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Bild zur Petition mit dem Thema: Gegen das Hunde-Badeverbot in der Bundeswasserstraße Aller im Landkreis Verden Gegen das Hunde-Badeverbot in der Bundeswasserstraße Aller im Landkreis Verden
  • Von: Harro Herzberg mehr
  • An: Landrat Peter Bohlmann
  • Region: Landkreis Verden mehr
    Kategorie: Umwelt mehr
  • Status: Die Petition wurde eingereicht
    Sprache: Deutsch
  • In Bearbeitung
  • 2.323 Unterstützende
    1.802 in Landkreis Verden
    Quorum für Landkreis Verden (1.700) erreicht.

Gegen das Hunde-Badeverbot in der Bundeswasserstraße Aller im Landkreis Verden

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Im Entwurf der Verordnung des Landkreises Verden über das Natur- und Landschaftsschutzgebiet „Untere Allerniederung im Landkreis Verden“ in den Gemeinden Verden, Dörverden und Kirchlinteln wird im § 3, Absatz 3, Ziffer 1 untersagt, Hunde unangeleint laufen und in Gewässern schwimmen zu lassen. Dies würde bedeuten, dass auf einer Länge von 22 Kilometern im Landkreis Verden mit Ausnahme eines einzigen in der Verordnung festgelegten "Hundebadeplatzes" das Schwimmenlassen von Hunden in der Bundeswasserstraße Aller ganzjährig verboten wäre. Hiermit wird ein völlig unverhältnismäßiges Verbot erlassen, dass in diesem Umfang in keiner Weise gerechtfertigt erscheint und auch in vergleichbaren Verordnungen von Nachbarlandkreisen (z.B. Schutzgebietsverordnung „Hammeniederung“ im Landkreis Osterholz) sowie auch in der Musterverordnung der Landesfachbehörde NLWKN in dieser Form nicht enthalten ist. Zum Schutz von störungsempfindlichen Tierarten wäre es nachvollziehbar, wenn in ansonsten störungsarmen Zonen oder innerhalb der Brut- und Setzzeit das Schwimmenlassen von Hunden (und auch von Menschen und anderen Tierarten) reglementiert würde. Ein vollständiges Verbot, Hunde in der Bundeswasserstraße Aller schwimmen zu lassen, geht jedoch eindeutig über die Zielsetzung der Unterschutzstellung hinaus und ist daher als unverhältnismäßig anzusehen. Es wird daher gefordert, das Verbot des § 3, Absatz 3, Ziffer 1 der Schutzgebietsverordnung, Hunde unangeleint laufen und in Gewässern schwimmen zu lassen, dahingehend zu ändern, dass derartige Regelungen nur für bestimmte Zeiträume und in Bereichen gelten, in denen ein entsprechendes Schutzbedürfnis tatsächlich gegeben ist. So sollte zumindest in Bereichen, in denen lediglich Siedlungsbereiche ohne Schutzstatus oder Landschaftsschutzgebiete mit geringerem Schutzstatus an die Bundeswasserstraße Aller angrenzen das Schwimmenlassen von Hunden nicht untersagt werden. Durch derartige Regelungen, die über das zur Erreichung der eigentlichen Schutzziele erforderliche Maß hinausgehen wird nicht nur das berechtigte Interesse aller Hundehalter an ausreichenden Freiräumen für sich und ihre Tiere in unverhältnismäßiger Weise eingeschränkt, sondern es wird auch das Verständnis von Bürgern für Naturschutzziele verringert, wenn unverhältnismäßige Regelungen in Schutzgebietsverordnungen getroffen werden ohne die Interessen der betroffenen Bürger zu berücksichtigen.

