Region: Uelzen
Environment

Für den Erhalt des Schlossparkes Holdenstedt

Petition is directed to
Rat der Hansestadt Uelzen und Ortsrat Holdenstedt
910 Supporters 687 in Uelzen
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  1. Launched May 2019
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Wir fordern den Rat, die Fraktionen, den Bürgermeister der Hansestadt Uelzen sowie den Ortsrat Holdenstedt auf,

• die Zerstörung des Schlossparkes durch die massive Bebauung auf drei Baufeldern abzulehnen,

• den ausgesprochenen Bauvorbescheid nicht zu verlängern und

• den denkmalgeschützten Schlosspark in seiner jetzigen Gestalt als Natur- und Erholungsraum zu erhalten.

Reason

• die vom Bürgermeister Markwardt vorgeschlagene Variante zielt nicht auf das Schloss, sondern auf den Verkauf des Schlossparkes als günstige Baufläche. - Der politische Auftrag an die Verwaltung vom März 2014 lautete, zu prüfen, ob ein Verkauf des Schlosses Holdenstedt möglich ist. Dass der Bürgermeister nicht das Schloss, sondern den Schlosspark als Bauland vermarkten will, hat seinerzeit wohl niemand für möglich gehalten.

• bei dieser Variante wird das denkmalgeschützte Ensemble aus Schloss, Kirche, Schlossmauer und Schlosspark per Beschluss unwiederbringlich zerstört.

• die per Bescheid genehmigten Gebäude hätten eine Grundfläche von bis zu 1.400 m2 und würden so den Schlosspark gegenüber der Kirche (420 m2) und dem Schloss (650 m2) deutlich dominieren.

• es kann von einem deutlich größeren Eingriff in die raumwirkende und ökologisch wertvolle Gehölzsubstanz ausgegangen werden, als es die bekannt gewordenen Unterlagen suggerieren. Allein 27 größere Bäume stehen im direkten 5m-Umfeld der zukünftigen Gebäude. Unter Rücksicht auf nötige Baufreiheit, Zuwegungs- und Abstandsflächen erscheint eine Fällung von nur 14 Bäumen sehr unrealistisch.

• Eine ruhige öffentliche Erholung und eine qualitative Erlebbarkeit des Schlossparkes wird von der Versammlung als mit dieser Variante nicht vereinbar angesehen.

Wir missbilligen, dass sich die Stadtverwaltung hier selbst eine Bebaubarkeit per Bauvorbescheid, ohne eine öffentliche Beteiligungsmöglichkeit, genehmigt hat.

• Es war der Stadt in den ersten Jahren (2014 – 2016) nicht gelungen, einen Käufer für das Schloss zu finden.

• Erst nach der Ausweisung der Bauflächen im Schlosspark meldeten sich ernsthafte Interessenten. Das städtische Gebäudemanagement - selbst von der Stadt mit der Vermarktung beauftragt – hatte wiederum bei der Stadt einen Bauvorbescheid zur zweigeschossigen Bebauung von 1.400 m2 im Schlosspark beantragt. Die Stadt als Verkäufer ist somit Eigentümer, Antragsteller, Baubehörde und untere Denkmalschutzbehörde zugleich!

Weil das Verfahren intransparent, ohne öffentliche Beteiligung erfolgte, fühlen sich die Bürger zu Recht ausgeschlossen und nicht in ihren Bedenken ernst genommen.

Unverständlich für die Öffentlichkeit ist, dass für diesen sensiblen Bereich die Bebaubarkeit per Bauvorbescheid erteilt wurde, anstatt einen Bebauungsplan aufzustellen.

Dieses gilt insbesondere vor dem Hintergrund

• der kulturellen Bedeutung der Anlage, für die seit dem 13. Jahrhundert eine Burganlage und schon im 16. Jahrhundert der Standort eines Schlosses bestätigt ist. Es handelt sich um ein herausragendes, über den Ortsbereich hinaus bedeutsames Kulturgut, von dem sogar Merian-Stiche existieren.

• der möglichen Bebauung unmittelbar neben der St. Nicolai Kirche (erstmalig 1266 erwähnt). Ein per Bauvorbescheid mögliches Gebäude mit größerer Grundfläche als die Kirche würde das Ensemble zweifelsfrei räumlich und visuell dominieren.

