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Bild zur Petition mit dem Thema: Gegen die Schließung der Dauerausstellung des Daetz-Centrum Lichtenstein Gegen die Schließung der Dauerausstellung des Daetz-Centrum Lichtenstein
  • Von: Daetz-Stiftung mehr
  • An: Stadtverwaltung Lichtenstein
  • Region: Lichtenstein mehr
    Kategorie: Kultur mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Sammlung beendet
  • 489 Unterstützende
    90 in Lichtenstein
    Sammlung abgeschlossen

Gegen die Schließung der Dauerausstellung des Daetz-Centrum Lichtenstein

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Am 14.12.2017 hat der Stadtrat Lichtenstein beschlossen, ab dem 01.01.2018 den Betrieb der Dauerausstellung des Daetz-Centrum Lichtenstein vorübergehend einzustellen. Seit 2001 besitzt Sachsen diese besondere Sammlung von Meisterwerken aus fünf Kontinenten, die die Traditionen, Glaubensformen und Lebensweisen der Völker über eindrucksvolle Exponate der Holzbildhauerkunst vermitteln. Annähernd eine halbe Million Gäste aus nah und fern fanden seit der Eröffnung bereits den Weg ins Daetz-Centrum Lichtenstein. 2004 wurde die Dauerausstellung auch mit dem Deutschen Stifterpreis ausgezeichnet. Nicht nur, dass die Besucher aus aller Welt keinen Zugang mehr zu dieser Ausstellung finden sollen, wird nun auch Schulen und Bildungseinrichtungen, die die Dauerausstellung als außerschulischen interkulturellen Lernort nutzten, ein wertvolles Lernangebot verwehrt. Die Unterzeichner fordern daher die Stadt Lichtenstein auf, zumindest für angemeldete Besuchergruppen die Dauerausstellung ab 01.01.2018 weiter zugänglich zu machen.

Aus der Bürgerschaft, namentlich durch Frau Dr. med. Löffler, kam die Anregung, die bisherige Petition durch den nachstehenden Text zu ergänzen:

Ausgerechnet die beispiellose Dauerausstellung „Welt der Völker“ mit ihren rund 600 aussagekräftigen Holzbildhauerarbeiten aus fünf Kontinenten, die einen unverzichtbaren Anteil an der erfolgreichen Arbeit der Daetz-Stiftung zur Entwicklung eines weltoffenen Sachsen hat, wurde per 01.01.2018 von der Stadt Lichtenstein geschlossen. Dies ist ein großer Verlust für die Bevölkerung der Stadt, der Region und des Freistaates Sachsen. Ganz offensichtlich fehlt es der Stadt an Konzepten, die interkulturell ausgerichtete Ausstellung für die gewerbliche Wirtschaft, den Tourismus und für die lokalen Unternehmen zu nutzen, und dabei finanzielle Verluste für die Stadt zu vermeiden.Von verschiedenen Seiten, so auch vom Freundeskreis der Daetz-Stiftung wurden hierfür wertvolle Hinweise und Empfehlungen gegeben. Sie wurden aber von der Stadt nicht aufgegriffen, stattdessen konzentriert sie sich einzig und allein auf Kostensenkungen. Dabei wäre doch das in der Zukunft mögliche Zusammenspiel mit dem zukünftigen Schlosshotel, der Miniwelt und der Dauerausstellung im Daetz-Centrum für die Stadt und ihre gewerbliche Wirtschaft einzigartig und zukunftsorientiert! Das Daetz-Centrum präsentiert die Holzbildhauerkunst aus aller Welt, mit zum Teil unwiederbringlichen Exponaten, auch aus Sachsen. Dies ist ein wertvoller Fundus, den die Daetz-Stiftung der Stadt Lichtenstein gern nach einer bestimmten Zeit übertragen würde. Mit dem deutschen Stifterpreis 2004 und der Vergabe des Europäischen Kulturmarken-Awards in der Kategorie „Europäisches Bildungsprogramm des Jahres 2017“ hat die Stiftung für ihre nachhaltige Umsetzung ihrer Konzepte und Projekte bedeutende Würdigungen erfahren. Dieses Potenzial sollte auch von der Stadt intelligent und wirkungsvoll genutzt werden. Wir erwarten vom Stadtrat der Stadt Lichtenstein, dass er sich im Interesse der Kinder und Jugendlichen als zukünftige Bürger von Lichtenstein und Umgebung dieser Aufgabe aufgeschlossen und zukunftsgerecht und zügig annimmt! Das Daetz-Centrum sollte mit seiner international ausgerichteten Dauerausstellung, mit den vielseitigen Bildungsformaten vor allem für Schüler und Studierende und mit den hoch interessanten Events mit Programmen aus vielen Ländern der Stadt, dem Land unbedingt erhalten bleiben. Abgesehen davon finden wir es sehr schade, dass das Lebenswerk von unserem hochgeschätzten Peter Daetz so wenig geschätzt wird, hat er doch in vielen Jahren die wertvollen Ausstellungsstücke in vielen Ländern speziell für Lichtenstein/Sachsen erworben und sich so sehr um internationale Events gekümmert, Künstler und Botschafter der Völkerverständigung in unsere Heimat geholt. Dies sollte in jetzigen, zum Teil von Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass geprägten Zeit, gerade in Sachsen nicht vergessen werden. Wir sind stolz darauf, eine so einzigartige Kulturstätte der Weltoffenheit in unserer Stadt, unserer Region zu haben. Dr. med. Steffi Löffler Ärztin aus St. Egidien, 25.01.2018

