48 Unterschriften
Petition richtet sich an: Schmudo
Wir fordern:
- Der Begriff „Schmudo“ muss als Marke gelöscht oder für alle frei nutzbar gemacht werden.
- Fasnachtsvereine, Zünfte, Schulen und Gemeinden dürfen den Begriff weiterhin unbeschränkt für Veranstaltungen, Werbung und Brauchtum verwenden.
- Kulturelle und traditionelle Begriffe dürfen nicht privatisiert werden, wenn sie seit Jahrzehnten öffentlich gebräuchlich sind.
Begründung
„Schmudo“ ist seit Jahrzehnten ein fest etablierter Begriff im süddeutschen und schweizerischen Fasnachtbrauchtum und bezeichnet den „Schmutzigen Donnerstag“. Er ist ein wichtiger Teil unserer regionalen Identität, Tradition und Kultur.
Kürzlich wurde „Schmudo“ jedoch als Wortmarke eingetragen. Dies gefährdet die freie Nutzung eines traditionellen Begriffs, den Vereine, Schulen, Gemeinden und Bürger:innen seit Generationen nutzen.
„Schmudo“ gehört zum öffentlichen Kulturgut – lassen wir nicht zu, dass unsere Traditionen privatisiert werden!
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
11.02.2026
Sammlung endet:
10.08.2026
Region:
Deutschland
Kategorie:
Soziales
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Als Marke geschützt werden dürfen sollten nur solche Begriffe, die es so noch in keiner Sprache gibt oder gab, die auch keine Übersetzung darstellen und bei denen es sich nicht um eine bloße Beschreibung eines neuartigen Produkts oder einer neuartigen Dienstleistung handelt. Um Letzteres nachzuweisen müsste die genaue Benennung des Produkts oder der Dienstleistung, welche frei verwendbar bliebe, zusätzlich mit angegeben werden, damit der dafür zu schützende Markenname schutzfähig würde.
Auch künstlerische Wortschöpfungen sollten nicht nachträglich von anderen Personen geschützt werden können: Wenn z.B. jemand ein Wort, das es noch nicht gab, in einem Lied, einem Gedicht, einer Kabarett-Nummer oder einem sonstigen Text verwendet hat, darf es wenn, dann nur noch von genau dieser Person zum Schutz angemeldet werden.
Den Begriff "Schmudo" hatte ich in dieser Kurzform noch nicht gehört, wohne aber ein Stückweit entfernt, wo die Alteingesessenen "Schmotz'ger Dunnschtig" sagen.
Kulturgut zu privatisieren, das darf meiner Ansicht nach absolut überhaupt nicht sein.
Und für kleinere Unternehmen sollte es die niederschwellige Möglichkeit geben, Firmennamen sowie Produkt- und Dienstleistungsbezeichnungen gegen eine geringe Verwaltungsgebühr schlicht registrieren zu lassen, um zu verhindern, dass jemand mit mehr Geld sich einen bereits bestehenden fremden Namen schützen lassen könnte (d.h. der registrierte Name bliebe solange frei verwendbar, bis das Unternehmen, welches ihn registrieren ließ, genügend Geld hätte, diesen schützen zu lassen). Eine ähnliche Regelung sollte es für Künstler*innen geben.
Sowohl Unternehmen als auch Künstler*innen oder Vereine sollten zudem die Möglichkeit haben, lediglich als beschreibend betrachtete Begriffe (oder Wortkombinationen) mit stichhaltiger Begründung kostenlos als Freiwörter zu melden, die dann dauerhaft nicht mehr schutzfähig wären.