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Bild zur Petition mit dem Thema: Gegen Kürzung der Orientierungseinheit Sozialökonomie: Für kritisches Denken statt nur Gedachtes! Gegen Kürzung der Orientierungseinheit Sozialökonomie: Für kritisches Denken statt nur Gedachtes!
  • Von: Fachschaftsrat Sozialökonomie mehr
  • An: Universität Hamburg
  • Region: Hamburg mehr
    Kategorie: Wissenschaft mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
    Sprache: Deutsch
  • 144 Tage verbleibend
  • 11 Unterstützende
    1% erreicht von
    1.000  für Sammelziel

Gegen Kürzung der Orientierungseinheit Sozialökonomie: Für kritisches Denken statt nur Gedachtes!

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Zur Orientierungseinheit des Bachelor Sozialökonomie gehören studentische Organisation, didaktisches Seminarkonzept in Kleingruppen, Solidarität, Reflexion gesellschaftlicher Erwartungen, Diskussion sinnvollen Studierverhaltens, kritische Bildung und Wissenschaft, Verständnis universitärer Rahmenbedingungen, Interdisziplinarität, Hochschuldemokratie und Lernen aus Geschichte. Dafür braucht es … … dauerhafte Finanzierung der Orientierungseinheit mindestens in der bisherigen Höhe von 60.000 € pro Jahr und ab sofort, um studentische TutorInnen adäquat befähigen und entschädigen zu können. … primäre Organisation und Ausrichtung durch Studierende in Kooperation mit dem FSR. … öffentliche Diskussion über die Orientierungseinheit und die Geschichte des Fachbereichs.

Für kritisches Denken statt nur Gedachtes!

Begründung:

UnterstützerInnen u.a.: FSR Sozialökonomie | Annelie Gebert, Dozentin für Statistik am Fachbereich Sozialökonomie (SozÖk) und Beauftragte für die Bachelor-Orientierungseinheit (OE) || Martin Dolzer, Sprecher der LINKS-Fraktion in der Hamburg. Bürgerschaft für Wissenschaft, ehem. AStA HWP | Mandy Tietgen, Wiss. Mitarbeiterin im Fachgebiet BWL am Fachbereich SozÖk | Dr. Lars Lambrecht, Prof. i.R. für Soziologie an HWP und FB SozÖk | Simone Beate Borgstede, PhD, Lehrbeauftragte, Hamburg | Dr. Thomas Dürmeier, ehem. wiss. Mitarbeiter, OE-Dozent, Geschäftsführer von Goliathwatch, Hamburg | Dr. Carsten Heinze, Lehrkraft für besondere Aufgaben im Fachgebiet Soziologie der SozÖk | Franziska Hildebrandt, Vorsitzende des AStA der Uni Hamburg | Dr. Martin Sauber, Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Lehre im FG VWL der SozÖk | PD Dr. Bettina Lösch, Politikwissenschaft, Universität Köln | Ulla Ralfs, Lehrbeauftragte im Fachgebiet Soziologie der SozÖk | Maura-Dell O‘Mahony, Wiss. Mitarbeiterin für English for Socioeconomics | Dr. Harry Friebel, Prof. i.R. für Soziologie an HWP und FB SozÖk | Dr. Arne Heise, Prof. für Ökonomie am FB SozÖk | Dr. Kai-Oliver Knops, Prof. für Rechtswissenschaft am FB SozÖk | Dr. Helga Milz, Prof. i.R. für Soziologie an HWP und Vorsitzende GdFF | Dr. Wolfang Menz Prof. für Soziologie am FB SozÖk | Florian Lampe, WiMi für VWL am FB SozÖk | Gianna Martini Lehrbeauftragte SozÖk

