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Liebe Unterstützer, liebe Baumfreunde,
jetzt beginnt schon der Sommer und es hat im Frühling wieder viel zu wenig geregnet, nämlich nur 12 % der Regenmenge, die die Natur eigentlich für Ihre Entfaltung im Frühling bräuchte.
Nachdem das Gartenbaureferat keine präventiven Maßnahmen ergreift, um den Baumstand in München zu schützen und zu erhalten, möchte ich Euch alle um Hilfe bitten.
Wenn wir Münchner alle zusammen helfen, können wir unseren Baumbestand stärken und helfen ihn zu bewahren.Bitte sucht Euch ein, zwei oder auch drei Bäume in Eurer am besten regelmäßig frequentieren Umgebung und wässert diese mindestens 1 x pro Woche (besser natürlich 2 x oder mehr).
Wenn die Bäume keine Trockenheit leiden, werden sie auch nicht schwach und anfällig für Krankheiten, sodass im Herbst das Gartenbaureferat wieder kommen kann und behaupten sie fällen zu müssen.Natürlich braucht ein Baum viel Wasser, aber auch wenige Liter sind eine Hilfe. Bäume sind schlaue Lebewesen und verwerten jeden Tropfen. Langsam wässern und warten bis Pfützen verschwinden ist wichtig, damit das Wasser versickern kann.
Eine durchschnittliche Gießkanne hat 5 Liter. Ich bringe meinen auserwählten Bäumen möglichst 5-6 Gießkannen voll Wasser. Auch Wasserflaschen oder Kanister eigenen sich perfekt für den Wassertransport auf dem Fahrrad. Das ist übrigens gleichzeitig eine sportliche Betätigung in der Natur :-)Wer noch mehr tun möchte, kann die Bäume düngen, z.B. mit Zwiebeljauche. Neben Pilzschutz enthält diese wertvolle Nährstoffe wie Kalium, Schwefel und Phosphor:
https://utopia.de/ratgeber/zwiebeljauche-so-einfach-machst-du-das-natuerliche-pflanzenschutzmittel_534943/Diese einfach im Verhältnis 1:10 ins Gießwasser geben.
Ein weiterer, Respekt einflößender Schutz für Bäume ist sie in einen heiligen Kontext zu stellen und so unantastbar zu machen.
Dazu gibt es vom Erzbistum Köln ein tolles, deutschlandweites Umweltprojekt `‘Religions go green’ für interreligiöse Baumpatenschaften, an dem alle – unabhängig von der Religionszugehörigkeit – teilnehmen können.
So einfach geht’s:
Ergänzt einfach dieses [PDF-Schild] mit Eurem Namen, druckt es aus und befestigt es geschützt (z. B. in einer Prospekthülle) mit Schnur oder Draht am Baum.
Ein so gekennzeichneter Baum genießt eine höhere, symbolische Hemmschwelle gegenüber einer Kennzeichnung mit dem blauen Punkt und Fällung.
On Top:
Wenn Ihr mir ein Foto Eures gekennzeichneten Baumes mit Standortangabe schickt, nehme ich ihn in einen Patenschaftenkatalog auf. Dieser kann sicher nützliches Instrument werden.
Bitte verbreitet diesen Aufruf weiter, wenn sich viele beteiligen, können wir durch zivilen Baumschutz unsere Bäume retten und der Stadt zeigen, wie man’s macht!Vielen Dank im Voraus.
Eure Baumschützerin
Rossy Riszterer
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Liebe Unterstützer, liebe Baumfreunde,
beginnen möchte ich einem Auszug aus der neuen Münchner Baumschutzverordnung von 08.12.2025.
Auch in der Neufassung hat sich nichts geändert:„… § 4 Ausnahmen
Von den Verboten dieser Verordnung sind ausgenommen ...
6. die fachgerechte Gestaltung, Pflege und Sicherung öffentlicher Grünflächen, bestehender Straßen und Bahnbetriebsanlagen einschließlich der Maßnahmen, die auf diesen Flächen der Erfüllung der Verkehrssicherungspflicht dienen.“Nicht nur, dass die Münchner Baumschutzverordnung nur für Privatgrundstücke gilt. Baumschutz in München heißt: Strenge Pflichten für Bürger, keine Pflichten für die Stadt – und das sogar in Landschaftsschutzgebieten.
