Region: Radebeul
Culture

Für die Umbenennung des Mohrenhauses Radebeul.

Petition is directed to
Oberbürgermeister Bert Wendsche
1.052 Supporters 131 in Radebeul
21% from 620 for quorum
  1. Launched 01/02/2021
  2. Time remaining 7 weeks
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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"Das haben wir schon immer so gemacht."

"Der Name hat Tradition."

"Die Politik hat sich um wichtigere Dinge zu kümmern."

ERNSTHAFT? Ist das die Zeit in der wir leben (wollen)?

Am 22.01.2021 wurde ein Artikel in der DNN veröffentlicht, der großes Aufsehen erregte. Eine Schülergruppe aus Radebeul fordert die Umbenennung des Mohrenhauses und der "Mohrenstraße" der Stadt. Eine zeitgemäßere Variante soll her.

Zurecht. Denn der Begriff "Mohr" ist überholt und verfügt über einen diskriminierenden, rassistischen Charakter. 

Hier ein Auszug aus der Namensherkunft des "Mohrenhauses":

"Dieser Name soll entstanden sein, weil von einer bestimmten Stelle im Tal aus zwei Hügel zu sehen sein sollten, die wegen des Buschwerks obenauf die Ähnlichkeit mit zwei Mohrenköpfen mit Kräuselhaar gehabt haben sollen." (Quelle: Wikipedia: "Mohrenhaus")

Das "Mohrenhaus" wird schon viele Jahre als Kindertagesstätte genutzt.

Nicht nur Zeiten ändern sich - auch Traditionen und Sprache. Und das vollkommen zurecht denn es ist ein natürlicher Prozess. Warum sehen wir diese Anregung der Schüler nicht als Chance?

Wäre es nicht an der Zeit die Kinder der KiTa in den Mittelpunkt zu stellen anstelle der Tradition? Gibt es denn nicht aussagefähigere Namen für einen Lebensmittelpunkt von Kindern, die mit viel Freude, Spaß und Lachen einen Ort zum Erstrahlen bringen? Einen Ort, an dem verschiedenste Kulturen willkommen sind. "Inklusion findet am Eingang der Einrichtung statt".

Kann man denn nicht mit einem neuen Namen auch neue Traditionen verankern? Einem Namen, der die Identität der KiTa unterstreichen würde?

Wollen wir ein cooles, hippes Image aufbauen? NEIN.

Wollen wir einen neuen Namen, der dem Zeitgeist entspricht? ABSOLUT!

Voraussichtlich am 23.FEB entscheidet der Bildungs-, Kultur-, und Sozialausschuss, ob das Thema auf der Tagesordnung des Stadtrats landet.

- DIE BESTE INSTANZ presented by ENISSA AMANI -

https://www.youtube.com/watch?v=r45_9wvbDoA

Argument:

“Das Wort ist im Althochdeutschen des 8. Jahrhundert in der Form mor oder more belegt. Es bezeichnet einen Einwohner Mauretaniens, ist auch eine Entlehnung aus lateinisch Maurus, Bewohner der nordafrikanischen Provinz Mauretanien. “

Gegenargument: 

Ab dem 16. Jahrhundert bezeichnete das Wort bereits schwarze Menschen im Allgemeinen. Das Wort bezeichnete zumeist eine Vorstellung schwarzer Menschen in den Köpfen der Europäer, dass zuerst durch Überlieferungen von Afrikareisenden und später durch “Kammermohren” (leibeigene Diener) und Völkerschauen (Menschenzoos) geprägt war. Diese Vorstellung besteht aus verschiedenen Stereotypen, wie “krause Haare”, “exotisch” oder wilde Völker. "Mohr" war in der frühen Kolonialzeit die gängige Bezeichnung für BIPoC. Zeitgenössische “Wissenschaftler” ordneten "Mohren" näher dem Affen als es dem Europäer zu. Farbige Aktivist*innen sehen "Mohr" außerdem als Vorläufer zum N*Wort.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mohr

http://isdonline.de/rassismus-lebt-auch-von-ignoranz/

Argument:

“Das war schon immer so”

Gegenargument:

Sprache, Traditionen und sämtliche Lebensbereiche sind in einem ständigen Wandel. Dieser ist unaufhaltsam und ein natürlicher Vorgang. Wörter werden seltener genutzt, oder geraten wegen z.B. beleidigender Bedeutung oder diskriminierendem Charakter aus der Mode. Es gibt genug bessere Bezeichnungen für BIPoC und viele bessere Straßennamen.

