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Bild zur Petition mit dem Thema: Gegen den Abriss des Katharinenspital und die Umverteilung der Bewohner auf verschiedene Heimplätze Gegen den Abriss des Katharinenspital und die Umverteilung der Bewohner auf verschiedene Heimplätze
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Oberbürgermeister Franz Stumpf
  • Region: Forchheim mehr
    Kategorie: Soziales mehr
  • Status: Der Petition wurde nicht entsprochen
    Sprache: Deutsch
  • Beendet
  • 2.230 Unterstützende
    940 in Forchheim
    Quorum für Forchheim (650) erreicht.

Gegen den Abriss des Katharinenspital und die Umverteilung der Bewohner auf verschiedene Heimplätze

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Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Stumpf,

das Katharinenspital in der Bamberger Strasse 3-5, 91301 Forchheim/Oberfranken soll einem Neubau weichen. Weichen heißt für Sie, den Abriss des Gebäudes und die Implantierung eines neuen Gebäudes dessen Kosten noch unbekannt sind.

Ihre Argumentation hierfür, Zitat aus Nordbayern.de vom 1.Juni 2015

„Wenn wir jetzt nichts machen, wird das Katharinenspital von der Heimaufsicht in einem Jahr geschlossen“, Und ferner : Knapp 200.000 Euro müssen jährlich in den Erhalt des Heimes zugeschossen werden. „wenn das so weitergeht, ist die Vereinigte Pfründnerstiftung in vier bis fünf Jahren insolvent“. Oberstes Ziel müsse es sein, das Vermögen der Pfründnerstiftungen zu erhalten und das sei langfristig nur mit einem Neubau möglich." Das Wohnraumqualitätsgesetz könne im Katharinenspital nicht mehr umgesetzt werden. All diese Aussagen sind zu pauschal. Sie reden vom Wohnraumqualitätsgesetz. In welchen Punkten kann es denn Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Auf welche Gesetze und Artikel berufen sie sich genau? Das PfleWoqG von August 2008 oder das AVPfleWoqG von November 2011?

Selbstverständlich sollte das Ziel sein, das Vermögen der Pfründerstiftung zu erhalten. Hier sollte aber nicht nur das Vermögen, sondern auch die Bewohner nicht vergessen werden. Menschen, die ihre Wurzeln in Forchheim haben. Menschen die hier gearbeitet, Familien gegründet und sich in die Gesellschaft eingebracht haben. Diese Bürger Forchheims wollen sie Zwangsumsiedeln? Wollen sie wirklich dass all die sozialen Kontakte innerhalb des Heimes gekappt werden? All die jahrelang gepflegten Freundschaften sollen von jetzt auf gleich ein Ende finden? „Freundschaft ist ein auf gegenseitiger Zuneigung beruhendes Verhältnis von Menschen zueinander, das sich durch Sympathie und Vertrauen auszeichnet.“ Dieses wird durch das Katharinenspital unterstützt. Es ist die neue Heimat der älteren Bürger Forchheims, welche sie jetzt wie einen räudigen Hund aus der Stadt jagen um Ihre eigenen Interessen zu wahren. Sie wählen wiederholt den Weg des geringsten Widerstandes. Statt das alte Krankenhaus zu einem Altenheim umbauen zu lassen, plante man lieber ein Hotel, zum Schluss wurden es dann doch Wohnungen. Es dürfte dem Stadtrat und insbesondere Ihnen nicht entgangen sein, wie es um das Katharinenspital steht. Auf die „lange Bank“ geschoben nennt man das. Es ist einfach sich hinter Gesetzen und Zahlen zu verstecken. Weder wir, die Unterzeichner, noch die Bewohner werden dies einfach akzeptieren. Wir fordern Sie auf, in einer öffentlichen Podiumsdiskussion den Bürgern Rede und Antwort zu stehen. Nach Möglichkeit nicht aus taktischen Gründen in die Sommerferien verlegen. Wir verlangen die Offenlegung der Kosten des geplanten Neubaues in Gegenrechnung zur Erhaltung und stellenweisen Sanierung des Katharinenspitals. Wie soll die geplante Zwangsumsiedlung stattfinden, wenn der Erhalt nicht möglich ist? Werden die sozialen Kontakte berücksichtigt? Welche Einrichtungen sind angedacht und entsprechen diese demselben Standard wie im Katharinenspital ? Ich darf sie zum Schluß an das Versprechen erinnern, welches sie Frau Anna Maria Kuhnert zu ihrem 90. Geburtstag gemacht haben „Alle Bewohner des Spitals können hier, während des Umbaues wohnen bleiben.“ Ein tolles Versprechen das nichts wert ist in anbetracht der heutigen Umstände.

Letztendlich ist es aber Ihre Entscheidung, wie Sie in die Chronik der Stadt Forchheim eingehen. Als Bürgermeister, dem die Menschlichkeit wichtig war oder als Bürgermeister dem Wirtschaftlichkeit über alles ging und es billig in Kauf genommen hat, das ältere Menschen aus Forchheim umgesiedelt werden.

Wir erwarten eine zeitnahe positive Reaktion und freuen uns über eine fruchtbare Podiumsdiskussion.

Mit freundlichen Grüßen

Im Namen aller Unterzeichner

Forchheim, den 2. Juni 2015

Begründung:

Die Beweggründe sind klar. Die daraus resultierenden Folgen auch.Jedes Wort dazu ist eigentlich überflüssig. Hier soll jedoch eine Begründung stehen.

Jeder, der auch nur einen Funken Menschlichkeit in sich trägt, sollte dies durch eine Unterzeichnung kundtun. Hier sind alle gefragt, egal welcher Herkunft oder Religion.

Lassen wir die Bewohner des Katharinenspitals nicht im Stich. Setzen wir ein Zeichen - mit unserer Unterschrift.

Liebe Grüße und vielen Dank für die Unterstützung

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Forchheim, 02.06.2015 (aktiv bis 13.07.2015)


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