Links: Internetseite des Landkreises Verden zur geplanten Unterschutzstellung der Allerniederung: www.landkreis-verden.de/portal/seiten/unterschutzstellung-der-unteren-allerniederung-im-landkreis-verden-901001248-20600.html?s_sprache=de&rubrik=901000021

Internetseite der Landesfachbehörde für Naturschutz NLWKN mit einem Entwurf der Musterverordnung für Naturschutzgebiete: www.nlwkn.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=8039&article_id=46104&_psmand=26

Internetseite des Landkreises Osterholz zur Ausweisung von Natur- und Landschaftsschutzgebieten im Bereich „Hammeniederung“ und „Teufelsmoor“: www.landkreis-osterholz.de/portal/meldungen/ausweisung-von-natur-und-landschaftsschutzgebieten-im-bereich-hammeniederung-und-teufelsmoor--901002854-21000.html?rubrik=901000010

Begründung:

Die Ausweisung der Allerniederung als Naturschutzgebiet oder als Landschaftsschutzgebiet ist im Grundsatz zu begrüßen und seit langem erforderlich. Es ist jedoch nicht hinzunehmen, dass weitgehende Freistellungen für alle Nutzergruppen, die über eine ausreichende Lobby verfügen, wie zum Beispiel Landwirtschaft, Jagd, Angelnutzung etc. getroffen werden. und im Gegenzug für nicht organisierte Gruppen, wie zum Beispiel die Hundehalter Regelungen getroffen werden, die auch aus naturschutzfachlicher Sicht weit über das Ziel hinausgehen. Der behördliche Naturschutz neigt schnell dazu, eine Schutzgebietsverordnung dann als besonders gut anzusehen, wenn allgemeine Rechte, wie z.B. das Recht zum Betreten der freien Landschaft möglichst weitgehend eingeschränkt werden und übersieht dabei allzu oft, dass dem Naturschutz allgemein viel mehr gedient wäre, wenn die Einschränkungen auf das unbedingt erforderliche Maß reduziert werden und damit das Verständnis und auch die Bereitschaft der Betroffenen sich an die Vorgaben zu halten, gefördert wird. Hierbei werden insbesondere solche Interessen gerne übersehen oder zumindest übergangen, die nicht von sogenannten Trägern öffentlicher Belange oder auch von gewissen Naturschutzverbänden, die eng mit Nutzungsinteressen verflochten sind, wie zum Beispiel den Jagd- oder Angelverbänden, erhoben werden. Ein ganzjähriges und nahezu flächendeckendes Schwimmverbot für Hunde in einem als Bundeswasserstraße gewidmeten Fluss, in dem jeder Freizeitschipper mit motorisierten Fahrzeugen herumkreuzen darf, dient nicht den zur Erreichung der Schutzziele erforderlichen Maßnahmen sondern stellt eine willkürliche und fachlich unbegründete Behördenentscheidung dar, die so nicht hingenommen werden kann.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Blender, 22.03.2016 (aktiv bis 21.06.2016)


Neuigkeiten

Hallo liebe Unterzeichner, am kommenden Dienstag, 18.10.2016 17:00 Uhr findet eine öffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft statt. Hier soll unter anderem über den Erlass einer Verordnung über das Natur- und Landschaftsschutzgebiet ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Ich bin wirklich überrascht! Der Landkreis Verden macht sich also mit mal große Gedanken um Vögel und wild lebende Tiere? Nein das tut er nicht! Es geht nur um den hübschen Spielplatz und das neuenstehende Pärkchen so idyllisch neben dem sehr naturnahen ...

PRO: Das geplante Verbot richtet sich ja nicht nur gegen Hunde, sonder betroffen sind auch die Hundehalter - und das sind Menschen - nun bald 2. Klasse? Alle anderen dürfen, nur der Mensch mit Hund nicht. Ich kann also erst mal mit meinem angeleinten Hund ...

CONTRA: Da ist doch von einem Verbot, Hunde schwimmen zu lassen, nirgends die Rede: "untersagt, Hunde unangeleint laufen und in Gewässern schwimmen zu lassen"... Er darf eben nur nicht umangeleint schwimmen. Wo ist das Problem???

CONTRA: ... sind einfach nur eklig.

>>> Zur Debatte



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