• der denkmalschutzrechtlichen Belange, da die gesamte Anlage einschließlich Schlosspark und Schlossmauer als Einheit unter Denkmalschutz steht.

• der Lage im Landschaftsschutzgebiet. Eine Verschlechterung des Landschaftsbildes, des Naturerlebens und des Naturgenusses ist nicht zulässig. Erholungsuchende kommen täglich, um die Ruhe und die Natur im Ambiente des Schlossparks zu genießen.

• der geplanten Bebauung ohne Bebauungsplangrundlage. Dieses würde voraussetzen, dass sich die geplanten Gebäude in Art und Nutzung an der Umgebung orientieren können. Das ist aus der heterogenen Umgebungsbebauung unseres Erachtens nicht ableitbar (landwirtschaftliche Betriebe, Bauhof eines Tiefbauunternehmens, Kfz-Werkstatt, Einfamilienhäuser, Mühlengebäude, ehem. Forsthaus, Kirche Schloss usw.).

• der zukünftigen Auslegung des Gleichbehandlungsgrundsatzes. Andernorts zu erteilende städtisch Auflagen die zuvor genannten Rechtsbereiche betreffend, werden einen kritischen Vergleich mit dem Vorhaben „Schlossparkbebauung Holdenstedt“ Stand halten müssen (Insbesondere Naturschutz, Landschaftsschutz, Denkmalschutz, Bauen ohne Bebauungsplan).

Weitere Informationen: www.pro-holdenstedt.de/index.php?cat=Zerst%C3%B6rung%20Schlosspark

News

  • Liebe Unterstützer für den Erhalt des Schlossparkes Holdenstedt.
    Der Schlosspark und das Schloss Holdenstedt sind noch zu retten, wenn Frau v. der Wense ihr Vorkaufsrecht ausübt. Sie hat deutlich gemacht, dass das Geld für den Kauf aufgebracht werden kann. Jetzt geht es darum, durch Spenden den Verein Kinder- und Jugendforum Schloss Holdenstedt e.V. zu stärken, der einer von drei langfristigen Mietern im Schloss werden soll.

    Wenn Sie ausreichend informiert sind, und nur darauf gewartet haben, können Sie mit diesem Formular direkt ihre Spende zusagen:
    schlossholdenstedt.de/wp-content/uploads/2019/11/Spendenformular.pdf
    Anm.: Die zugesagte Spende wird erst abgefordert, wenn Frau von der Wense tatsächlich vom Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht... further

  • Einladung zum Vortrag!

    Montag, den 2. Dezember,
    19:30 Uhr im Schützenhaus Holdenstedt.

    Liebe Unterzeichner der Petition für den Erhalt des Holdenstedter Schlossparkes,

    Referentin ist Armgard v. der Wense.
    Sie stellt das zukünftige Nutzungskonzept für Schloss und Schlosspark, sowie eine Spendenaktion des Vereins Kinder- und Jugendforum Schloss Holdenstedt e.V. zum Thema „Rettet den Schlosspark Holdenstedt“ vor.

    Frau v. der Wense plant, ihr Vorkaufsrecht ausüben und hofft auf eine möglichst breite Unterstützung für ihr Konzept.

    Bitte möglichst teilnehmen und diese Einladung an Interessierte / Unterstützer weiterleiten!

    Für Pro Holdenstedt e.V.
    Viele Grüße
    Herwig Maaß (1. Vorsitzender)

    Anlage: Einladung zum Vortrag

Das Schloss ist zusammen mit seinem großartigen Park ein einmalig schönes Ensemble von überregionaler landschaftlicher und kulturhistorischer Bedeutung. Die geplanten Bauten sind ein Frevel, der die unauflösbare Einheit von Schloss und Park irreversibel zerstört. Unter dem Vorwand der angeblichen Erhaltung wird ein grandiose Anlage, die aus der über Jahrhunderte gewachsenen Verbindung von Architektur und Natur ihre Wirkkraft entfaltet, unwiderbringbar hingerichtet. Es ist so, als würde man ein berühmtes Gemälde mit dem Messer filettieren. Die Teile sind wertlos.

No CONTRA argument yet.

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