Aus den Vorschriften des BNatSchG ergibt sich:
Baumfällungen durch ein Gartenbaureferat oder ähnliche städtische Stellen in Landschaftsschutzgebieten in Bayern unterliegen strengen naturschutzrechtlichen Vorschriften. Da Landschaftsschutzgebiete (LSG) besonderen Schutz genießen, ist für Fällungen in der Regel eine behördliche Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde erforderlich, auch wenn das Gartenbaureferat als Teil der Verwaltung handelt. Hier ist eine pauschale Freigabe der Baumfällungen nicht zulässig.Ein beachtlicher Teil der öffentlichen Grünflächen und Friedhöfe sind Landschaftsschutzgebiete.
Ich habe der Unteren Naturschutzbehörde eine Foto-Dokumentation von den massiven Fällungen des Gartenbaureferates in 12 Landschaftsschutzgebieten im Münchner Süden in 2026 vorgelegt (auch im März in der Vogelbrutzeit) und den Nachweis der erforderlichen Genehmigungen und Vorlage der Fachgutachten, die vor einer Baumbeseitigung prüfen, ob der Baum durch fachgerechte Schnittmaßnahmen erhalten werden kann (Baumkontrollrichtlinien zur Verkehrssicherung).
Darauf habe ich eine anonyme Antwort der UNB erhalten, die sich wie ein Wikipedia-Auszug zum Thema Eschensterben und Hallimasch liest und auch hier wird pauschal die Verkehrssicherheit als oberste Rechtfertigung angeben. In weiteren Gesprächen mit der UNB habe ich erfahren, dass man das nicht so eng sieht, da im Gartenbaureferat ja Fachleute am Werk wären und man ja Bürokratie einsparen wolle.
In Landschaftsschutzgebieten gilt aber als oberstes Ziel der Erhalt der Ökosysteme, Biodiversität, Bodenschutz, Windschutz, Mirkoklima und Artenschutz und nicht die Verkehrssicherheit!
Auf wiederholte, nachdrückliche Aufforderung habe ich wieder eine anynome Mitteilung darüber erhalten, dass die Angelegenheit an das Gartenbaureferat weitergeleitet wurde.
Hier werden nicht nur Verantwortlichkeiten hin und her geschoben, die UNB vernachlässigt Ihre Aufsichtspflicht und ist untätig.
Es ist sehr beängstigend festzustellen, dass die Landschaftsschutzgebietsschilder bedeutungslos sind und sogar LSGs in München gar keinen Schutz haben.
Ich habe eine Untätigkeitsbeschwerde eingelegt und bin gespannt, was die Referatsleitung unternimmt.
Es muss Schluss sein mit Vertuschung und Blendung von Bürgern und Bürgerinnen. Wir brauchen die Einhaltung und Stärkung der Baumrechte auf öffentlichen Grünflächen und Friedhöfen.
Ich tue was ich kann. Unterstützung immer willkommen.
Herzliche Grüße
Eure Baumschützerin
Rossy Riszterer
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www.openpetition.de/petition/online/geltendmachung-der-baumschutzverordnung-fuer-oeffentliche-gruenanlagen-und-friedhoefe-in-muenchen
Liebe Unterstützer, Liebe Baumfreunde;
untenstehende Email ist mit diesem Betreff heute an Frau Dr. Jeanne-Marie Ehbauer gegangen.
Sie ist Baureferentin und leitet das Münchner Baureferat und somit auch das Gartenbaureferat und gehört den Grünen an. Die Partei hat versprochen, dass Frau Ehbauer Ihren Job im Sinne der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes zu bewältigt. Frau Ehbauer veröffentlicht jedes Jahr die geschönten Münchner Baumbilanzen und hält Ihre Hand darüber.
In Erwartung einer baldigen Reaktion aus dem Baureferat, über die ich Euch auch informieren werde, sende ich hoffnungsvolle Grüße
Eure Baumschützerin
Rossy Riszterer
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Email:
Sehr geehrte Frau Dr. Ehbauer,
mit Beginn des Jahres nehmen wir mit großer Sorge wahr, dass das Gartenbaureferat erneut massive Fällungen auf öffentlichen Grünflächen und Friedhöfen durchführt. Die aktuelle Praxis widerspricht eklatant den Klimaschutzzielen unserer Stadt und verstößt gegen die Belange des Umweltschutzes, des Klimaschutzes, der gesunden Wohn- und Lebensverhältnissen und dem Erhalt der Artenvielfalt verstoßen wird.
