• Von: Christian Moser mehr
  • An: Prof. Dr. Susanna Bliggenstorfer, Direktorin
  • Region: Zürich
    Kategorie: Wissenschaft mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 409 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Für die Aufhebung des Fotografierverbots in der Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich

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Das Merkblatt der Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich (www.zb.uzh.ch/Medien/spezialsammlungen/merkblatt_handschriften.pdf) hält folgende restriktive, ja geradezu reaktionäre Regelung fest: "Das digitale und analoge Fotografieren von handschriftlichen Materialien und Archivgut ist grundsätzlich verboten." Weiter wird festgehalten: "Nach Rücksprache mit der Abteilungsleitung können Benutzer in begründeten Ausnahmefällen Sammlungsgegenstände selbst fotografieren (max. fünf Aufnahmen pro Band bzw. pro archivalischer Einheit). Hierfür ist in jedem Fall das Formular 'Bewilligung zur Erstellung von Arbeitskopien' auszufüllen."

Diese Regelung stellt eine massive Behinderung der akademischen Forschung dar und ist dem Auftrag der Zentralbibliothek, nämlich "den Bedürfnissen
von Lehre und Forschung zu dienen" (Benutzungsordnung: 1. Auftrag und Ziel; www.zb.uzh.ch/Medien/benutzung/bestimmungen/benutzungsordnung.pdf) diametral entgegengesetzt.

Die Unterzeichnenden fordern die Aufhebung dieses unsinnigen Fotografierverbots.

Begründung:

Die überwältigende Mehrzahl der Archive und Bibliotheken im In- und Ausland sind dazu übergegangen, das Fotografieren (ohne Blitzlicht) von Materialien zum privaten, wissenschaftlichen und nicht-kommerziellen Gebrauch zu gestatten. Dies entlastet sowohl die entsprechenden Institutionen wie auch die Benutzerinnen und Benutzer, die speditiv und unkompliziert zu ihrem Gebrauchsmaterial kommen, und dies erst noch auf eine bestandsschonende Art und Weise. Es ist nicht einsichtig, wieso ausgerechnet die Zentralbibliothek Zürich diesbezüglich einen Sonderweg einschlägt und die Benutzung ihrer Bestände so mutwillig unattraktiv macht.

In den offiziellen Dokumenten der Zentralbibliothek fehlt eine explizite Begründung für die drastische Regelung. Können denn Gründe beigebracht werden, die ein Fotografierverbot rechtfertigen würden? Nein.
Die Tatsache, dass kaum eine andere Institution eine so restriktive Politik verfolgt, lässt etwaige Verbotsgründe seitens der Zentralbibliothek - seien es Gründe konservatorischer, rechtlicher oder anderer Art - als willkürlich erscheinen und es vermag nicht zu erstaunen, dass sich viele Benutzer der Handschriftenabteilung schikaniert und in ihrer Arbeit behindert fühlen. Zu diesem Bild passt die Beobachtung, dass das Fotografieren unter der früheren Leitung erlaubt war und offenbar nicht als Problem wahrgenommen wurde. Dies alles führt dazu, dass die Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich als rückständiger, erratisch-bürokratischer Koloss wahrgenommen wird, der die berechtigten Anliegen seiner Nutzerinnen und Nutzer ignoriert und den man wann immer möglich meidet.

Ohne aktive und engagierte Nutzer verliert jede Spezialsammlung ihre Daseinsberechtigung und beschreitet den Weg in die Irrelevanz. Verantwortungsvolle Archive und Bibliotheken verstehen sich als Dienstleister für die Öffentlichkeit und die Forschung, orientieren sich an den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer, erleichtern den Zugang zu ihren Beständen und huldigen nicht einer überholten Bunkermentalität. Viele Archive und Bibliotheken haben dies begriffen und wir sind ihnen dafür sehr dankbar. Die Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich hat diesen Weg noch vor sich beziehungsweise ist zu unserem Leidwesen dabei auf halber Strecke stehengeblieben.

Wir, die Unterzeichnenden, bitten die Verantwortlichen der Zentralbibliothek, ihre diesbezügliche Politik zu überdenken, und fordern nachdrücklich die Aufhebung des Fotografierverbots in der Handschriftenabteilung, zum Wohle der Forschung, aber auch zum Wohle der Zentralbibliothek!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Winterthur, Schweiz, 30.07.2015 (aktiv bis 29.10.2015)


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[English message below] Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen Diesen Morgen, eine Woche nach Aufschaltung, haben über 400 Personen die Petition unterzeichnet. Mittlerweile hat die ZB ein offizielles Statement veröffentlicht und ...

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Debatte zur Petition

PRO: Without the ability to utilize images, my research is seriously inhibited.

CONTRA: Die Stellungnahme der Zentralbibliothek Zürich kann hier eingesehen werden: www.zb.uzh.ch unter der Rubrik Aktuell/ News

CONTRA: Open Petition Deutschland ist eine Plattform für Petitionen in Deutschland. Die Schweiz, inklusive Zürich, gehört nicht dazu; schon seit einigen hundert Jahren. Was soll die Petition also hier?

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