Die Fraktion von Bündnis 90 / Grüne im Leipziger Stadtrat unterstützt die Initiative zur Umbenennung des "Richard-Wagner-Platz" in "Refugees-Welcome-Platz". Wir sagen NEIN! Der Stadtrat und die Stadtverwaltung lehnen eine Debatte zu diesem Thema ab.

Begründung

Richard Wagner wurde in Leipzig geboren und ist einer der größten Künstler des 19. Jahrhunderts. Seit der Namensgebung des Platzes zum 100. Geburtstag 1913 ehrt die Stadt damit einen ihrer größten Söhne. Das muss so blieben! Im Kontext der Person Richard Wagner ist das Ansinnen der Umbenennung des Platzes besonders tragisch. Der Komponist wurde nach dem missglückten Maiaufstand in Dresden 1849 für Demokratie, Bürgerrechte und Pressefreiheit deutschland- und europaweit zum politischen Flüchtling. Er wurde 13 Jahre per Haftbefehl strafrechtlich verfolgt, davon elf Jahre in ganz Deutschland und weitere zwei Jahre nur noch in Sachsen. Mit der Heimatlosigkeit verbunden war eine teilweise dramatische Mittellosigkeit.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Diese Petition wurde bereits in folgende Sprachen übersetzt

Neue Sprachversion
Pro

Wer ohne Tadel ist, der werfe den ersten Stein. Leipzig kann und muss stolz auf so ein Genie sein. Musikalisch genial und gesellschaftlich immer am Puls der Zeit. Er hat uns heute noch etwas zu sagen. Für Wagner und gegen...? Gegen kulturpolitische Unvernunft.

Contra

Wenn schon kein Kultursinn bei der genannten Fraktion (90 GRÜNE), dann doch wenigstens Marketing-Verständnis für Tourismus. Der RICHARD-WAGNER-PLATZ befindet sich in der Nähe seines ehemaligen Geburtshauses! Richard ist Leipziger! Lasst Euch nicht zum Narren halten! Fortsetzung: Den Augustusplatz in Veggie-Day-Place umbenennen.