Region: Germany
Traffic & transportation

Für eine echte mobile Energiewende – Regenerative Kraftstoffe (eFuels) jetzt! Für Kunden freiwillig

Petition is directed to
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
4.390 Supporters 4.350 in Germany
9% from 50.000 for quorum
  1. Launched September 2019
  2. Collection yet 2 months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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Normale Verbrennungsmotoren können statt mit erdölbasierten Kraftstoffen auch mit technisch gleichwertigen Kraftstoffen betrieben werden, die aus Strom und CO2 synthetisch hergestellt werden. Das bei der Verbrennung freiwerdende CO2 wird bei der Herstellung der Kraftstoffe der Umwelt entnommen. Wenn die benötigte Energie aus regenerativen Quellen stammt, ist dieser Kraftstoff klimaneutral. Übliche Begriffe für diese auf Wasserstoff basierenden Kraftstoffe sind eFuels, e-gas, e-benzin, e-diesel, e-kerosin oder PowerToGas (PtG) bzw. PowerToLiquid (PtL) Kraftstoffe. Im Folgenden wird im Regelfall der Begriff eFuels verwendet und es wird vorausgesetzt, dass diese aus regenerativer Energie hergestellt werden. Diese Kraftstoffe sind nicht mit Biokraftstoffen zu verwechseln, die in Konkurrenz zu Nahrungsmittelproduktion stehen. Biokraftstoffe auf Pflanzenbasis lehne ich strikt ab, ebenso alles andere, wofür Urwald oder ähnliche Landschaften zerstört werden. Kraftstoffe rein auf Basis von Rest- und Abfallstoffen sind dagegen ebenso wie eFuels zu fördern.

Hier geht es um rein strombasierte synthetische Kraftstoffe, die irgendwo auf der Welt aus Solarenergie in Wüsten oder Windenergie in windreichen, dünn besiedelten Gegenden erzeugt werden.

Forderungen:

Jeder Tankstellenkunde soll die Möglichkeit bekommen, freiwillig gelegentlich oder immer eFuels zu tanken.

Jeder Fluggast soll die Möglichkeit bekommen, freiwillig über entsprechende CO2 Kompensationsprogramme „seinen“ Kerosinanteil gegen Mehrpreis ganz oder teilweise durch e-Kerosin zu ersetzen.

Jeder Kreuzfahrttourist soll die Möglichkeit bekommen, freiwillig über entsprechende CO2 Kompensationsprogramme „seinen“ Kraftstoffanteil gegen Mehrpreis ganz oder teilweise durch e-diesel bzw. e-gas zu ersetzen.

Jedes Unternehmen soll die Möglichkeit bekommen, durch die Verwendung von eFuels (und entsprechend Werbung damit) sein Image zu verbessern.

Durch die freiwillige Verwendung ist eine maximale soziale Verträglichkeit der Maßnahme gewährt.

  • Der Deutsche Bundestag bzw. die zuständige Behörde wird aufgefordert, unverzüglich eFuels (für Diesel z. B. die DIN EN 15940) als Kraftstoffe zuzulassen.

  • Der Deutsche Bundestag wird aufgefordert, der Mineralölwirtschaft einen äußerst ambitionierten Zeitplan vorzuschreiben, in dem aus regenerativem Strom erzeugte eFuels in der nachgefragten Menge verfügbar gemacht werden. Der Zeitplan soll sich an der aktuellen Klimadiskussion und nicht an der Lobbyarbeit und einer eventuellen Verzögerungsstrategie der Mineralölwirtschaft orientieren. Anzustrebender Zeitplan: Zulassung eFuels in 2019, freiwillige Verfügbarkeit an einzelnen Tankstellen 2020, verpflichtende Verfügbarkeit an z.B. 10% der Tankstellen in 2021, in den Folgejahren höher werdende Strafzahlungen bei mangelnder Verfügbarkeit. Kompensationsprogramme für Flüge und Kreuzfahrten könnten sofort gestartet werden und die Einnahmen daraus in einer Art Fond geparkt werden, der bei einer ausreichenden Verfügbarkeit wieder aufgelöst wird.

  • Der Deutsche Bundestag wird aufgefordert, zumindest für die ersten Jahre, einen Mechanismus einzuführen, der einen „nachvollziehbaren“ Preis für eFuels vorschreibt. Es gilt zu verhindern, dass die Nachfrage durch einen völlig überhöhten Preis künstlich verringert wird (lieber Lieferengpässe als ungerechtfertigtes schlechtes Image).