Argument:

“M* ist eine Ehrung - Ein Kompliment”

Gegenargument:

Viele Menschen empfinden diesen Begriff als verletzend, zumindest aber rassistisch. Außerdem erfuhr er eine rassistische und abwertende Prägung, spätestens mit der Kolonialzeit. Er wurde außerdem als einer der ersten Begriffe für BIPoC und ihrer gleichzeitigen beginnenden Entmenschlichung genutzt. Sicherlich wurde dieser Begriff teilweise auch lobend verwendet, dann meist aber ebenfalls in Bezug auf bestimmte Stereotypen die schwarze Menschen angeblich hätten, oder aber in Bezug zur Heilkunst der Mauren. Dieser Bedeutung entsprach das Wort aber schon seit dem Mittelalter nicht mehr. Wie bereits erwähnt wird es allerdings von vielen Betroffenen als Vorreiter des N*Worts betrachtet.

Die "Mohrenstraße" wurde außerdem nicht zur Ehrung, sonder nach dem Bewuchs der Weinhügel an dieser Stelle benannt.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Mohrenstra%C3%9Fe_%28Radebeul%29

Argument:

“Ein/e schwarze/r Freund/in findet den Begriff nicht schlimm.”

Gegenargument:

Roberto Blanco findet das N*Wort nicht schlimm. Von einer Person lässt sich nie auf eine ganze Gruppe schließen. Außerdem werden rassistische Begriffe nicht erst rassistisch, wenn sie verletzend sind. Sie sind verletzend, weil sie rassistisch sind. 

Quelle: https://www.zeit.de/kultur/2019-12/rassismus-wut-trauer-gefuehle-diskurs-10nach8

Reason

Ich möchte eine Welt, in der Diskriminierung keinen Platz hat!

Ich möchte eine Welt, in der man alteingesessene Traditionen ohne schlechtes Gewissen brechen kann.

Ich möchte eine Welt, in der Menschen jeder Herkunft, jeder Klasse, jedes Geschlechts Hand in Hand gehen können.

HINWEIS:

- DIE BESTE INSTANZ presented by ENISSA AMANI -

https://www.youtube.com/watch?v=r45_9wvbDoA

Für all diejenigen, die immer noch nicht wissen, warum diese Petition wichtig ist...

Thank you for your support, Claudia Hecker from Radebeul
Question to the initiator

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News

"Mohr" ist eine rassistische Bezeichnung schwarzer Menschen und nicht positiv besetzt. Das allein reicht als Grund aus. Afrikaner wurden von Europäern zu Millionen versklavt ´, verschleppt und getötet. Und das nur, weil sie schwarz waren, bzw. keine Europäer. Wer einen Menschen einen "Mohr" nannte, meinte und meint damit einen Menschen, der weniger wert ist als ein Weißer.Das das nicht so ist, sollte spätestens seit 1945 endlich in den Köpfen der Deutschen angekommen sein. Deshalb ist es an der Zeit, das auch an Straßennamen zu zeigen und rassistische Begriffe zu verbannen.

Dieser ganze Umbenennungswahn kommt doch überwiegend aus rassistischem Gedankengut, der in den Menschen lauert, die solche Forderungen stellen. Es gibt viele Namen, die Rassisten gern ändern würden. Ich stehe aber zu all diesen Namen, weil ich esse gern ein Jägerschnitzel und als Beilage dazu einen Schwarzwurzelsalat. Das dürfte ich ja dann auch nicht mehr essen, ohne dass sich Rotationseuropäer oder "Mohren" dadurch diskriminiert fühlen. Aber ich esse es, weil es mir schmeckt und ich im Namen des Gerichtes keinen Rassismus sehe.

Why people sign

  • Claudia Neumann Halle (Saale)

    12 hours ago

    ..neben all den genannten und gut durchdachten Argumenten: 1) weil ich finde, dass über den diskriminierenden Charakter einer Bezeichnung in erster Linie diejenigen befinden sollten, die mit diesem Begriff bezeichnet werden/würden; 2) weil ein "wertschätzender" Umgang mit diesem Gebäude bedeutet, ihm einem würdigen Namen zu geben. - Vielen Dank an die Schüler*innen und die Initiatorin der Petition für Ihre/eure Initiative!

  • 15 hours ago

    weil es schwarze Menschen diskriminiert. Es ist ein Begriff, der an die Zeit ihrer Versklavung erinnert und heute keinen Gebrauch findet und finden darf!

  • 16 hours ago

    Weil es ein Schritt gegen Rassismus ist.

  • 16 hours ago

    Lasst uns aufbrechen, aus dem Tal der Ahnungslosen, in eine offene, freie Welt, ohne Diskriminierung in Wort und Tat.

  • Pit Neuber Radebeul

    5 days ago

    Die Namensgebung ist diskriminierend und nicht zeitgemäß

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