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Staatssekretär Christian Gaebler (SPD) läßt in seiner jüngsten Ansage an die Bezirksverordneten der BVV Mitte den Horror-B-Plan 1-64 seines Vorgängers Stadtrat Gothe wieder aufleben, der eine massive Bebauung im Norden und Süden des Mauerparks auf Weddinger Seite vorsieht. In einer Art Kuhhandel soll dafür der bestehende Mauerpark auf Pankower Seite im südlichen Teil um einige Hektar vergrößert werden. Am 30.03.2012 ist zu diesem Thema eine Sondersitzung des Stadtentwicklungsausschusses der BVV-Mitte angesetzt.
Seit über 20 Jahren engagieren sich BürgerInnen für die Fertigstellung des Mauerparks. Genauso lange verweigert sich die Politik, die Grünfläche auf dem ehemaligen Todesstreifen auf Weddinger Seite zu erwerben und diese dem bestehenden Mauerpark auf Prenzlauer Berg Seite zuzuschlagen. Versuche des Senats in der Vergangenheit, z.B. EU-Fördermittel zu beschaffen, sind uns nicht bekannt. 2012 ist nun das Jahr der Entscheidung, denn die Allianz Umweltstiftung, die den bisher fertiggestellten Mauerpark finanziert hat, fordert ca. 2,3 Mio Euro vom Berliner Senat zurück, sollte die Auflage, mit der sie das Geld vergeben hat nicht erfüllt werden, nämlich den bestehenden Mauerpark von derzeit 8 ha auf mind. 10 ha zu vergrößern. Der von der Politik selbst verursachte Zeitdruck und die Rückzahlung der Gelder werden nun vorgeschoben, um im Mauerpark Fakten zu schaffen und den Weg für eine massive Bebauung freizumachen, die weder von den Anwohnern im Brunnenviertel noch von Anwohnern im Prenzlauer Berg gewünscht wird, wie eine aktuelle Umfrage (www.brunnenviertel-brunnenstrasse.de/Nachricht.aktuell0+M59e8f2d5142.0.html) zeigt.

Razões

Wir müssen weiter Druck machen, um unserem Anliegen Aufmerksamkeit zu verschaffen: Zeichnen Sie diese Petition JETZT und setzen Sie damit ein klares Signal für die größtmögliche Erweiterung des Mauerparks ohne Bebauung! Tausende gesammelte Unterschriften zeigen den Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zwar schon jetzt, dass die BürgerInnen mehrheitlich eine Bebauung des Mauerparks auf den Erweiterungsflächen auf der Weddinger Seite ablehnen. Auch gibt es zahlreiche Alternativen zu den Plänen der Politiker, diese werden aber aus mangelndem politischen Willen nicht auf Augenhöhe mit den BürgerInnen diskutiert. Die Erweiterung des Mauerparks ist ein Projekt vor allem auch für zukünftige Generationen, nicht bloß für uns. Wir wehren uns gegen einen Egoismus, der mindestens vier Hektar der letzten 10 ha Frei- und Grünflächen opfert, nur um eine schnelle Lösung herbeizuführen. Einmal bebaut, werden diese vier Hektar nie mehr für einen Park zur Verfügung stehen. Und das in einem Innenstadtbereich, der mit 1,1 Quadratmeter Grünfläche pro Einwohner mit den geringsten „Auslauf“ für Berliner BürgerInnen aufweist. Selbst Freiland-Bio-Hühnern gönnt man (relativ, ja sogar absolut) mehr Auslauf! orgprints.org/18751/1/18751-09OE025-unikassel-knierim-2010-gruenauslaufjunghennen.pdf

Die spontane kulturelle Nutzung des Mauerparks und der denkmalgeschützte Gleimtunnel werden durch die Bauprojekte immer mehr gefährdet. Mit der in den Park rückenden Bebauung sind Konflikte zwischen neuen Anwohnern und Besuchern vorprogrammiert. Die Jugendfarm Moritzhof wird durch die massive Bebauung in unmittelbarer Nachbarschaft beeinträchtigt und ihre notwendige Erweiterung unmöglich gemacht. Die Mauerpark Stiftung Welt-Bürger-Park hat begonnen Geld zu sammeln, Sponsoren zu finden und Fördermittel ausfindig zu machen, um dem Argument entgegenzuwirken, der Bezirk habe kein Geld für den Ankauf der Flächen. Wir machen damit nun die Arbeit der öffentlichen Hand. Für diese Arbeit brauchen wir Zeit und die Unterstützung von BürgerInnen und Politik. Der Mauerpark als nicht-museale Ergänzung zur Gedenkstätte Berliner Mauer hat beste Aussichten, einst als Weltkulturerbe anerkannt zu werden: Helfen Sie mit, dieses besondere Stückchen Erde als Freiraum zu bewahren!

Weitere Informationen unter www.welt-buerger-park.de

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Pro

Statt Baulärm, Zerstörung der Kaltluftschneise, reiner Kommerz/ Unterstützung d. "Wegwerfgesellschaft" lieber Erhalt v. bleibenden Werten, Grünflächen etc.+ lieber d. leersteh. verfall. Gebäude zu sanieren, anstatt Stück für Stück den Weltbürgerpark zu verlieren; statt Berlin immer mehr zur Betonwüste zu machen, wäre es doch besser, d.Grünfl. zu schützen,als diese immer mehr zu zerstören

Contra

Viel wichtiger scheint mir die Frage zu sein, was aus dem Gebiet um den Alexanderplatz (Marx-Engels-Forum) wird. Da alles zu zu bauen ist viel schlimmer. Der Mauerpark ist eh ein Dreckhaufen, da die Leute sich nicht benehmen können und ihren Mist einfach fallen lassen!