  • Der Deutsche Bundestag bzw. die Bundesregierung wird aufgefordert, einheimische Forschungseinrichtungen und Firmen stärker als bisher zu fördern und alles zu tun, damit diese mit der für die Erzeugung und Umwandlung benötigten Technologien einheimische Arbeitsplätze schaffen und einen neuen Exportschlager „Made in Germany“ etablieren können.

  • Der Deutsche Bundestag bzw. die Bundesregierung wird aufgefordert, auf internationaler Ebene ein technisches Nachweissystem (z.b. Blockchain, künstliche DNA oder Ähnliches) voranzutreiben, das sicherstellt, das eFuels mit regenerativen Energien hergestellt werden und damit CO2 neutral sind. Da die Einigung und Errichtung eines solchen Systems voraussichtlich einige Jahre dauern wird, soll es keine Voraussetzung für eine Einführung in Deutschland sein.

  • Der Deutsche Bundestag bzw. die Bundesregierung wird aufgefordert, eFuels über eine Absenkung der Energiesteuer für diese Kraftstoffe zu fördern. Eine Befreiung von einer evtl. zukünftigen CO2 Bepreisung in welcher Form auch immer dürfte in der Natur der Sache liegen.

  • Der Deutsche Bundestag bzw. die Bundesregierung wird aufgefordert, bei den europäischen Institutionen eine Anrechnung von eFuels auf den CO2 Ausstoß von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor einzufordern. Dafür sind verschiedene Modelle denkbar.

Reason

Nicht der Verbrennungsmotor ist klimaschädlich, sondern die Herkunft des eingesetzten Treibstoffes entscheidet über die Klimaverträglichkeit.

Ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor, das nur mit eFuels betankt wird, ist klimafreundlicher als jedes Batteriefahrzeug.

Ein Einstieg in eFuels ist sowohl volkswirtschaftlich also auch für jeden persönlich relativ einfach möglich, da bestehende Tankschiffe, Pipelines, Kraftstofflager, Tankwagen und Tankstellen unverändert weiterverwendet werden können. Ebenso können bestehende KFZ, Flugzeuge, Schiffe usw. ohne Änderungen gelegentlich oder immer mit eFuels getankt werden. EFuels können so produziert werden, dass die gleichen technischen Spezifikationen wie heute an die jeweilige Kraftstoffart erfüllt werden Änderungen sind lediglich am Beginn der Lieferkette nötig. Dafür sind an entsprechend geeigneten Orten auf der Welt im großen Stil regenerative Energieerzeugungsanlagen zu errichten und vor Ort der produzierte Strom in einfach zu transportierende eFuels umzuwandeln. Geeignete Anwendungen könnten z.B. Windkraft an einsamen Küstenabschnitten oder solare Energiegewinnung in Wüsten mit ganzjährig hoher Sonneneinstrahlung sein. Der dort erzeugte Strom ist so günstig, dass es keine Rolle spielt, dass aktuell ca siebenmal soviel Strom benötigt wird.

In einer aktuellen Umfrage (ZDF Politbarometer) sprechen sich immerhin 33% der Befragten für stärker steigende Kraftstoffpreise aus. Diesen Bürgern soll die Möglichkeit gegeben werden, im selber zu bestimmenden Umfang mehr für Kraftstoffe auszugeben und dabei auch sichergehen zu können, unmittelbar etwas zur Reduzierung des CO2 Ausstoßes beizutragen

Deutschland importiert bisher den allergrößten Teil der benötigten Energie aus dem Ausland. Es ist schwer vorstellbar, dass sich auf einheimischen Territorium so viel regenerative Energieerzeugung installieren lässt, das sich daran etwas signifikant ändert. Im Gegenteil, durch den beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie und den geforderten Ausstieg aus der Einheimischen Braunkohle ist es wahrscheinlich, dass der Anteil der importieren Energie eher steigen wird. Regenerative Energie lässt sich im großen Stil aber nur in Form von eFuels chemisch gespeichert im globalen Maßstab wirtschaftlich transportieren.

Angesichts der bestehenden Vorbehalte in der Bevölkerung gegen einen weiteren Ausbau der Windkraft wäre es ein riesiger Erfolg, wenn wir die heute benötigten Strommengen in Deutschland regenerativ erzeugen könnten. Auch ein weiterer wünschenswerter Ausbau der Photovoltaik hilft bei diesem Ziel bei uns leider nur im Sommerhalbjahr spürbar. Sollten weitere regenerative Strommengen zur Verfügung stehen, sollten fossile Brennstoffe zuerst dort verpflichtend substituiert werden, wo dies objektiv am Günstigsten und damit volkswirtschaftlich am sinnvollsten ist. Dies dürfte im Regelfall bei stationären Anwendungen (Gebäudeklimatisierung, Warmwasser, Industrie usw…) einfacher als bei mobilen Anwendungen sein.

