Online-Petition wird offline
Was sich zunächst wie eine technische Fehlermeldung anhört, markiert tatsächlich eine neue Phase der Unterschriftensammlung für den langfristigen Erhalt des Krankenhauses in Wermelskirchen: Die Online-Petition wird durch eine Offline-Aktion ergänzt.
Verschiedene Geschäfte haben begonnen, Unterschriftenlisten auszulegen. Damit erhalten auch Bürgerinnen und Bürger vor Ort die Möglichkeit, sich zu beteiligen. Gerade ältere Menschen haben teilweise keinen Zugang zur Online-Variante und können nun bequem auf Papier ihre Stimme abgeben.
Zentrale und gut erreichbare Anlaufstellen sind beispielsweise der Zeitschriftenladen „Lotto Toto Duran“ sowie gegenüber die Pizzeria „Onkel Nestor & Del Salento“ direkt am Bahnhof.
Selbstverständlich ist die Petition weiterhin online unter
www.openpetition.de/vote erreichbar.
Petition verlängert: Ziel sind 5.000 Unterschriften
Der aktuelle Stand der Petition liegt bei 2.311 Unterschriften. Hinzu kommen bereits die ersten Hundert Unterschriften aus den ausgelegten Listen in den Geschäften.
Die Aktion wurde heute bis Anfang Juli verlängert, um allen Bürgerinnen und Bürgern ausreichend Gelegenheit vor den Sommerferien zu geben, sich entweder vor Ort oder online zu beteiligen. Ab Mai werden zudem wieder Informationsstände vor dem Rathaus eingerichtet.
Im Zentrum der Forderung steht ein entscheidendes Wort: langfristig.
Ob bestenfalls aus eigener Kraft, durch eine Fusion oder im Rahmen einer Übernahme – entscheidend ist die langfristige Sicherung des Krankenhausstandortes.
Ähnlich wie bereits bei der Petition zur Polizeiwache ist das Ziel, insgesamt 5.000 Unterschriften zu erreichen.
Förderverein Krankenhaus bringt zusätzlichen Schub
Die freiwilligen Helferinnen und Helfer der Petition zeigen sich erfreut darüber, dass aus einer Idee nun konkretes ehrenamtliches Engagement entstanden ist.
Die Gründung eines Fördervereins macht deutlich, dass die Menschen in der Stadt bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv für die Zukunft der medizinischen Versorgung vor Ort einzusetzen.
Besonders positiv ist, dass sich bereits ein Vorstand gefunden hat, der über wertvolle Erfahrungen im Gesundheitswesen verfügt und diese Kompetenz in die Vereinsarbeit einbringt.
Fazit: Schon jetzt haben die Bürgerinnen und Bürger zwei konkrete Möglichkeiten, das Krankenhaus in seiner schwierigen Situation zu unterstützen.
Wir benötigen ein regionales Krankenhaus um die Wege für mobilitätseingeschränkte Menschen gering zu halten. Dies gilt für Patienten, als auch für Angehörige. Gerade in der Debatte von selbstzuzahlende oder zuzuzahlenden RTWs etc. ist eine gute Erreichbarkeit unabdingbar. Die Menschen dürfen nicht von medizinischer Versorgung abgeschnitten werden.