Begründung:

Den Initiatoren der Petition (freiberufliche Kooperationspartner der Daetz-Stiftung) ist bewusst, dass die Stadt Lichtenstein finanzielle Schwierigkeiten besitzt. Jedoch wird mit der Schließung der Dauerausstellung des Daetz-Centrum am falschen Ende gespart, denn die Fixkosten zum Erhalt der Gebäude und die Personalkosten sind trotzdem zu finanzieren. Unabhängig davon sind bereits jetzt für 2018 verbindliche Buchungen für die Dauerausstellung im Zusammenhang mit den Bildungsaktivitäten der Daetz-Stiftung der Stadt bekannt. Damit werden sowohl so dringend benötigte Umsätze für das Daetz-Centrum verhindert, als auch die hiesige Gastronomie bestraft, da bei Tagesveranstaltungen Catering benötigt wird. Mit dem Beschluss allein würden knapp 500 Schülerinnen und Schüler das jährlich beliebte Märchenfestival nicht mehr erleben dürfen und zahlreiche Schulexkursionen nicht mehr stattfinden können.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Lichtenstein, 18.12.2017 (aktiv bis 17.03.2018)


Neuigkeiten

Liebe Unterstützer der Petition, über 500 Unterschriften werden heute dem Petitionsausschuss persönlich im Sächsischen Landtag übergeben. Wir halten Euch auf dem Laufenden! Herzliche Grüße, Mandy Weikelt & Regina Geyer

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Debatte zur Petition

PRO: Für die Bildungsaktivitäten der Daetz-Stiftung inklusive dem Daetz-Centrum als außerschulischen Lernort wurde der Einrichtung vor wenigen Wochen noch der Europäische Kulturmarken-Award 2017 im Bereich Bildung verliehen. Auch das spricht für sich!

PRO: Die Schließung ist völlig mir völlig unverständlich. Leider ist es gängige Praxis in der deutschen Politik geworden, finanziellen Schwierigkeiten zuerst mit kulturellen Einschnitten zu begegnen. Wo soll das hinführen? Lichtenstein wird eine tote Stadt!!! ...

CONTRA: Ganz so einfach ist es wohl nicht. Die Ausstellungsfläche soll verkleinert werden. Die Bildhauerworkshops und wohl auch das "Lichtensteiner Modell" werden wohl schon zum Erhalt der Förderwürdigkeit weitergehen. Ich empfehle: https://www.freiepresse.de/LOKALES/ZWICKAU/HOHENSTEIN-ERNSTTHAL/Daetz-Zentrum-am-Scheideweg-artikel10046252.php

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