Die meisten Fachleute sehen eFuels mittel- bis langfristig für eine vollständige Energiewende als zwingend nötig an, jedoch hauptsächlich für langstreckentaugliche Straßen- und Schiffstransporte sowie den Flugverkehr. Diese Bereiche sind regulatorisch aber nur schwer, im internationalen Flug- und Schiffsverkehr vermutlich gar nicht zu fassen. Eine signifikante Marktdurchdringung in diesen Bereichen ist daher erst dann zu erwarten, wenn eFuels wirtschaftlich mit erdölbasierten Kraftstoffen konkurrieren können. Diese Initiative soll explizit auch dabei helfen, einen Markt für eFuels zu schaffen, der die anfänglich vermutlich spürbar höheren Kosten maximal sozial verträglich kompensieren kann, weil er möglichst lange auf Freiwilligkeit basiert. Anders formuliert, z.B. ich wäre sicher eher bereit, einen anfänglich deutlich höheren Preis für eFuels zu bezahlen als eine Spedition im knallhartem, internationalem Wettbewerb. Mit steigender Produktionsmenge, steigender Effizienz, steigenden Investitionen, aufkommender Konkurrenz usw. sind relativ schnell sinkende Preise zu erwarten, die dann für weitere Bevölkerungsschichten einen (schrittweisen) Einstieg in eFuels ermöglichen und attraktiv machen. Erst wenn irgendwann diese freiwilligen Möglichkeiten zu keiner weiteren Marktdurchdringung von eFuels führen, sind verpflichtenden Beimischungen oder strenge Auflagen für das Transportwesen zu. Im Idealfall wird dieser Fall nie eintreten, weil eFuels irgendwann möglicherweise günstiger sein werden, als erdölbasierte Kraftstoffe.

Helfen Sie mir, die Politik dazu zu motivieren, dafür zu sorgen, dass jeder Bürger bei jedem Tankvorgang, jedem Flug und jeder Kreuzfahrt neu entscheiden kann, wieviel tatsächlichen Klimaschutz er sich leisten kann und will. Unterstützen Sie diese Petition! Ich danke Ihnen.

Thank you for your support, Benedikt Zimmermann from Stuttgart
Question to the initiator

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News

Solarstrom aus Wüstenregionen ist erstaunlich billig (ca 1,5 Cent / kWh). Damit kostet der Strom für ein Liter efuel deutlich unter 0,5€. Dazu kommen dann natürlich noch Kosten für die PtL Anlage, Transport, Steuern usw.

Die obere Atmosphäre wird so trotzdem komplett verpestet und somit zerstört - genauso Städte mit hohem Verkehrsaufkommen (s. Asien! Das kann so nicht weiter gehen). Wir brauchen Wasserstoff, Elektro und einen verantwortlicheren Umgang mit Ressourcenverbrauch. Am Ende verbrennen die noch Regenwald, um e-fuel Raps anzubauen oder so. Das ist GENAU DAS GLEICHE ZEUG nur aus Pflanzen gewonnen, die angeblich das CO2 erst einsammeln - Dass am gleichen Ort vorher auch Pflanzen, Wälder, Ökosysteme existiert haben, die vielleicht sogar mehr CO2 eingesammelt haben als die anzubauenden Fuel-Pflanzen

Why people sign

  • Thomas Schulz Bietigheim-Bissingen

    35 min. ago

    Mit eFuels kann die bestehende Fahrzeugflotte klimaneutral betrieben werden, ohne dass neue Fahrzeuge produziert werden müssen, die ihrerseits bereits bei der Produktion Ressourcen verbrauchen.

  • 1 h. ago

    Umweltschutz sollte jedem wichtig sein

  • 2 h. ago

    Sichert meinen Arbeitdplatz

  • Josef Erlinger Winterbach

    2 h. ago

    Weil Elektromobilität physikalischen Schwachsinn darstellt und in dem gewünschten Umfang einfach nicht machbar ist.

  • Frank Meininger Schönenberg-Kübelberg

    2 h. ago

    Weil mein Arbeitsplatz dran hängt

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