1. Intransparenz und „Schönfärberei“ in der Baumbilanz
Jährlich werden durchschnittlich 2.300 Bäume gefällt – ohne Not, selbst in Landschaftsschutzgebieten oder an Naturdenkmälern. Wir kritisieren hierbei noch dazu die statistische Aufbereitung:
Minderwertiger Ersatz: Ein neugepflanztes „Bäumchen“ mit einer Lebenserwartung von nur 40 Jahren kann einen 100-jährigen Altbaum nicht ersetzen. Laut Prof. Andreas Roloff (TU Dresden) wären ca. 400 Jungbäume nötig, um die Umweltleistung eines einzigen Altbaums zu kompensieren.
Fragwürdige Zahlen: Die Einbeziehung von 1.400–1.500 Sämlingen in die Bilanz ist irreführend, da dieser Aufwuchs weder nachgewiesen werden kann, noch dem Gartenbaureferat zuzuordnen ist noch einen echten Ersatz darstellt.
2. Doppelmoral beim Baumschutz
Während für Privatpersonen die Münchner Baumschutzverordnung verschärft wurde, handelt das Gartenbaureferat nach eigenem Ermessen. Fällungen werden als einzige „Pflegemaßnahme“ eingesetzt, anstatt vorausschauende Baumpflege zum Erhalt des alten Baumbestandes in Zeiten des Klimawandels (Natürliche Schädlingsabwehr, Wässerung, Düngung, Abstützung) zu betreiben.
3. Verkehrssicherungspflicht als Vorwand
Das Argument der Verkehrssicherheit wird als Pauschalbegründung für Kahlschläge missbraucht. Dass Bäume „prophylaktisch“ gefällt werden, um Haftungsfragen zu umgehen, wie von Herrn Heil bestätigt, ist in Zeiten des Klimawandels nicht länger hinnehmbar. Der Erhalt des alten Baumbestandes muss – auch gemäß aktueller Rechtsprechung (VGH-Urteil Lindenschmittstraße) – Vorrang vor hypothetischen Risiken haben.
Wir sind nicht mit einem Verjüngungskonzept einverstanden, welches das Gartenbaureferat nach eigenen Angaben verfolgt. Im Angesicht der niedrigen Lebenserwartung von heutigen Jungbäumen und der Umweltleistung und wertvollen Wirkung eines einzigen Altbaumes kann das nicht Ihr Kurs sein.
4. Widerspruch zu grünen Kernthemen
Als Vertreterin der Fraktion Die Grünen/Rosa Liste stehen Sie in der Verantwortung, die Versprechen Ihrer Partei einzulösen, nämlich ‚Ihre Aufgaben im Sinne der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes zu bewältigen‘. Ihr Slogan „Mehr Bäume, weniger Beton“ wird durch die aktuelle Praxis des Gartenbaureferats ad absurdum geführt. Die Bürger Münchens sind alarmiert und nicht länger bereit, die Zerstörung ihres Lebensraums tatenlos hinzunehmen.
Unsere Forderungen an Sie:
Sofortiger Stopp ! der massenhaften (auch schon für Beginn 2026 geplanten) Fällungen und Kontrolle der Anordnungen und der ausführenden Trupps.
Korrektur der Baumbilanzen: Transparente Darstellung statt statistischer Schönfärberei.
Budgetumschichtung: Umwandlung der Fäll-Budgets in Budgets für echte Baumerhaltungsmaßnahmen.
Einbeziehung neuer Forschung: Anwendung moderner Methoden zur natürlichen Schädlingsbekämpfung und Klimaanpassung statt Rodung.
Wir erwarten von Ihnen ein entschiedenes Umdenken und eine zeitnahe Rückmeldung, wie Sie den Schutz des alten Baumbestandes in München sicherstellen wollen.
Mit freundlichen Grüßen
Rosemarie Riszterer
Jeder gesunde gefällte Baum ist einer zu viel