größeren Gegnern auseinander zu setzten - aber auch gefährliche Unbedachtheit, denn:
Nur deswegen wirkt das Gelände um die Rote Mühle so natürlich, weil der Eigentümer es eben so belässt und nur gelegentlich nutzt. Was würde daraus werden, wenn er aufgibt? Ohne mit der Wimper zu zucken, würden hier die Leute zulassen, dass das an eine Autolackiererei verscherbelt wird, solang da dann regelmäßig den Rasen gemäht wird und die Flächen schön ordentlich zu betoniert. Sieht ja dann auch "sauber" aus. Auf dem Dorfdialog haben sie sich eine Supermarkt gewünscht.
Grad Naturschutz braucht Weitblick. Die Idee, wenn es das Festival auf dem Rote Mühle Gelände nicht mehr gäbe, dann gäbe es dort dann ein noch größeres Naturparadies ist Pillepalle. Das Rote Mühle Gelände war nun mal ein schon immer ein Gewerbegelände und ist kein Naturschutzgebiet. Es liegt in privater Hand und kann jederzeit an jemanden verkauft werden, dem die Interessen von Natur und örtlicher Bevölkerung dann so richtig egal sind.
Die Waldbrandgefahr ist gerade in diesem Kontext gut im Griff. Schon allein eine Bewässerung der Grundstücksgrenzen tut hier vieles. Und Falkenberg hat eine hervorragende Freiwillige Feuerwehr, ohne die so ein Festival eh nicht läuft. Waldbrände entstehen weniger dort, wo die Feuerwehr ohnehin eingebunden wird, sondern eher dort, wo niemand hinschaut.
Fazit: Auch auf einem Friedhof leben seltene Tiere - und es ist auch wunderbar ruhig - das heißt aber noch lange nicht, das man aus jedem Dorf einen Friedhof machen muss.
(Bearbeitet)
Nettes Techno-Festival, gerne erhalten – aber an ethisch einwandfreiem Ort. Da wohnt Dracula.
Ich bin im Rückblick ehrlich gesagt sauer, dass ich dort ahnungslos gefeiert habe. Mir war bis vor Kurzem gar nicht bewusst und bekannt, welchen Stress solche Festivals anrichten.
Meine Bestandsaufnahme: Es ist nun mal ein knackig lautes Festival mit überwiegend elektronischer Musik. Genau deshalb ging ich und meine Studi-Clique aus Eberswalde dahin. So was geht nicht leise. Da darf man sich nichts vormachen. Das Festival bot für 2026 ca. 350 Eintrittskarten an. Billig ist der Eintritt auch nicht. Es ist also objektiv keine kleine und keine sozial-motivierte Kultur-Fete. Es ist auch kein Festival für Falkenbergs Jugendliche für die der Mühleneigner Mundharmonika am Lagerfeuer spielt. Das Festival ist was für erwachsene Feierfreaks, die wissen, auf wen und was sie da treffen könnten.
Naturschutz anstatt Egoismus: Das Festival findet direkt an einem uralten geschützten Waldbiotop statt und unmittelbar an einem Schutzgebiet für Tierarten die von Aussterben bedroht sind. Dazu gehören Fledermäuse. Alles, was das Rote Mühle Festival nun mal ausmacht, bringt diese Tiere in Not. Laute Musik, Bässe, Beleuchtung, viele Menschen. Das hat was mit ihrem Orientierungs- u. Flugsystem zu tun. Fledermäuse sind Säugetiere mit sehr geringer Fortpflanzungsrate. Viele Arten bringen nur ein einziges Jungtier pro Jahr zur Welt und das soll doch dann nicht sterben. Bsp.: Wenn das Festival 3 Tage 400 m weit ballert, hauen die Eltern-Fledermäuse ab und lassen die Kleinen zurück u die gehen ein. Und das geht dann Jahr für Jahr so seit 2022. Das kann man mir nicht schön reden mit Kultur.
Das Waldbiotop mit Mühlenteich, geschützten Pflanzen- und Tierarten ist ein einzigartiges, nicht reproduzierbares Kulturgut, das über Jahrzehnte gewachsen ist und an seinen Ort gebunden ist. Das Festival hingegen kann woanders hin umziehen. Und durch so viel Leute besteht auch objektiv erhöhtes Risiko von Waldbränden für das Waldbiotop. Es vergeht kaum ein Tag an dem die Medien nicht von Waldbränden, Evakuierungen berichten.
Respekt gegenüber Dorfbewohnern anstatt Anspruchshaltung: Es sollen sich 50 oder 60 Dorfbewohner gegen das Festival aufgelehnt haben wegen dem Lärm in den Häusern. Das Festival stört wohl im Radius von 400 m. Muss man nicht dankbar sein, dass die Dorfbewohner erst jetzt auf die Barrikaden gehen. Kopf hoch: Es muss einfach ein neuer Ort für das Festival gefunden werden. Wird schon.
(Bearbeitet)
Es gibt in Falkenberg eine ganze Reihe von interessanten kulturellen Ereignissen. Das Festival in der Roten Mühle ist sicher nicht das einzige, aber eines davon.
Es ist durchaus kein Heavey Metal, Punk oder Rock Festival und es ist auch nicht riesig. Doch klar, eigentlich immer dreht sich ein Festival-Publikum etwas mehr um sich selbst, als z. B. eine Wandergruppe.
Die Organisatoren des Festivals haben sich aber von Anfang an bemüht, gerade auch eine Brücke zu den Ortsansässigen zu schlagen und Falkenbergern z.B. bis 19 Uhr freien Eintritt gewährt.
Es ist wichtig, Jugend-Kultur, die up-to-date ist, auf dem Land zuzulassen, damit die Jugend auf dem Land sich nicht total abgehängt und unattraktiv vorkommt und sich nichts zutraut auch nicht, über den Tellerand zu schauen.
Was man als Störung bewertet und was als Bereicherung, hängt auch davon ab, wie wichtig man die eigenen Interessen im Verhältnis zu allgemeineren Interessen nimmt und ob man die Interessen von anderen überhaupt sieht, anerkennt und wichtig nimmt. ob man großzügig ist oder nur an sich denkt.
Auch ich möchte Nachts schlafen - aber manchmal liege ich auch einfach so wach, ganz ohne das jemand laut ist. Das interessiert niemanden. Und manchmal schlafe ich dann besonders gut, wenn ich hören kann, dass nebenan noch gesprochen wird. Was mich beruhigt und was mich aufregt, hängt von meiner Bewertung ab.
Es ist wichtig, einander zugewandt zu sein und ehrlich miteinander zu kommunizieren. Den anderen einfach "weg" haben zu wollen, ist keine Haltung, die zu etwas Positivem führt. Einsamkeit, Überalterung, Hass und Unfreundlichkeit sind ein Zuhause für NIEMAND.
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Das Festival ist ein toller Beitrag zum kulturellen Programm in meiner Umgebung.