Unserer Orientierungseinheit im Bachelor Sozialökonomie soll es an den Kragen gehen. Eine Mehrheit des Fachbereichsvorstandes hat die Kürzung des aktuellen Budgets um satte 60% ab dem kommenden Semester beschlossen. Damit würde durch die Minimierung der Aufwandsentschädigung für die 24 TutorInnen die OE mittelfristig ausgeblutet werden. Offiziell werden finanzielle Sachzwänge als Begründung herangezogen. Doch der wirkliche Grund ist unserer Einschätzung nach die Angst vor einer OE, die sich nicht als Top-Down-Erziehung zu KonsumentInnen im Bachelor-Master-Supermarkt versteht. Sondern als gemeinsame Befähigung zum kritischen Eingreifen in Hochschule und Wissenschaft. Die Geschichte von Orientierungseinheiten ist eine Geschichte des Streits um die richtige Orientierung. Es geht darum, die Abhängigkeit und Veränderbarkeit der Universität als Teil der Gesellschaft zu erkennen und selbstbewusst zu gestalten, anstatt im Rahmen restriktiver Vorgaben zu „funktionieren“. Gegen die Verschulung, Vereinzelung und bloße Arbeitsmarktorientierung des Bachelor-Master-Studiums kann gerade in den Orientierungseinheiten ein solidarisches Verständnis von Bildung und Wissenschaft diskutiert und gemeinsam erarbeitet werden. Denn WissenschaftlerInnen sind keine Dienstleister, Studierende keine Kunden und Bildung keine Ware. Praktisch ist dies mit der Herausforderung verbunden, die OE so zu organisieren, dass sich Studierende kontinuierlich mit den an sie gestellten Erwartungen seitens Universität und vertraut machen und dazu Souveränität und Handlungsfähigkeit entwickeln können. Sozialökonomie untersucht in interdisziplinärer Vorgehensweise die Wechselwirkungen von Wirtschaft und Gesellschaft hin auf die Lösung (praxis)relevanter Probleme. Dafür braucht es eine argumentative Kultur des Hinterfragens auf Augenhöhe statt der Erziehung zu Unterwürfigkeit gegenüber „Autoritäten“. Insofern ist unsere Orientierungseinheit vor allem eine solidarisierende und aktivierende Einführung. Dafür braucht es Geschichte! Was genau ist der Sinn des Interdisziplinären Grundkurs? Warum gibt es im ersten Studienjahr bei uns keine Noten? Wieso studieren hier Menschen ohne Abitur? Keine dieser Fragen ist zu beantworten, ohne in die Geschichte des Fachbereichs zu schauen. Die Hochschule für Wirtschaft und Politik (HWP) forschte gewerkschaftsnah, die Hochschulorganisation gehörte zu den demokratischsten der BRD, forschendes Lernen war in interdisziplinären Projektzusammenhängen realisiert, es gab eine vitale Kultur eigenständiger Forschung(sförderung) und unzählige Studierende entwickelten sich mit offenem Hochschulzugang jenseits vorgefertigter Bahnen. Nur die Aneignung dieser Geschichte lässt uns den heutigen Fachbereich und Möglichkeiten der Veränderung verstehen. Deswegen erarbeiten wir uns in der OE ausgiebig die konflikthafte Gewordenheit unseres Fachbereichs, diskutieren über „Sozialökonomie“, „Café Knallhart“, „Bildung statt Bologna“ und „Gemeinwirtschaft“; schauen auf die Entstehung Studentischer und Akademischer Selbstverwaltung anhand von „Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren“; reflektieren die Interessenkonflikte um ein „perfektes Studium“ und leben gesellschaftlich eingreifende Interdisziplinarität durch eine Podiumsdiskussion anhand brennender Fragen. Insbesondere diese Ausgestaltung des Mittwochs und Donnerstags soll nun nicht mehr sein, wenn es nach einigen Fachbereichmitgliedern geht. Faktisch soll das Kleingruppenkonzept zur Selbsterarbeitung des Studieneinstiegs transformiert werden in Power-Point-Karaoke. Das werden wir nicht akzeptieren!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Hamburg, 15.03.2018 (aktiv bis 14.09.2018)


Debatte zur Petition

PRO: Denke , die petion wurde gemacht damit das Geld weiter in eine unsinnige Lehre gesteckt wird. Der Satz "Für kritisches Denken statt nur Gedachtes" sagt doch alles. Die Studenten sind sogar zu faul zum Lernen sie wollen nur kritisch denken , dh. Ihre Ansicht ...

CONTRA: Habe 3 Sozialökonomen (weiblich) kennengelernt. Ihr glaubt garnicht, was für ein Unwissen dort vorhanden ist. In Ökonomie ist Null-Wissen vorhanden.

CONTRA: Wenn Ihr Sozialökonomen seid oder werden wollt dann bitte sofort ja sofort in die Altersheime und Krankenhäuser als Pfleger oder Reinigungskäfte usw. da könnt Ihr doch euer Sozial ausleben. Warum macht IHR Heuchler das nicht.

>>> Zur Debatte


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Letzte Unterschriften

  • Xenia K. Hamburg vor 6 Tagen
  • Nancy F. Berlin am 25.03.2018
  • Nicht öffentlich Hamburg am 22.03.2018
  • Wiebke F. Hamburg am 22.03.2018
  • Oliver L. Korschenbroich am 21.03.2018
  • Jörn-Michael W. Konstanz am 20.03.2018
  • Nicht öffentlich Neuendettelsau am 17.03.2018
  • Annika T. Hamburg am 17.03.2018
  • Evi B. Neuendettelsau am 17.03.2018
  • Norbert T. Lienen am 17.03.2018
  • >>> Alle Unterschriften

Petitionsverlauf

Unterstützer Betroffenheit